Professorinnenprogramm II

Die OTH Regensburg ist bei der zweiten Einreichungsrunde als eine von drei bayerischen Hochschulen in das Professorinnenprogramm II des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Länder aufgenommen worden.

Ziel des Professorinnenprogramms ist es die Gleichstellung von Frauen und Männern an Hochschulen zu fördern und den Frauenanteil vor allem in den Spitzenfunktionen des  Wissenschaftsbereichs zu erhöhen. Die OTH Regensburg hat zur Aufnahme in das Programm ein Gleichstellungskonzept eingereicht, das von einem Begutachtungsgremium hinsichtlich der an der OTH Regensburg verankerten Gleichstellungsbemühungen zur nachhaltigen Verbesserung der Repräsentanz von Frauen auf allen wissenschaftlichen Qualifikationsstufen positiv bewertet wurde.

Im Gleichstellungskonzept wurden vier wesentliche Handlungsfelder definiert:

  • Erhöhung des Frauenanteils am wissenschaftlichen Personal
  • Gewinnung von mehr jungen Frauen für MINT-Fächer
  • Sicherstellung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Sensibilisierung und Qualitätsmanagement

Es werden drei Professorinnen mit einer Anschubfinanzierung durch das BMBF gefördert. Die hieraus freiwerdenden Mittel werden für zusätzliche gleichstellungsfördernde Maßnahmen eingesetzt:

Die Maßnahmen in der Übersicht

Die gute Vereinbarkeit von Beruf/Studium und Familie kann einen entscheidenden Beitrag zur Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern leisten. Daher werden im Rahmen des Professorinnenprogrammes II einige neue Maßnahmen umgesetzt. Die wichtigsten Neuerungen sind der ein großer Familienraum im Studierendenhaus. Dieser soll es Studierenden ermöglichen, Kinder im Alter von 0 bis 12 Jahren stundenweise mit in die Hochschule zu bringen und selbst zu beaufsichtigen. Seit 2015 wird das Team der Allgemeinen Studienberatung durch Vanessa Höcherl verstärkt. Ihre Schwerpunkte sind das Familienbüro, Beratung für Frauen in MINT-Studiengängen sowie Anlaufstelle hinsichtlich Beratung bei sexueller Belästigung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Familienbüros.

Um aktuelle Themen der Genderforschung für alle Hochschulangehörigen zugänglich zu machen und um zur Sensibilisierung für die Themen beizutragen, werden regelmäßig Vorträge und Vortragsreihe organisiert.

Im WiSe 2016/17 findet eine hochschulweite Vortragsreihe "Grenzkonflikte und Grenzüberschreitungen: Debatten zu Sexismus - Rassismus - Nationalismus".

Im WiSe 2015/16 fand eine erste hochschulweite Vortragsreihe "Diesseits und jenseits von Geschlecht. Debatten zu Politik-Identität-Sexualität" statt.

Weiter Vorträge bzw. Vortragsreihen sind aktuell in Planung.

Der Frauenanteil an den Professuren der OTH Regensburg ist mit 15,7 % (Stand Juni 2015) immer noch sehr niedrig. Zwar konnte der Anteil in den letzten Jahren deutlich gesteigert werden, sowohl im deutschlandweiten (22 % im Jahr 2014; Quelle: statista) als auch im bayernweiten Vergleich schneidet die OTH Regensburg damit aber immer noch unterdurchschnittlich ab. An bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften lag der Professorinnenanteil 2014 bei 17,9 % (Bayerisches Landesamt für Statistik 2014). Um dieses Ungleichgewicht längerfristig zu verändern, fördert die OTH Regensburg im Rahmen des Professorinnenprogrammes II Aufenthalte von Gastwissenschaftlerinnen in Bereichen, in denen Frauen bisher unterrepräsentiert sind. Die Studentinnen sollen auf diesem Weg Vorbilder für erfolgreiche Karriereperspektiven erhalten. Gleichzeitig sollen exzellente Leistungen insbesondere von Frauen in technischen Bereichen für alle Hochschulangehörigen sichtbar gemacht werden. Darüber hinaus werden Frauen im Hinblick auf eine spätere Berufung gefördert und das Potenzial möglicher zukünftiger Professorinnen erhöht.

Merkblatt

Antragsformular

Beim wissenschaftlichen Nachwuchs zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei den Professuren. Der Frauenanteil ist auch hier in den letzten Jahren gestiegen, liegt aber immer noch auf einem niedrigen Niveau von 19,8 % (Stand Juni 2015). Es ist ein erklärtes Ziel, den Frauenanteil zu steigern und entsprechend dem Kaskadenmodell auf denselben Anteil wie bei den Studierenden zu erhöhen (= 36 %, Stand SoSe 2015) Hierzu fördert die OTH Regensburg im Rahmen des Professorinnenprogrammes II Frauen, die sich durch eine Promotion weiterqualifizieren möchten. Durch die Gewährung einer Anschubfinanzierung, sollen Frauen ermutigt werden, eine Promotion aufzunehmen. Gefördert werden kann auch die Abschlussphase der Promotion, wenn durch den Wegfall von Drittmitteln der erfolgreiche Abschluss gefährdet ist.

Merkblatt

Antragsformular

Die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg vergibt im Rahmen des Professorinnenprogrammes II im Sommersemester 2017 einen Preis zur "Förderung von Genderprojekten an der OTH Regensburg". Ziel des Preises ist es, Gender-Perspektiven in Lehre, Forschung und Weiterbildung an der OTH Regensburg zu integrieren, um damit Studentinnen und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen in Bereichen, in denen sie bisher unterrepräsentiert sind, zu fördern. Gefördert werden Konzepte oder Projekte, die dazu beitragen, das oben benannte Ziel zu verwirklichen. Dies können bspw. sein: - Erprobung von Lehr-/Didaktik-Konzepten - Durchführung von (Lehr-) Forschungsprojekten - Entwicklung von Fortbildungsangeboten Das Preisgeld umfasst insgesamt 5.000 Euro und muss für die Umsetzung oder Fortführung der eingereichten Vorschläge verwendet werden. Eine Aufteilung des Preises bleibt dem Auswahlgremium vorbehalten. Der Preis richtet sich an alle Fakultäten und Einrichtungen der Hochschule. Die Einreichung kann sowohl durch Selbstbewerbung als auch auf Vorschlag von Hochschulangehörigen erfolgen.

Ausschreibung

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