Elektro-Go-Kart – eine rasante Projektarbeit

31.07.2019
Von: Andreas Ferstl, Kevin Gräf, Verena Hämmerle

Zwei Absolventen der Fakultät Elektro- und Informationstechnik verwirklichten im Rahmen ihrer studentischen Projektarbeit ein elektrisch betriebenes Go-Kart. Die Praxisnähe empfanden beide als eine große Bereicherung.

Die Studierenden Kevin Gräf und Andreas Ferstl von der Fakultät Elektro- und Informationstechnik der OTH Regensburg mit ihrem fertigen E-Kart.

Die Studierenden Kevin Gräf und Andreas Ferstl von der Fakultät Elektro- und Informationstechnik der OTH Regensburg mit ihrem fertigen E-Kart. Foto: Nina Ferstl

Die Elektromobilität gewinnt zunehmend an Bedeutung. Fahrzeuge ohne Verbrennungsmotor bieten einige Vorteile, etwa die fehlende Lärm- und Abgasbelastung. E-Bikes und Elektroautos gehören mittlerweile zum alltäglichen Straßenbild. 

Ihr Interesse für Elektromobilität zusammen mit der Möglichkeit, das in der Vorlesung Gelernte praktisch anzuwenden, motivierte die beiden Studierenden der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) Andreas Ferstl und Kevin Gräf zu ihrer gemeinsamen Projektarbeit. Die beiden Studenten des Masterstudiengangs Elektromobilität und Energienetze an der Fakultät Elektro- und Informationstechnik setzten sich das ehrgeizige Ziel, ein Elektro-Go-Kart zu entwickeln und zu realisieren. Unter der Leitung von Prof. Anton Haumer und Labormeister Walter Stelzl konnten Andreas Ferstl und Kevin Gräf ihr Projekt erfolgreich umsetzen.

Einsetzbar bei Erprobung neuer Technologien

Ein Go-Kart-Chassis für studentische Projekte war an der OTH Regensburg bereits vorhanden. Ab dem Sommersemester 2018 wurde es im Rahmen der Projektarbeit erstmals genutzt. Bei der Realisierung des Elektro-Go-Karts stand nicht nur die Funktionsfähigkeit des Fahrzeugs im Fokus, sondern auch der Gedanke, das Kart in zukünftigen Projekten bei der Erprobung neuer Technologien, wie zum Beispiel Torque-Vectoring (Drehmomentverteilung als zusätzliche Lenkungstechnologie), einsetzbar zu machen.

Das Renn-Kart verfügt über beachtliche Leistungsdaten: Die beiden BLDC-Radnabenmotoren mit einer Leistung von 5,62 Kilowatt (7,64 PS) ermöglichen eine Höchstgeschwindigkeit von rund 70 Kilometer pro Stunde (km/h). Die Akku-Kapazität beträgt 1,92 Kilowattstunden (kWh), sodass sich mit einer Akkuladung eine Reichweite von rund 36 Kilometer ergibt.

Alle Interessierten können das Fahrzeug im Labor Elektrische Maschinen (S 173) am Standort Seybothstraße der OTH Regensburg besichtigen und sich dort auch über zukünftige Weiterentwicklungen am Go-Kart informieren. Als mögliche Themen für zukünftige Projekte am Elektro-Go-Kart bieten sich Control Unit, Rekuperation und Torque Vectoring an.

Praxisnahe Projekte bereichern das Studium

Andreas Ferstl und Kevin Gräf, die ihr Masterstudium mittlerweile abgeschlossen haben, empfanden die Arbeit an ihrem praxisnahen Projekt als sehr bereichernd. So konnten sie einen umfassenden Eindruck von dem breiten Tätigkeitsspektrum gewinnen, das mit der Realisierung und Inbetriebnahme eines Elektro-Go-Karts verbunden ist. Neben dem Einsatz und der Vertiefung ihrer technischen Kenntnisse aus dem Studium profitierten die beiden auch von Erfahrungen in der eigenständigen Projektplanung und erfolgreichen Teamarbeit. 

Die Mühe hat sich gelohnt: Neben dem Spaß an ihrem Projekt wurden die beiden Absolventen für ihr Projekt mit einem „Ferchau Förderpreis“ für hervorragende Abschlussarbeiten ausgezeichnet.

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