Forscherinnencamp 2008

17.11.2008
Von: Armin Gardeia

Eine Kooperation des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V., der Krones AG und der Hochschule Regensburg

In der Woche vom 02.11. bis 07.11.2008 fand in Kooperation des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e.V., der Firma Krones AG aus Neutraubling und der Hochschule Regensburg ein Forscherinnencamp statt. Die Camps sind ein Angebot für Mädchen ab 15 Jahre, die entweder das Gymnasium oder eine Fachoberschule in Bayern besuchen mit dem Ziel, Einblicke in die Studienbedingungen, Arbeitsbereiche und Aufgaben von Ingenieurinnen und Ingenieuren zu gewinnen und den Campus der HS Regensburg mit verschiedenen Laboren und Einrichtungen kennen zu lernen. Ein Betreuer/innenteam des Bildungswerks und eine Studentin der Hochschule Regensburg begleiteten die Mädchen bei allen Aktivitäten.

Beim Forscherinnencamp geht es um eine aktive Auseinandersetzung mit der Thematik Technik. So wurde bereits im Vorfeld von einem Team der beteiligten Organisationen eine Forscherfrage entwickelt, die einen realen Bezug zu den Aktivitäten der beteiligten Firma wie auch der Hochschule aufweist. So stand die Woche unter dem Thema: „Suche nach alternativen Erwärmungsmethoden von Kunststoffvorformlingen“, die Ausgangsmaterie für PET-Flaschen.

Gemeinsam im Team verbrachten die Mädchen so einige Tage bei der Firma Krones AG, wie auch am Campus der HS Regensburg. Ein vielfältiges und abwechslungsreiches Abendprogramm – vom gemeinsamen Essen in der Altstadt bis hin zu einem Besuch der Sternwarte – erleichterte die oft sehr anstrengenden Forschertätigkeiten.

Gestartet wurde die spannende Woche mit der Bekanntgabe der Forschungsfrage bei der Firma Krones AG. 12 Mädchen suchten im Anschluss daran – ganz in der Manier der „großen Forscher/innen“ – thematisch und methodisch nach Ideen und Lösungsmöglichkeiten auf der Suche nach alternativen Erwärmungsformen.

Ein ganzer Tag stand an der Hochschule Regensburg auf dem Programm. Dort stellte den Schülerinnen das Team von „girls4tech“ die technisch-naturwissenschaftlichen Studiengänge der HS Regensburg vor. Im Anschluss lernten die Mädchen bei einer Campusführung die moderne Bibliothek und verschiedene Einrichtungen kennen, bevor sie sich weiter auf die Suche nach Lösungsmöglichkeiten machten. Im Labor der Fakultät Elektro- und Informationstechnik erfuhren sie einiges über die Forschung an der HS und die Funktion und Anwendung von Mikrowellen.

Verschiedene Laborversuche, Interviews mit Ingenieurinnen und eine praxisnahe Begleitung erfuhren so die beteiligten Mädchen, die sich aus ganz Bayern für diese Woche angemeldet hatten. Zum Abschluss der Woche präsentierten die Mädchen, die nun fast schon zur Firma bzw. Hochschule gehörten, ihre Ergebnisse im großen und feierlichen Rahmen bei der Krones AG. Viele geladene Gäste der beteiligten Organisationen, sowie die Eltern erfuhren, wie wichtig es ist, frühzeitig sich einen Einblick über das Berufsfeld Technik und das Studium an einer Hochschule zu verschaffen.

An der Hochschule Regensburg gibt es weitere attraktive Angebote speziell für Mädchen und junge Frauen zum Thema Technik. So findet jährlich am letzten Donnerstag im April der Girls’ Day statt, an dem sehr viele Labore für die Teilnehmerinnen geöffnet sind. Unterschiedliche Veranstaltungen informieren zum Technikstudium. Ein weiteres Angebot ist „girls4tech“. Hier informieren Studentinnen der technischen Fachrichtungen über die Studiengänge und Studienbedingungen an der HS Regensburg an Gymnasien, Fachoberschulen und Berufsoberschulen. Am Beispiel einer Kaffeemaschine werden hier alle technischen Studienmöglichkeiten dargestellt. Denn man möchte es fast nicht glauben: Alle technischen Studiengänge sind an der Entwicklung und Fertigung einer modernen Kaffeemaschine beteiligt.

Darüber hinaus bietet die HS Regensburg ein Mentoringprogramm für Studentinnen der technischen Studiengänge. Beim Mentoring berät und begleitet eine erfahrene Studentin eine „Neue“ um schneller in das Studium zu kommen. Aber nicht nur alles zum Studium wird hier thematisiert. Viel mehr stehen auch gemeinsame Kinobesuche, Stadtführungen etc. auf dem Programm. Ein zusätzlicher Workshop zum Thema Präsentation wird ebenfalls angeboten und bereitet so auf die vielen Referate und Projektpräsentationen im Studium vor.

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