Vortrag zum Thema Work-Life-Balance war gut besucht

06.05.2013
Von: Astrid Herzog

Work-Life-Balance soll anregen, Beruf und Privatleben in eine ausgewogene Beziehung zu bringen. Mehr als 130 Interessierte kamen zu der Veranstaltung "Hauptsache Gesundheit". Gastgeber der Veranstaltung war der Verein der Freunde der Hochschule Regensburg e.V.

Referenten und Referentin

Organisator, Referenten und Referentin (v.l.): Dipl.-Ing.(FH) Johann Spieß, Vorstandsvorsitzender des Vereins der Freunde der HS.R e.V, Martin Simmel, Gesundheits MANAGEMENT Systeme GbR, Prof. Dr. Susanne Nonnast von der Fakultät Betriebswirtschaft der Hochschule Regensburg (HS.R), Prof. Dr. Erich Wühr, Inhaber der Gesundheits MANAGEMENT Systeme GbR.

Zahlreiche Besucher

Über 130 interessierte Besucher kamen zu der Veranstaltung der Freunde der Hochschule Regensburg e.V. Fotos: Hochschule Regensburg

Zwei Referenten und eine Referentin erläuterten am Mittwoch, 17. April, zunächst Ursachen und Auswirkungen von Stress sowie ein entsprechendes Gesundheitsmanagement.  Unterschiedliche Perspektiven, Erkenntnisse und systematische Behandlungskonzepte wurden den zahlreichen Zuhörern und Zuhörerinnen näher gebracht. 

Prof. Dr. Susanne Nonnast von der Fakultät Betriebswirtschaft der Hochschule Regensburg (HS.R) veranschaulichte bildhaft, dass Deutsche aktuell so viel arbeiten wie schon lange nicht mehr. Die Kultur der ständigen Erreichbarkeit steigere das Risiko für Depressionen. Einige Unternehmen, wie Volkswagen, steuern der Entgrenzung von Arbeit- und Privatleben beispielsweise bereits durch E-Mail-Sperren nach Feierabend entgegen. 

Prof. Dr. Nonnast behauptete, "früher gehen (lassen) lohnt sich". Das führe zu Motivation und zur Bindung von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen an das Unternehmen. Erst diese Flexibilität ermöglicht eine Vereinbarkeit von Beruf- und Lebensphasen. Prof. Dr. Nonnast appellierte: "Sie müssen früher gehen – das Unternehmen kann nur unterstützen." Ihr Fazit lautete: "Jeder ist für sich selbst verantwortlich."

Martin Simmel, Psychologe und Inhaber der Gesundheits MANAGEMENT Systeme GbR, fragte die Gäste im Anschluss: "Was ist eigentlich Gesundheit?" Er bestätigte, Stress beginne im Kopf und Gesundheit habe mit der eigenen Einstellung zu tun. Menschen seien dann glücklich, wenn sie einer Beschäftigung nachgehen, bei der ihre Fähigkeiten mit den Anforderungen übereinstimmen.

Gesundheitsmanagement sei außerdem Führungsaufgabe. Das hängt mit dem Einfluss von Führungsverhalten auf Gesundheit und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zusammen. Folglich empfehle sich für ein erfolgreiches Unternehmen ein betriebliches Gesundheitsmanagement.

Interessant war auch der Vortrag von Prof. Dr. Erich Wühr, Inhaber der Gesundheits MANAGEMENT Systeme GbR. Er erklärte, dass die "großen Brocken im Rucksack" mit der Zeit immer mehr werden. Mit den "großen Brocken" meinte er belastende Lebensbedingungen wie Ernährungsfehler, Bewegungsmangel oder unangemessener Umgang mit Stress. Darauf reagiere der Mensch mit angeborenen Verhaltensmustern  –  und zwar mit Stress. 

Prof. Dr. Wühr sagte, "Verhaltensmuster sind unsere Betriebssysteme. Sie werden ausgeliefert wie ein PC mit Windows."  Laut Wühr sei Stress jedoch nicht nur negativ zu sehen, denn Stress aktiviere das Immunsystem. Erst übermäßiger Stress führe zu chronischen Entzündungen. Zum Schluss zeigte Wühr auf, wie ein betriebliches oder individuelles Gesundheitsmanagement helfen kann, nicht Symptome, sondern Ursachen zu bekämpfen. 

Abschließend dankte Dipl.-Ing. (FH) Johann Spieß, Vorstandsvorsitzender des Vereins der Freunde der HS.R e.V. und Gastgeber des Abends, allen Referenten und der Referentin für die interessanten und kurzweiligen Einblicke. Gelegenheit zum Austausch gab es im Anschluss an die Vorträge. Die Gesundheits MANAGEMENT Systeme GbR präsentierte sich im Foyer des Hörsaalgebäudes am Forum der HS.R mit ihrem Stand und bot allen Interessierten einen Burnout-Test und individuelle Tipps zur Gesundheitsförderung an.  

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