Gründererfolge in Kenia

24.10.2018
Von: Brigitte Kauer

Sauberes Trinkwasser, neue Perspektiven und Einkommensmöglichkeiten für die Menschen vor Ort: Bei ihrem vierwöchigen Aufenthalt in Kenia kamen vier Studierende von Hydro Solution e. V. ihren Zielen ein großes Stück näher.

Das Streichen der Filter ist eine der Aufgaben im Produktionsprozess.

Das Streichen der Filter ist eine der Aufgaben im Produktionsprozess.

Mitglieder von Hydro Solution e. V. bei ihrem Aufenthalt in Kenia im Sommer 2018 mit den Angestellten vor Ort.

Mitglieder von Hydro Solution e. V. bei ihrem Aufenthalt in Kenia im Sommer 2018 mit den Angestellten vor Ort.

Ein weiterer Großfilter konnte fertiggestellt werden.

Ein weiterer Großfilter konnte fertiggestellt werden.

Einheimische Kids vor den Filtern in unterschiedlichen Fertigungsphasen.

Einheimische Kids vor den Filtern in unterschiedlichen Fertigungsphasen. Fotos: Hydro Solution e. V.

Vier Wochen Arbeit in Kenia – der Sommer war für Nina Auer, Julia Leitl, Maximilian Dötterl und Michael Höpfl von Hydro Solution e. V. einfach zu kurz. Dennoch haben die vier Studierenden der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) während ihres Aufenthalts in Afrika eine große To-do-Liste abgearbeitet.

„Die Hauptaufgabe war das Implementieren eines Controlling- und Planungstools sowie intensive Schulungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort zur Qualitätssicherung“, erzählt Nina Auer, Erster Vorstand von Hydro Solution e. V. Gemeinsam mit den Unterstützerinnen und Unterstützern vor Ort wurden Meilensteine definiert und Arbeitsverträge ausgearbeitet. „Wir haben nun insgesamt fünf Arbeiter eingestellt sowie eine Werkstudentin“, sagt Nina Auer.

Hilfe zur Selbsthilfe

Ziel sei es, dass die Einheimischen pro Monat 14 Filter und alle drei Monate einen Großfilter produzieren, ausliefern und installieren. Ende September 2018 endete der erste Monat dieser Übereinkunft und es wurden erstmals Löhne an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort ausgezahlt. Damit wird Hydro Solution e. V. seinen Zielen gerecht: Neben der Verbesserung der Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser werden auch den Menschen vor Ort neue Perspektiven und Einkommensmöglichkeiten eröffnet. 

Parallel wurden verschiedene Arbeiten an den Anlagen durchgeführt: Auf die Produktionsstraße wurde ein Dach als Schutz vor Wind- und Witterungsbedingungen gesetzt, an einer Schule mit insgesamt 600 Kindern wurde ein zweiter Großfilter installiert. Auch mit der Außenhandelskammer in Nairobi fand ein Gespräch zwecks der Gründung einer NGO (Non-Governmental Organization) in Kenia auf dem Programm. 

Bachelorarbeiten zum Thema

Maximilian Dötterl, Zweiter Vorstand und Leiter Technik, führt an, dass derzeit vier Bachelorarbeiten an der OTH Regensburg erstellt werden und zwei weitere geplant sind. Diese Arbeiten beschäftigen sich mit verschiedenen Aspekten der Filter, so zum Beispiel mit der Volumenminimierung der Filter oder mit dem Bau eines Bioreaktors zu Testzwecken. Betreut werden diese Arbeiten von Prof. Dr. Mathias Müller (Fakultät Bauingenieurwesen) und Prof. Dr. Gerhard Goldmann (Fakultät Maschinenbau). 

Weitere Schritte stehen an: Im Februar 2019 startet eine neue Partnerschaft mit der Stiftung „RAVI“ in Burkina Faso. Der nächste Aufenthalt in Kenia ist für März 2019 geplant. 

Hydro Solution e. V.

Die Generalversammlung der United Nations erklärte 2010 sauberes Wasser zu einem Menschenrecht und machte dieses 2015 zum sechsten UN-Goal. 20 aktive und engagierte Studierende aus Regensburg möchten innerhalb des gemeinnützigen Vereins „Hydro Solution e. V.“ einen Beitrag leisten, damit dieses Ziel erreicht werden kann. Dafür werden Biosandfilter gebaut, die in Kenia zum Einsatz kommen. Hinter Hydro Solution e. V. steht ein interdisziplinäres Team aus Studierenden verschiedenster Fachrichtungen. Die gemeinsame Mission verbindet alle Teammitglieder. Zudem bringt jeder seine individuellen Stärken und Ressourcen dort ein, wo sie gebraucht werden.

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