priME-Cup-Finale der besten bayerischen Hochschulteams an der FH Regensburg

07.08.2007
Von: Peter Patzelt, FH Landshut

Zwei Teams der Fachhochschule Landshut bayernweit beste Unternehmensstrategen

Im sog. Champions-Cup, mussten die besten 12 Teams der ersten zwei Stufen des Wettbewerbs unter realistischen Bedingungen per Management-Simulation das fiktive Unternehmen „Leonhardt & Schätzle Sportgeräte GmbH" führen. Die beiden Teams der Hochschule Landshut, bestehend ausnahmslos aus Wirtschaftsingenieurstudenten im 4. Semester, setzten sich auch in der dritten Stufe des PriME-Cups durch; als Sieger des Bayern-Finales werden sie nun am 17./18. Oktober bei der erstmalig ausgetragenen bundesweiten Endrunde die bayerischen Hochschulen in Berlin vertreten.

Die Unternehmens-Simulation soll Studenten auf spielerische Weise mit den Themen Existenzgründung und Unternehmensführung vertraut machen. „Die Schwierigkeit der Managementsimulation steigt von Stufe zu Stufe, die Komplexität der Aufgabenstellung nimmt zu" erklärt Prof. Dr. Fritz Pörnbacher, Projektleiter an der Hochschule Landshut. Umso beeindruckender sei die Leistung der Landshuter Teams beim Champions-Cup, dem bayernweiten Höhepunkt des priME Cup. „Voraussetzung für den Erfolg war die Teamarbeit, die besonderen Stärken der einzelnen Studenten kamen bei den Siegerteams voll zur Geltung" fasst Prof. Dr. Pörnbacher zusammen.

In der ersten Runde des priME Cup, dem Campus-Cup auf Hochschulebene mussten die Teilnehmer in einem fiktiven Unternehmen Surfbretter bauen und verkaufen. Ein Business-Plan musste erstellt und Bilanzen analysiert werden, um sich erfolgreich gegen die Konkurrenz durchsetzen zu können. Die Sieger-Teams qualifizierten sich für den „Master-Cup", in dem gegen die Gewinner der anderen regionalen Hochschulen angetreten werden musste. Hier lautete die Aufgabe, ein Unternehmen zu übernehmen, das Fernseher produziert. Entscheidungen über die richtigen Lieferanten mussten getroffen und die Zahlungsabwicklung in mehreren Währungen berücksichtigt werden. Auch hier hatten sich die die Landshuter Studenten/innen durchgesetzt.

Beim Champions-Cup traten schließlich Teams der Hochschulen Augsburg, Deggendorf, Hof, Ingolstadt, Kempten, München, Regensburg, Rosenheim und Landshut sowie der Uni Passau gegeneinander an. Wegen der großen Zahl der Teams wurden sie auf zwei Märkte verteilt, in denen sie jeweils die Fitness-Geräte der „Leonhardt & Schätzle Sportgeräte GmbH" verkaufen sollten. Mit viel Selbstbewusstsein gingen die Landshuter Teams in das bayerische Finale: "Die Chancen stehen gut, dass der Pokal nach Landshut geht", stellte Elisabeth Mühlthaler das zweite Landshuter Team vor. Und sie sollte Recht behalten.

Neben den erweiterten Spielparametern, die die Komplexität wieder erweiterte, war auch die Atmosphäre in der Alten Bibliothek der Hochschule Regensburg beim bayernweiten Finale angespannt. Neben dem Spaß beim Spiel wurde bei den 68 Teilnehmern die Konkurrenz unter den Teams während der Spielrunden mehr und mehr spürbar. Zentrales Thema war die Kosten- und Absatzplanung für die Fitness-Geräte. Und es ging hoch her, beziehungsweise sehr niedrig, denn in beiden Märkten tobte ein heftiger Preiskampf, die Teams versuchten sich mit Dumping-Preisen zu unterbieten. Eine Strategie, die manch ein Team in die Insolvenz trieb. "Diesmal war es richtig anstrengend, die beiden Tage voller Zeitdruck und mit den wirklich harten Bedingungen durchzustehen. Ein Fehler in der Kalkulation und alles wäre vorbei gewesen" erzählt Stefan Seifert, der in seinem Team für die Berechnung der Zahlen in Excel verantwortlich war.

Neben den Umsatzzahlen wurden vor allem die Abschlusspräsentationen mit Spannung erwartet. Die Präsentationsleistung ging mit 25 Prozent in die Abschlussbewertung der Teams ein und konnte auf den Siegerplatz durchaus noch Einfluss nehmen. Prof. Dr. Josef Duttle (FH Regensburg), Projektleiter des priME-Cup Bayern, hatte erneut hochrangige Vertreter namhafter Firmen für die Jury gewonnen: Unter anderem standen Vertreter von Siemens VDO AG, E.ON Bayern AG, BMW AG Regensburg, Post AG, Infineon Technologies AG, Osram Opto Semiconductors GmbH sowie der IHK Regensburg. Die beiden Landshuter Teams lagen bereits mit ihren Geschäftszahlen in Führung, überzeugten die Jury aber auch bei dieser Präsentation und konnten so in den beiden Märkten den Sieg erringen.

Bei der feierlichen Verleihung des Pokals an der Hochschule betonte FH-Präsident Prof. Dr. Erwin Blum, dass das hervorragende Ergebnis neben den Fähigkeiten der Teilnehmer die hohe Qualität der Lehre an der FH Landshut wieder einmal unter Beweis stelle. Für Prof. Dr. Pörnbacher zeigt das gute Abschneiden auch, dass die Kombination aus technischen und betriebswirtschaftlichen Kenntnissen im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen eine hervorragende Basis für den Berufseinstieg auch im Managementbereich bildet. Er traut seinen Teams auch beim Bundesentscheid in Berlin am 17./18 Oktober einiges zu. 

Prof. Dr. Duttle denkt bereits über einen europaweiten Wettbewerb nach. Dies rückt auch durch den neuen priME-Cup Partner „exist", Programm zur Existenzförderung des Bundesmininsteriums für Wirtschaft und Technologie, in den Bereich des Möglichen. In der neuen Kooperation findet heuer zum ersten Mal der bundesweite Entscheid in Berlin statt, in dem die beiden Landshuter Teams wieder ihr Bestes geben werden.

 

 

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