Multinationale Großübung beendet eine Reihe von HS.R-Summer Schools

12.10.2012
Von: Prof. Dr. Markus Bresinsky

Die Studierenden des Bachelors International Relations and Management der Hochschule Regensburg (HS.R) erpobten sich in verschiedenen Sicherheits-Szenarien.

Impressionen von der multinationalen Großübung „Perigrine Sword" in Bad Brückenau und Wildflecken, an der die Studierenden des Bachelors International Relations and Management mitwirkten. Fotos: Prof. Dr. Bresinsky

Das Szenario einer Stabilisierungsoperation in einem krisengeschüttelt Land, ein umfassendes Konzept der vernetzten Sicherheit und 6.000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen, dieser Herausforderung sahen sich dreizehn Studierende des Studiengangs International Relations and Management der HS.R gegenüber. Die Studierenden nahmen von 16. bis 28. September 2012 unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Bresinsky an der multinationalen Großübung „Perigrine Sword" in Bad Brückenau und Wildflecken teil.

Die Übung, an der internationale Organisationen, multinationale Streitkräfte, die Bundespolizei und Regierungsvertreter beteiligt waren, spielte das Szenario einer multinationalen Stabilisierungsoperation in einem fiktiven Land durch. Ein wichtiger Anteil dieser Übung war die zivil-militärische Zusammenarbeit. Die Studierenden arbeiteten als Referenten und Referentinnen und Assistenten und Assistentinnen für internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen, das World Food Program, Internationales Komitee des Roten Kreuzes oder für Nichtregierungsorganisationen wie Kinderberg International. Ebenso wurde die Stabsarbeit einer Polizeimission sowie des militärischen Hauptquartiers unterstützt sowie Rollenspiele von fiktiven politischen Repräsentanten des Einsatzlandes übernommen.
 
Mit der Teilnahme  an der Großübung endete eine Reihe von englischsprachigen Summer Schools zu dem Thema vernetzte Sicherheitspolitik. Begonnen wurde die Reihe mit einer Summer School von 25. bis 29. Juni 2012 am ersten Deutsch-Niederländischen Korps in Münster. Unter der Leitung von Oberstleutnant Thorsten Schwiering wurde das Thema Planung für humanitäre Einsätze behandelt. Vorträge von Experten des Korps, der Bundespolizei und der Wissenschaft haben den Studierenden einen Einblick in die Komplexität von humanitären Einsätzen gewährt. Vertieft wurde dieses Wissen durch eine Summer School von 30. September bis 3.Oktober 2012 auf der Chievres Airbase  (Belgien) im Special Forces Education Program der NATO. In diesem Kurs lernten die Studierenden unter der Leitung von Oberstleutnant Georg Fuchs die praktische Anwendung eines vernetzten Planungsprozesses kennen, der die verschiedenen Ebenen der politischen, wirtschaftlichen, sozialen und militärischen Zusammenhänge von Stabilisierungsoperationen miteinander in Beziehung setzt.
 
Nach dem Motto der Großübung „If it is good we keep it; if it is bad we improve it!" konnten die Studierenden nicht nur das erlernte Fachwissen vertiefen, sondern ebenso ihre im Studiengang vermittelten Team-, Sprachkompetenzen und interkulturelle Handlungskompetenzen einem Praxistest unterziehen und weiterentwickeln. Neben diesen akademischen Zielen boten die Summer Schools eine Reihe von Netzwerkkontakte, die von den Studierenden aktiv zur Akquise von Praktika und Bachelorthemen genutzt wurden. Die Studierenden sind aufgrund ihrer außerordentlichen Leistungen bereits zu einer weiteren Planübung der Bundesfachhochschule Mannheim eingeladen worden, um dort die Funktionen von UN Organisationen und Hilfsorganisationen zu übernehmen.

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