Methoden zur Bewertung immaterieller Vermögensgegenstände

21.08.2018
Von: Prof. Dr. Jürgen Schöntag

Immaterielle Vermögenswerte wie beispielsweise Patente, Kundenbeziehungen oder das Mitarbeiter-Know-how haben mittlerweile einen entscheidenden Anteil am Erfolg vieler Unternehmen. Deren monetäre Bewertung stellt jedoch noch immer eine Herausforderung dar, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis.

Rupert Pallauf hat für seine Masterarbeit im Rahmen eines Praxisprojekts mit der Continental AG ein Konzept entworfen und angewendet, mit dem die in Forschungs- und Entwicklungs-Projekten (F&E) geschaffenen immateriellen Vermögenswerte monetär bewertet werden können.

Zentraler Aspekt der Untersuchung war die Fragestellung, inwieweit spezialisierte Abteilungen, deren primär sichtbare Aufgabe die Akquirierung von Fördermitteln ist, auch zur Schaffung immaterieller Vermögenswerte beitragen. Hierbei stellte es sich als zweckmäßig heraus, für die Bewertung auf bereits abgeschlossene Projekte zurückzugreifen, die Erfahrungen daraus mittels strukturierten Experteninterviews zu erfragen und diese Erkenntnisse auf die Bewertung zukünftiger Projekte zu übertragen.

Die Ergebnisse aus dem von Prof. Dr. Jürgen Schöntag betreuten Praxisprojekt bestätigen eindrucksvoll, dass der Wertbeitrag von Fördermittelabteilungen zum ganz überwiegenden Teil im Beitrag zur Schaffung immaterieller Vermögenswerte besteht. Bildlich gesprochen treibt dieser Wertbeitrag als bestenfalls ansatzweise sichtbarer Teil eines Eisbergs unterhalb der Wasseroberfläche. Die Analysen von Rupert Pallauf zeigen, dass es sich lohnt, insbesondere diesen Teil des "Eisbergs" zu erforschen. Dies gilt umso mehr vor dem Hintergrund der zunehmenden strategischen und quantitativen Bedeutung immaterieller Vermögenswerte.

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