Regensburger Regionalforum an der HS.R setzt Impulse für Zukunft

09.10.2012

Bei der Veranstaltung an der Hochschule Regensburg (HS.R) sind die Weichen für mehr Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in Regensburg gestellt worden.

Die Podiumsteilnehmer des Regionalforums (von links): Rektor der Universität Regensburg Prof. Dr. Thomas Strothotte, HS.R-Vizepräsident Prof. Dr. Wolfgang Bock, MdB Peter Aumer, Landrat Herbert Mirbeth und Oberbürgermeister Hans Schaidinger. Foto: Scheuerer

Wie die Region Regensburg ihren Vorsprung halten kann, war das Thema der Diskutanten. Foto: Rieger

Eine noch stärkere Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft ist ein wichtiger Wachstumsmotor für die Region Regensburg. Das ist das Fazit des ersten Regensburger Regionalforums am 8. Oktober 2012 an der HS.R. Initiiert wurde die neue Veranstaltungsreihe vom Regensburger Bundestagsabgeordneten Peter Aumer (CSU), der mit den Regionalforen einer noch stärkeren Kooperation in der Region Rückenwind verleihen möchte.

„Ich möchte gemeinsam mit den Akteuren unserer Region die Potenziale unseres Raumes Regensburg erarbeiten und zum Nutzen unserer Heimat zusammenführen", so Aumer. Beim Regionalforum Wissenschaft diskutierte der Bundestagsabgeordnete mit dem Regensburger Oberbürgermeister Hans Schaidinger, Landrat Herbert Mirbeth, Uni-Rektor Professor Dr. Thomas Strothotte und dem HS.R-Vizepräsidenten Professor Dr. Wolfgang Bock.

„Die Region Regensburg gehört heute zu den zukunftsträchtigen Wirtschafts- und Technologiestandorten in Deutschland", sagte Peter Aumer. Jetzt sei es jedoch wichtig nicht stehenzubleiben. Er verwies auf eine Studie des Verbands der Bayerischen Wirtschaft, nach der die Region Regensburg zwischen 2005 und 2010 bei der Dynamikperspektive nur einen „neutralen Trend" aufweist.

Der Regensburger Oberbürgermeister Hans Schaidinger betonte: „Wenn wir aufhören würden, nicht mehr besser zu werden, dann sind wir schnell nicht mehr gut. Wenn wir unseren Vorsprung halten wollen, dann müssen wir ihn ausbauen." „Aus meiner Sicht ist es essenziell, dass die Menschen, die  Wirtschaft, die Wissenschaft und die Politik die Kräfte bündeln, um gemeinsame Akzente für die künftige Entwicklung unserer Heimat setzen", ergänzte Peter Aumer. So sei die Idee des Regionalforums entstanden.

Landrat Herbert Mirbeth sagte, der Landkreis biete großes Potenzial für eine vertiefte Zusammenarbeit mit den Hochschulen. Er nannte die Bereiche Maschinenbau, Holzwirtschaft, Elektromobilität und Regenerative Energien als Beispiele dafür. Außerdem könnten auch verstärkt Möglichkeiten eines dualen Studiums - also der Kombination aus Ausbildung und Studium - ausgelotet werden.Mirbeth würdigte die Anstrengungen und Investitionen der Stadt Regensburg in die Zukunft des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts. „Wir haben in den vergangenen 20 Jahren etwa 20 Millionen Euro in diese Schnittstelle investiert und werden in den nächsten zwei Jahrzehnten nochmals dieselbe Summe investieren", sagte Oberbürgermeister Schaidinger.

Im nächsten Jahr werde der TechCampus eröffnet als neue Plattform für die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft. Hans Schaidinger verwies auf die zunehmende „Akademisierung" der Gesellschaft: Die Zahl der Akademiker-Arbeitsplätze sei in den vergangenen zehn Jahren um 52 Prozent gestiegen. Was muss geschehen, damit die Forschungs- und Innovationsregion Regensburg weiter wächst? Alle Gäste auf dem Podium plädierten dafür, die Schnittstellen zwischen der Welt der Wirtschaft und der Welt der Wissenschaft auszubauen und bekannter zu machen. „Oft wissen die Unternehmen und die Lehrstühle nicht voneinander", sagte Hochschulvizepräsident Bock. Er bot Informationsveranstaltungen für Unternehmen im Landkreis an. Die anwesenden Unternehmer wünschten sich zentrale Anlaufstellen für ihre Anliegen.

In einem Punkt waren sich alle Diskutanten einig: Ein noch stärkeres Netzwerk zwischen den Unternehmen und Hochschulen soll dazu beitragen, neue Innovationschancen zu nutzen. Vorstellbar sei beispielsweise eine Datenbank, die die internationalen Vernetzungen der Hochschulen und der Unternehmen sowie ihrer jeweiligen Kompetenzfelder möglich macht. Thierry Tricot, Geschäftsführer der Niederlassung von Schneider Electric, und Dr. Georg Schwab, Geschäftsführer der AVL Software und Functions GmbH in Regensburg plädierten für eine noch stärkere Internationalisierung. „Das Ziel muss sein, auch in der Region Regensburg an der Welt orientiert zu arbeiten", sagte Tricot. Der Unternehmer Dr. Josef Ludwig Zimmermann, geschäftsführender Gesellschafter bei Zimmermann & Schilp Handhabungstechnik, forderte, dass in der Region Regensburg vorhandene Potenzial bei Kooperation und Innovation noch stärker zu nutzen.

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