Öffentliche Vortragsreihe

Im WiSe 2018/2019 wird es das Projekt "100 Jahre Frauenwahlrecht" geben. Auf dem Weg zur Gleichberechtigung in Deutschland markiert die Einführung des Wahlrechts für Frauen im Jahr 1918 einen entscheidenden Wendepunkt. Seither können Frauen an den Wahlen teilnehmen und selbst gewählt werden, sich also damit politisch einbringen und partizipieren. In diesem Jahr liegt dieser Meilenstein der Demokratie 100 Jahre zurück und stellt somit den passenden Zeitpunkt dar, sich dem Thema Gleichberechtigung und Geschlechtergerechtigkeit der letzten hundert Jahre zu widmen. In einem Projektseminar für Studierende der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften sollen insbesondere Regensburg und Bayern mit ihren politischen Akteurinnen und Akteuren, mit besonderen Ereignissen, Maßnahmen und Prozessen in den Fokus rücken, die Einfluss auf die Gleichstellung und Emanzipation von Frauen hatten und haben.

Im Zuge dieses Projekts für Studierende der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften wird es auch einen öffentlichen Vortrag von Prof. Dr. Daniela Neri-Ultsch von der Universität Regensburg geben. Der Vortrag "Nun begann ein neues Leben!" 100 Jahre Frauenwahlrecht - Parlamentarierinnen in Bayern. Eine Bilanz." wird am 17.Oktober 2018 um 10.00 Uhr an der OTH Regenburg, Seybothstr. 2, in S 316 stattfinden.

Ergebnisse aus dem Projektseminar sollen im Laufe des SoSe 2019 auch öffentlich präsentiert werden.

Rückblick

Auch im WiSe 2017/2018 fand wieder eine öffentliche Vortragsreihe statt. Thema der Reihe lautete "Gender und Care: Debatten, Bedingungen und Perspektiven". Care - Fürsorge - durchzieht alle Bereiche des Lebens und betrifft jede und jeden. Gleichwohl mangelt es den Care-Tätigkeiten und ihren Bedingungen an gesellschaftlicher Wahrnehmung und Anerkennung. Die Gründe für die unzureichenden Bedingungen finden sich in den ökonomischen, gesellschaftlichen und politischen Kontexten - und in den Vergeschlechtlichungsprozessen, die Care zugrunde liegen und die von Care ausgelöst werden. Die Vortragsreihe beschäftigt sich mit ausgewählten Aspekten dieser mehrdimensionalen Prozesse.

 

Im Wintersemester 2016/2017 fand erneut eine öffentliche Vortragsreihe statt. Das Thema in diesem Semester lautete "Grenzkonflikte und Grenzüberschreitungen: Debatten zu Sexismus - Rassismus - Nationalismus". Die Vorträge befassten sich mit dem Verhältnis von Rassismus und Sexismus in Politik, Kultur und Gesellschaft. Aus unterschiedlichen Perspektiven wurde beleuchtet, wie diese zusammenwirken und welche Herausforderungen sich daraus ergeben.

Die Vortragsreihe im WiSe 2015/2016 befasste sich mit den politischen und kulturellen Debatten zum Geschlechterverhältnis und mit dem Denken und Handeln innerhalb und jenseits klassischer Geschlechterkonstruktionen. Wie gestalten sich Macht- und Herrschaftsverhältnisse zwischen den Geschlechtern, in welcher Weise werden Geschlechterkonstruktionen und -konflikte in Politikprozessen sichtbar? Wie lässt sich Gesellschaft und Individualität denken, wenn man sich von Konstruktionen der Zweigeschlechtlichkeit löst? Wie sehen subjektive und gesellschaftliche Widerstände aus? Welche politischen Ziele und Handlungsmöglichkeiten werden damit verknüpft? Die Vorträge und Debatten sollen den Blick öffnen für plurale Lebensformen und -konzepte und für Politiken der Gleichstellung und Emanzipation.