Architekturstudenten der Hochschule Regensburg belegen 1. und 2. Platz bei internationalem Wettbewerb

14.06.2007
Von: Prof. Anne Beer

Entwürfe für Plaza Pontevedra in A Coruna überzeugten die Jury bei der Präsentation in Clermont-Ferrand

Seit 1994 findet alljährlich der internationale Studentenwettbewerb "IACOBUS" statt, der folgende europäische Architekturhochschulen im Wettbewerb zusammenführt:
Escola Técnica Superior de Arquitectura Univeridade de A Coruna / Spanien, École Nationale Supérieure d'Architecture de Clermont-Ferrand / Frankreich und für die Oberpfalz die Fakultät Architektur der Hochschule Regensburg.

In jährlichem Turnus wechseln sich diese drei Hochschulen seit Beginn ihrer Kooperation in Aufgabenstellung und abschliessender Projektjury ab.
Auslober der Wettbewerbsaufgabe war diesmal die galizische Hafenstadt A Coruna. Der Entwurf umfasste die Neuordnung der historischen Plaza Pontevedra, in städtebaulicher Schlüsselstellung zwischen Altstadt und offenem Meer, sowie die Erweiterung einer denkmalgeschützten Grundschule mit Anordnung einer neuen Quartiersbibliothek.

Die Studenten aus Frankreich und der Oberpfalz reisten mit ihren Professoren Anfang März nach A Coruna und erarbeiteten in einem Workshop mit den Spaniern die städtebauliche Analyse der Situation. Anschliessend kehrten die Gruppen an ihre Heimatschulen zurück und entwickelten im Entwurfsunterricht die individuellen Vorschläge.
In Regensburg erarbeiteten in diesem Rahmen in der Entwurfsklasse von Prof. Anne Beer in den folgenden 2 Monaten 14 Studenten in Plan und Modell ihre Projektbeiträge.

Der Wettbewerbskonvention folgend, schickten Anfang Juni die beteiligten Schulen ihre jeweils 6 besten Projekte für Präsentation und Jurierung nach Clermont-Ferrand: Insgesamt 18 Studentenprojekte stellten sich dort der 10-köpfigen  Fachjury, bestehend aus je 2 Professoren der beteiligten Fakultäten, sowie Prof. Daniele Vitale vom Politecnico di Milano und 3 weiteren Vertretern der gastgebenden Nation, Frankreich.

Vor diesem Hintergrund war es für die Regensburger Delegation eine kleine Sensation, sich dieses Jahr mit gleich 2 Beiträgen an der Spitze platzieren zu können: Andreas Weiderer, der die Entwurfsaufgabe in Einzelarbeit bewältigt hatte, erreichte mit deutlichem Stimmenabstand und allgemeinem Grundkonsens in der Jury, den ersten Platz. Das Team von Eva-Maria Müller und Hubert Wagner konnte sich, mit ebenfalls deutlicher Mehrheit, für Rang 2 qualifizieren.

So kam diesmal zu den grundsätzlich positiven Aspekten des Programms, dem interkulturellen Austausch und der notwendigen Aneignung fachlicher Fremdsprachenkompetenz, die motivierende Erkenntnis, sich als Regensburger Architekturfakultät im europäischen Wettbewerb durchaus behaupten, ggf. auch durchsetzen zu können.

Die Iacobus-Partner hoffen nun auf positive Signale der EU: Über einen derzeit laufenden Antrag ist man bemüht, die Kooperation für die nächsten Jahre nicht nur finanziell zu sichern, sondern ggf. über weitere Hochschulpartnerschaften zu stärken: Entsprechende Vorgespräche, etwa mit dem Politecnico die Milano, wurden bereits geführt.

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