Software ermöglicht sicheres Tanken von Strom an Ladesäulen

13.05.2013
Von: IT-Inkubator Ostbayern GmbH

Das Laboratory for Safe and Secure Systems (LaS3) der Hochschule Regensburg gestaltet mobile Zukunft zusammen mit dem "Netzwerk für intelligente Ladetechnik" (iLEM). Die Kooperationspartner entwickelten einen Leitfaden für die Entwicklung von ausfallsicherer Ladesäulensoftware.

Bis 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen fahren - so sieht es der Entwicklungsplan der Bundesregierung vor. Das bedeutet auch: ein enges Netz von Stromtankstellen wird künftig das Straßenbild prägen. Ein wichtiger Aspekt um die Akzeptanz für diese neue Infrastruktur zu erhöhen, ist die Sicherheit der Ladesäulen.

Einen wesentlichen Baustein dafür liefert das von Regensburg aus agierende "Netzwerk für intelligente Ladetechnik (iLEM)" in Kooperation mit dem Laboratory for Safe and Secure Systems (LaS3) der Hochschule Regensburg und - als Industriepartner - der INSYS MICROELECTRONICS GmbH, Spezialist für Ladesteuerungen und M2M Kommunikation.

Für die Entwickler von Ladesäulensoftware steht ab sofort ein "Leitfaden zur Erstellung ausfallsicherer Software in Bezug auf die funktionale Sicherheit bei Ladesäulen nach IEC 61508" zur Verfügung. Damit haben die Entwickler ein effektives Hilfsmittel für die Erstellung von sicherer Software an der Hand.

Um eine Einstufung in so genannte Sicherheits-Integritätslevel (SIL) vornehmen zu können, musste zunächst eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden. So wurden mögliche Fehlfunktionen, das Ausfallverhalten einzelner Komponenten und die daraus resultierenden Gefährdungspotentiale für Nutzer oder Umwelt erhoben.

Je nach Gefährdungsstufe gibt das vierstufige Sicherheits-Integritätslevel (SIL) die Anforderungen an den Sicherheitskreis des Gesamtsystems bezüglich Ausfallraten und verwendbarer Komponenten vor. Die höchste Stufe SIL4 stellt beispielsweise auch Anforderungen an das Lifecycle-Management des Produktes, d.h. es werden Vorgaben gemacht, wie Wartungen durchzuführen sind und welche Dokumentationen dabei notwendig sind.

Das Ergebnis dieses Projekts liegt nun in Form eines publizierten Softwareleitfadens vor, der über das Netzwerk oder das LaS3 bezogen werden kann.

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