Verwaltungsangestellte seit 1977

Mehr als 680 Mitarbeitende an der OTH Regensburg gehören zum sogenannten "wissenschaftsunterstützenden Personal". Ohne diese Beschäftigten aus Verwaltung und Technik würde an der Hochschule gar nichts laufen. Margit Traidl, die vor 44 Jahren frisch von der Mädchen-Realschule Niedermünster in die Studentenkanzlei im Verwaltungstrakt an der Prüfeninger Straße kam, ist eine von ihnen.

Jubiläumsgeschichte Margit Traidl
Foto: OTH Regensburg/Florian Hammerich

Vom Büroalltag mit Stempelkarte und Essensmarken sowie dem Briefe-Tippen auf der mechanischen Schreibmaschine, über das Vervielfältigen von Bauplänen an der nach Salmiak stinkenden Lichtpausmaschine bis hin zu zahlreichen Erinnerungen an betriebliche Feiern – es war eine andere Zeit, als Margit Traidl 1977, damals noch als Margit Schmidt, ihre Stelle als „Angestellte mit schwieriger Tätigkeit (Erstellen der Studentenkarten, Notenblätter u. Semesterlisten; Ausstellen von Studienausweisen und Semesterbescheinigungen usw.)“ antrat – so lautete die Formulierung aus ihrem ersten Arbeitsvertrag.

Einige der schönsten Momente ihrer ersten Arbeitsperiode (1977-88) an der damaligen FH Regensburg hat Margit Traidl in einem Fotoalbum verewigt: Bilder von der über lange Zeit größten Veranstaltung im Jahr, der OBAG-Preisverleihung, sind dort ebenso zu finden, wie solche von den legendären Faschingsbällen in der Cafeteria. „Es gab jedes Jahr ein richtiges Faschingskomitee, das Sketche, Tänze, Deko und Kostüme organisierte.“ Letztere wurden selbst genäht, und natürlich durfte beim Ball selbst die Professorenband (besetzt mit einem Gitarristen, einem Geigen- und einem Schifferklavierspieler) nicht fehlen.

Gerne denkt Margit Traidl, die 1980 aus der Studentenkanzlei als Sekretärin ins Vorzimmer des Präsidenten Rudolf Vogt wechselte, an Betriebsausflüge zurück, bei denen dieser bereits im Bus die erste Partie Schafkopf mit den Werkmeistern eröffnete. „Es war eine sehr schöne Zeit, in der viel und gerne gefeiert wurde.“ 1988 stand für Margit Traidl zunächst ein Abschied von der FH Regensburg an: Sie folgte ihrem Mann auf dessen beruflichen Stationen nach Aachen, Cochem an der Mosel sowie nach Veitshöchheim.

Im Jahr 2000 kamen die Traidls, inzwischen mit einer Tochter, wieder zurück nach Regensburg. Margit Traidl versuchte dort anzuknüpfen, wo sie vor zwölf Jahren aufgehört hatte, und bewarb sich erneut an der FH Regensburg. Tatsächlich bekam sie eine Stelle in der Personalabteilung, von wo aus sie dann in die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit wechselte. Dort, wo sie heute ihr Büro hat, hat sie vor mehr als 40 Jahren in der Mittagspause Tischtennis gespielt. Beruflich steht Margit Traidl noch ein Umzug bevor: Das neue Verwaltungsgebäude der OTH Regensburg an der Seybothstraße ist bald bezugsfertig. Dann ist Prüfening auch für sie Vergangenheit; die Erinnerungen aber bleiben.