Junge Forscherinnen tüfteln an Energieeffizienz

09.11.2011
Von: Agnes Skutella, mbw Medienberatung der Wirtschaft GmbH

Das vierte Forscherinnen-Camp an der Hochschule Regensburg (HS.R) und bei Krones AG Neutraubling mit 15 Schülerinnen war auch 2011 wieder ein Erfolg.

Abschlussrunde mit allen: Die Teilnehmerinnen und Verantwortlichen des Forscherinnencamps 2011.

In Aktion: Die Schülerinnen sind in ihre Forschungsarbeit vertieft. Fotos: Skutella

Was macht ein Ingenieurstudium aus? Welche Zukunftsperspektiven hat eine Ingenieurin? Und überhaupt – was machen Ingenieurinnen den ganzen Tag? Mit solchen Fragen beschäftigten sich 15 Teilnehmerinnen des mittlerweile vierten „Forscherinnen-Camps“ an der Hochschule Regensburg (HS.R) und bei der Krones AG in Neutraubling von 30. Oktober bis 4. November 2011.

Bei diesem Projekt, das das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw) in Kooperation mit Unternehmen, Universitäten und Hochschulen veranstaltet, hatten die Gymnasiastinnen und Fachoberschülerinnen aus ganz Bayern fünf Tage Zeit, das Erwärmen und Trocknen von PET-Flakes energieeffizienter zu gestalten. Auch ein Besuch eines regionalen Getränkeherstellers stand auf dem Programm. Fachlich wurden sie von Professoren und Dozenten der Hochschule Regensburg sowie von einem Projektteam von Krones begleitet.

Ihre Lösungsansätze präsentierten sie am letzten Camp-Tag ihren Eltern und vielen Ehrengästen. Mit dabei war auch Hermann Brandl, Geschäftsführer der Geschäftsstelle Niederbayern-Oberpfalz der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm, die das Bildungsprojekt finanziell und ideell fördern: „Die Innovationsfähigkeit und die Zukunft unserer Unternehmen hängt stark von hochqualifizierten Ingenieuren und Ingenieurinnen ab. Daher müssen wir für technische Studiengänge verstärkt werben – nicht zuletzt wegen des demographischen Wandels vor allem auch bei jungen Frauen.“ Und das trägt Früchte.

Im Sommer hat das bbw zum ersten Mal eine Studie zu den „Forscherinnen-Camps“ vorgestellt. Darin wurden über 200 Camp-Teilnehmerinnen befragt. Das Ergebnis: Nach dem Campbesuch wollen rund 75 Prozent von ihnen ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium ergreifen. Ebenso viele gaben an, dass sie sich durch den Blick hinter die Kulissen am besten informieren konnten. Die Mehrheit ist überzeugt, sich auch in einer Männerdomäne durchsetzen zu können.

An den Forscherinnen-Camps, die 2007 gestartet sind, beteiligten sich in diesem Jahr acht Unternehmen aus ganz Bayern in enger Zusammenarbeit mit namhaften Hochschulen und Universitäten. Die Camps sind, bis auf die Kosten für An- und Abreise, für die Mädchen kostenlos – und sehr beliebt. Schülerinnen können sich ab Februar 2012 unter www.tezba.de für die Camps 2012 bewerben.

Über Technik – Zukunft in Bayern:
Die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm engagieren sich für die Nachwuchssicherung im technischen Bereich und treten als Hauptsponsoren für die Bildungsinitiative „Technik – Zukunft in Bayern?!“ ein. Mit zahlreichen Projekten soll bei Kindern und Jugendlichen, insbesondere bei Mädchen, schon früh Interesse für technische und naturwissenschaftliche Zusammenhänge geweckt werden. Träger der Initiative ist das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw). Das Bayerische Wirtschaftsministerium fördert zudem die Projekte für Mädchen und junge Frauen. Die Schirmherrschaft hat Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil übernommen.

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