Kindervorlesung an der FH Regensburg

13.03.2006
Von: Feldmeier, Claudia

Was haben Seifenblasen mit dem Olympia-Stadium und der Allianz-Arena in München gemeinsam? Und was verbirgt sich hinter dem Satz „Mabethebe ibist nibicht blöböd?“
Beides hat mit Mathematik zu tun. Das haben die 3. und 4. Klassen der Grundschule Burgweinting in ihrer ersten „Vorlesung“ an der FH Regensburg durch die Professorin Dr. Süß-Gebhard erfahren.

Sie fragte die Kinder gleich zu Beginn, ob sie denn mit dem Bus von Burgweinting nach Regensburg gekommen seien? Dazu müsste man einen Busplan haben, um die schnellste oder kürzeste Verbindung zu erfahren. Und was habe nun dieser Busplan mit Mathematik zu tun? Die Kinder kamen sehr schnell darauf, dass man von einem Punkt zum anderen kommen wollte – und schon war man mitten im Mathematik-Thema.

Dass das Olympia-Stadium und die Allianz-Arena dem System der Seifenblasen nachempfunden wurden und der Satz „Mabethebe ibist nibicht blöböd?“ eine Verschlüsselung durch ein zusätzliches „b“ nach Vokalen darstellt, hatten die Schüler mit der Professorin ganz schnell herausgefunden.

Sehr schnell wurde den Schülern auch klar, dass man mit Mathematik täglich zu tun habe. Sei es der PIN-Code im Handy, der Code in den Fernbedienungen von Beamer, Fernsehapparat, Autoschlüssel oder der Strichcode auf Flaschen. Sie lernten Spieltheorien zu ermitteln, beispielsweise beim Knobeln und dass es beim Lottospielen für die sechs gezogenen Kugeln über 10 Milliarden Möglichkeiten gibt. Auch Zauberei hat eigentlich nichts mit wirklicher Zauberei sondern mit Mathematik zu tun. Dies demonstrierte Dr. Süß-Gebhard mit dem „Möbiusband“.

Alles in allem war die Stunde ein Gewinn für die Kinder. Sandra gefielen am besten die Zaubertricks und Rene meinte: „Mathe gefällt mir schon immer – aber jetzt doch noch ein bisschen mehr“.

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