„Ein Beitrag zu mehr sozialer Gerechtigkeit“

25.11.2008
Von: Babl, Cornelia

Förderpreis der Barmherzigen Brüder für fünf Absolventinnen der HS.R

 

 

Ihre Diplomarbeiten sind bereits mit „sehr gut“ bewertet worden, jetzt gab es für fünf Absolventinnen der Hochschule Regensburg (HS.R) noch das Sahnehäubchen oben drauf: Die fünf jungen Sozialpädagoginnen können sich über den Förderpreis der Bayerischen Ordensprovinz der Barmherzigen Brüder freuen. Bei einem Festakt an der Hochschule bekamen sie für ihre Leistungen viel Lob. „Unsere Studierenden machen durch die Auszeichnung die Erfahrung, dass die Ergebnisse ihrer Arbeit auf Interesse stoßen und nicht irgendwo in Schränken verstauben“, sagte Prof. Dr. Klaudia Winkler.

Der Förderpreis wurde bereits zum vierten Mal vergeben. Er ist für ausgezeichnete Diplomarbeiten der Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften der HS.R gedacht. Der erste Preis ging an Katrin Dietrich, die untersucht hatte, wo Chancen und Probleme liegen, wenn Mitarbeiter von Werkstätten für behinderte Menschen in den „normalen“ Arbeitsmarkt wechseln. Dabei hatte sie besonders die Perspektive der Betroffenen berücksichtigt und richtete beim Festakt einen Appell an die Politiker, bei politischen Entscheidungen zu diesem Thema auch vorliegende Studien zu berücksichtigen. Je ein zweiter Preis ging an Christine Keil und Monika Schwarz. Über einen dritten Preis freuen sich Kathrin Heinz und Nina Mader.

Der Orden der Barmherzigen Brüder betreibt mehrere große Kliniken und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sowie Einrichtungen der Jugendhilfe, Altenbetreuung und Hospizarbeit. „Was unsere beiden Einrichtungen verbindet, ist das Ziel, einem modernen Verständnis sozialer Arbeit im Gesundheits- und Sozialwesen Rechnung zu tragen“, sagte HS.R-Präsident Prof. Josef Eckstein. Auch die Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften der Hochschule übernehme große gesellschaftliche Verantwortung, indem sie die Studieninhalte laufend an die sich wandelnden Erfordernisse anpasse. „Mit der Ausbildung der Studierenden leistet sie einen wesentlichen Beitrag zu mehr Lebensqualität und sozialer Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft“, sagte Eckstein.

Frater Eduard Bauer von den Barmherzigen Brüdern dankte den Preisträgerinnen für ihr Engagement in der sozialen Arbeit, mit der sich für die Beschäftigten finanziell leider keine Erfolge erzielen ließen. Ihre Tätigkeit sei aber äußerst wichtig, um dafür zu sorgen, dass in der Gesellschaft niemand auf der Strecke bleibe, wie dies zum Beispiel bei behinderten Menschen oft der Fall sei. „Kein Mensch darf durch das Netz fallen“, forderte Bauer und gab den Preisträgerinnen einen Rat mit auf den Weg: „Ein Sozialpädagoge, der nicht auch Träume hat, wird nicht mehr sein als ein langweiliger Erziehungswissenschaftler.“

 

Bildunterschrift:mit den Preisträgerinnen (von links)  Christine Keil, Kathrin Heinz, Nina Mader, Katrin Dietrich (hinten) und Monika Schwarz freuen sich Prof. Dr. Johann Weigert (links), Hochschulpräsident Prof. Dr. Josef Eckstein (2. von links), Frater Eduard Bauer (2. von rechts) und Dekanin Prof. Dr. Klaudia Winkler (rechts)

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