Junge HS.R-Forscher international gewürdigt

23.11.2011
Von: Prof. Dr. Rupert Schreiner, Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechik

Ein Team der Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik der Hochschule Regensburg (HS.R) erhielt den „Young Scientist Award“ auf der Internationalen Vakuum Nanoelektronik Konferenz.

Das HS.R-Team: Die Doktoranden Christoph Langer, Florian Dams und Christian Prommesberger (von links) vor ihren Tagungsbeiträgen.

Bei der Preisverleihung in Wuppertal: Preisträger Florian Dams (Mitte) mit Prof. Dr. Günter Müller (Conference Chairman, links) und Prof. Dr. Roland Frahm (Conference Co-Chair, rechts)

Das Forschungsprojekt: Elektronenmikroskopische Aufnahme einer Feldemissionsspitze aus Silizium. Der Spitzenradius beträgt weniger als 50 Nanometer. Fotos: Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik

Die international zusammengesetzte Jury der 24. Internationalen Vakuum Nanoelektronik Konferenz (IVNC) zeichnete ein junges Forscherteam der Hochschule Regensburg (HS.R) für ihren Tagungsbeitrag aus. Die IVNC fand von 18. bis 22 Juli 2011 in Wuppertal statt. Die IVNC wird vom „Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE)“ gefördert und findet jährlich abwechselnd in Europa, den USA und in Asien statt, so zum Beispiel im vergangenen Jahr in Palo Alto (Kalifornien) und 2009 in Japan. Mehr als 120 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 18 Ländern stellten die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Vakuum-Nanoelektronik vor. 

Florian Dams von der HS.R erhielt den „Young Scientist Award“ der IVNC für seinen Postervortrag über die Arbeiten zur Feldemission aus Silizium, die im Rahmen seiner kooperativen Promotion im Labor bei Prof. Dr. Rupert Schreiner von der Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik entstanden sind. Florian Dams nahm die Auszeichnung stellvertretend für die gesamte Arbeitsgruppe entgegen, die mit Christoph Langer und Christian Prommesberger zwei weitere Doktoranden umfasst.

Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Schreiner beschäftigt sich mit der Realisierung neuartiger optisch schnell schaltbarer Feldemissionselektronenquellen, die vielfältige Anwendungsmöglichkeiten in Sensorik, Medizin und Kommunikationstechnik ermöglichen, zum Beispiel für kompakte Röntgenquellen und Röntgendetektoren, in der Gassensorik oder im Satellitenfunk.

Grundlage dafür sind Spitzenarrays aus Silizium mit mehr als 100.000 Einzelspitzen, wobei der Spitzenradius jeder Einzelspitze weniger als 50 nm beträgt. Die Spitzenarrays sind an der HS.R realisiert und von der Arbeitsgruppe „Feldemission“ der Universität Wuppertal charakterisiert worden.  Dabei zeigte sich, dass die Spitzenarrays der HS.R eine bisher unerreichte gleichmäßige und homogene Emission aufweisen.

Florian Dams präsentiert die Ergebnisse dieser Forschungsarbeiten nochmal am 20. Dezember 2011 an der HS.R im Rahmen des Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterKolloquiums „Mikrosystemtechnik und Sensorik“. Die Veranstaltung findet um 17.30 Uhr im Laborgebäude Mikrosystemtechnik in der Seybothstrasse 2 statt (Raum: T001).

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