„Besser leben" mit guten und auch mit schlechten Nachrichten

21.09.2012
Von: Ursula Rieger / Diana Feuerer

Rund 50 Zuhörer verfolgten den interessanten Vortrag des Leiters des BR-Studios Niederbayern / Oberpfalz, Gerhard Schiechel, im Zuge der Veranstaltungsreihe von Hospizverein e.V. und Hochschule Regensburg (HS.R).

Gerhard Schiechel, Leiter des BR-Studios Niederbayern/Oberpfalz warb in seinem Vortrag an der HS.R auch für den Sinn und Nutzen schlechter Nachrichten. Foto: Rieger

Sein Vortrag war mit dem Titel „Besser leben mit guten Nachrichten" überschrieben, Gerhard Schiechel rief aber auch zu mehr Gelassenheit gegenüber schlechten Nachrichten - gepaart mit kritischem Verstand - auf. Der Leiter des BR-Studios für Niederbayern / Oberpfalz erinnerte an die 30er und 40er Jahre, in der es in Deutschland vermeintlich nur gute Nachrichten gegeben habe. Es seien die schlechtesten Zeiten Deutschlands gewesen, so Schiechel.

Rund 50 Zuhörer sind am 20. September 2012 der Einladung des Hospizvereins e.V. und der HS.R gefolgt und erlebten einen interessanten vierten Vortrag der Reihe „Besser leben. Was ist es, das unser Leben lebenswert macht?" HS.R-Vizepräsidentin Prof. Dr. Klaudia Winkler begrüßte den Referenten eingangs der Veranstaltung an der HS.R, ebenso Dr. Heribert Stauder, Vorstandsmitglied des Hospizvereins.

Der Referent Schiechl gab anhand von Beispielen aktueller Medienereignissen Einblicke in die Aufgaben eines Journalisten. Neben guten Nachrichten seien schlechte seiner Meinung nach notwendig. „Das Positive mag leicht konsumierbar sein, bringt einen aber nicht unbedingt weiter", sagte Schiechel. Es sei wichtig, Chancen, die sich durch schlechte Nachrichten bieten, zu nutzen. Genauso wichtig sei es aber, nutzlose Nachrichten zu erkennen. Erst wenn es einem schlecht ergehe, wisse man wieder das Gute zu schätzen. Für Schiechel ein weiteres Argument für eine größere Akzeptanz gegenüber schlechten Nachrichten.  

Im Anschluss an den Vortrag stellten die Zuhörer dem Referenten viele Fragen. Es ging um die Verantwortung der Medien und der Journalisten, um Meinungsbildung und Sensationslust. Die Vorsitzende des Hospizvereins Petra Seitzer dankte dem Referenten für seinen spannenden Vortrag. Auch der Hospizverein habe mit schlechten Nachrichten zu tun und habe die Chance zum Handeln erkannt, sagte Seitzer. Sie teilte mit, dass der Spatenstich zum Johannes-Hospiz am 14. September 2012 erfolgt sei.

Der nächste und letzte Vortrag der Reihe „Besser leben" an der HS.R findet am Donnerstag, 8. November 2012, statt. Susanne Breit-Kessler, Oberkirchenrätin und Regionalbischöfin für München und Oberbayern spricht zum Thema „Besser leben. Hoffung haben."

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