Staunende Kinderaugen an der Hochschule Regensburg

14.11.2008
Von: Andrea März Bäuml

Die von der Hochschule Regensburg durchgeführte Kinderbetreuungsaktion während den Herbstferien 2008 fand wieder großen Anklang. 23 Kinder von Studierenden, MitarbeiterInnen und ProfessorInnen spielten drei Tage lang in Räumen, in denen ihre Eltern normalerweise lernen und arbeiten.

Am Montag ging es schwungvoll los: Mit Trommeln, bunten Bändern und Tanz begrüßten die Studierenden des Studiengangs Musik- und bewegungsorientierte Sozialpädagogik die Kinder im Alter von 3 bis 12 Jahren. Natürlich war Mitmachen angesagt. Frau Prof. Kühnel verstand es sehr gut, die großen und kleinen Bewegungskünstler mit einer spannenden Herbstgeschichte zum Singen, Klatschen und Tanzen zu begeistern.

Nachmittags fühlten sich die Kinder wie in der Zauberwerkstatt, wurden doch in der Fakultät Mikrosystemtechnik im Chemiesaal grüne Flüssigkeiten plötzlich blau und Gummibärchen in kleine Feuerbälle verwandelt. Flüssigstickstoff ließ Luftballons zu eiskalten Objekten erfrieren und auf dem Boden zerspringen.

Am Dienstag ging es lustig weiter mit Kinderschminken, Basteln und dem Blick in große Töpfe, die es in der Mensa-Küche zu bestaunen galt. Der Koch erklärte, dass er mit seinen vielen Mitarbeitern täglich 6000 Essen kocht, damit hungrige Studierende und Mitarbeiter wieder lernen und arbeiten können. Nachmittags durften die Kinder ein Labor in der Fakultät Maschinenbau besuchen. Dort hielt Herr Prof. Dr. Wörner den lebendigen, anschaulichen Kindervortrag „Was hält Autos zusammen?“.

Am Mittwoch kamen alle tüchtig ins Schwitzen, da Frau Ludwig Turnspiele anbot. Ablenkung war aber wichtig, da die Kinder schon aufgeregt waren und sich nachmittags sehr auf die Feuerwehr freuten. Eine riesige Aktion, die Herr Schmidbauer aus der Fakultät Bauingenieurwesen ermöglichte: Drei Feuerwehrautos fuhren vor und eine 30-Meter-lange Leiter wurde ausgefahren, auf der die Kinder die Hochschule von oben bewundern konnten. Ein Raum wurde komplett verraucht und alle erfuhren, welches Verhalten im Brand- und Rauchfall angebracht ist. Kinder, die Schutzmasken tragen durften, fühlten sich wie in „Starwars“ – ein unvergessliches Erlebnis! Um die Gemüter abzukühlen, durfte jedes Kind mit dem großen Löschschlauch spritzen.
Mittags gab es viel zu sehen und zu essen in der Mensa. Die Kleinen waren verblüfft über die vielen Studierenden und freuten sich, wenn sie in der Menge ihre Eltern erkannten.

Die nächsten Kinderbetreuungstage finden voraussichtlich in den Osterferien statt. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Zurück