Nachrichten

Studentischer Besuch in Frankfurt

27.06.2018
Von: Prof. Gabriele Scheffler

Zwei Studierende des Bachelorstudiengangs Soziale Arbeit sind auf eigene Faust am 15. Mai 2018 nach Frankfurt am Main gefahren, um dort Einrichtungen und Angebote des Drogenhilfesystems kennenzulernen.

Um Angebote des Drogenhilfssystems persönlich kennenzulernen, fuhren zwei Studentinnen des Studiengangs Soziale Arbeit an der OTH Regensburg nach Frankfurt am Main.

Um Angebote des Drogenhilfssystems persönlich kennenzulernen, fuhren zwei Studentinnen des Studiengangs Soziale Arbeit an der OTH Regensburg nach Frankfurt am Main.

Sauberes Spritzbesteck, wie es in Frankfurt am Main in eigens eingerichteten "Konsumräumen" für Heroinabhängige ausgegeben wird.

Sauberes Spritzbesteck, wie es in Frankfurt am Main in eigens eingerichteten "Konsumräumen" für Heroinabhängige ausgegeben wird. Fotos: Kathrin Kidd und Cosima Löfflmann

Kathrin Kidd und Cosima Löfflmann aus dem Studiengang Soziale Arbeit an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) besuchen im Sommersemester 2018 eine Lehrveranstaltung zum Thema „Stigmatisierte Gruppe“ bei Prof. Gabriele Scheffler. Im Zuge dieser Veranstaltung wurde ihr Interesse an den Hilfsmöglichkeiten für Heroinabhängige geweckt. Und so setzten sich die beiden Studierenden in den Zug nach Frankfurt am Main, um sich selbst ein Bild von der Situation zu machen. Hier konnten sie insgesamt drei Konsumräume besichtigen und mit den jeweiligen Leitern der Einrichtungen sprechen. 

Beschützter Konsum unter Aufsicht

Konsumräume stellen ein Angebot der Schadensminimierung dar. Hier können Betroffene ihr Heroin unter Aufsicht konsumieren. Da Straßenheroin verunreinigt ist und die Dosis oft nicht einschätzbar, kommt es immer wieder zu Überdosierungen, die tödlich verlaufen können. Durch die gemeinsame Benutzung von Spritzen können zudem Krankheiten wie Hepatitis C übertragen werden. 

Deshalb bieten sogenannte Konsumräume die Möglichkeit für einen beschützten Konsum. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geben Spritzbesteck aus und können im Notfall bei einer Überdosierung schnell eingreifen. In Frankfurt ist es damit gelungen, die Drogentodeszahlen drastisch zu senken.

Die beiden Studentinnen aus Regensburg waren beeindruckt von diesem Hilfsangebot und konnten ihren Kommilitoninnen und Kommilitonen aus erster Hand berichten. Die Reise der beiden war möglich durch die freundliche Unterstützung des Vereins der Freunde der OTH Regensburg, der die Reisekosten bezuschusst hat.

Zurück