Eine Promotion, die beruflich Türen öffnet

17.04.2018
Von: Katja Meier

Vom Masterstudium über die Promotion bis zum Traumjob in der Industrie: Mit einem Bericht über ihren fachlichen Werdegang und den erfolgreichen Berufseinstieg war Alumna Dr. Lena Ebner zu Gast beim Promotionsstammtisch im April 2018.

Promotionsstammtisch im April 2018 mit Referentin Dr. Lena Ebner (im Bild ganz rechts). Foto: OTH Regensburg

Promotionsstammtisch im April 2018 mit Referentin Dr. Lena Ebner (im Bild ganz rechts). Foto: OTH Regensburg

Von ihrem fachlichen Werdegang ebenso wie von ihrem erfolgreichen Berufseinstieg in der Industrie erzählte Alumna Dr. Lena Ebner den interessierten Promovierenden der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) beim Promotionsstammtisch am 10. April 2018. 

Mit dem Doktortitel in die Industrie

Im Jahr 2012 schloss Dr. Lena Ebner an der OTH Regensburg ihr Masterstudium Maschinenbau erfolgreich ab. Es folgte eine Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Labor Wärmetechnik an der OTH Regensburg und schließlich 2016 die erfolgreiche Promotion in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum und Fraunhofer UMSICHT, Institutsteil Sulzbach-Rosenberg. In ihrer Arbeit zum Thema „Kugelschüttungen als Filter und Wärmespeicher – Numerische Simulationen und experimentelle Untersuchungen“ untersuchte Dr. Ebner eine spezielle Technologie zur Wärmerückgewinnung, bestehend aus einer Schüttung anorganischen Materials, hinsichtlich des Strömungs-, Wärmeübergangs- und Entstaubungsverhaltens.

Nach Abschluss ihrer Doktorarbeit zog es die frisch promovierte Absolventin eigentlich in den Raum München. Dort erhielt sie innerhalb kurzer Zeit auch mehrere interessante Stellenangebote im Bereich der Simulation. Mit dem Wunsch, sich eher in Richtung Strategie und Management zu orientieren, bewarb sich Dr. Lena Ebner dann aber auf eine Stelle in diesem Bereich bei der Continental Automotive GmbH. Die Stelle bekam sie zwar nicht, dafür jedoch drei Alternativangebote und so konnte Dr. Ebner 2016 schließlich als Systemingenieurin in der zentralen Vorentwicklungsabteilung bei der Continental Automotive GmbH starten.

Ein Traum für jede Ingenieurin und für jeden Ingenieur

Die ehemalige Absolventin der OTH Regensburg ist sich sicher: Die Promotion hat ihr Türen geöffnet. „Ich kenne niemanden, der so schnell eine so interessante Stelle gefunden hat. Es ist ein Traum für jeden Ingenieur, bei neuesten Entwicklungen so nah vorne mit dabei zu sein.“ Die Arbeitsweise sei im Vergleich zur Promotion im Unternehmensalltag eine völlig andere. Aber sowohl fachlich als auch in der Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten profitiere sie auch heute noch stark von ihrer Promotion, so Dr. Ebner.

Nach ihrem interessanten Bericht blieb noch viel Zeit für die Fragen der Promovierenden. Wird die Promotion im Unternehmen anerkannt? Steht die aktuelle Tätigkeit in fachlichem Bezug zum Promotionsthema? Wie sieht es im alltäglichen Geschäft mit Publikationen aus und wie wird mit Misserfolgen im Bereich der Forschung im Unternehmen umgegangen? – Diese waren nur einige der zahlreichen Fragen, welche die Promovierenden aus ganz unterschiedlichen Fachrichtungen mit Dr. Lena Ebner diskutierten.

„Es war im Nachhinein eine gute Zeit, auch wenn ich das in der Endphase sicherlich so nicht gesagt hätte. Die Möglichkeit, sich so intensiv mit einem Thema beschäftigen zu können, hat man später nicht mehr“, so das Fazit, welches Dr. Ebner aus ihrer Promotion zieht. Ihr Ratschlag für die Promovierenden: „Haltet durch, setzt Prioritäten und versucht, Leute zu finden, mit denen ihr euch austauschen könnt.“

Promovieren an der OTH Regensburg

Die OTH Regensburg zählt aktuell 87 laufende kooperative Promotionsverfahren. Das OTH-Doktorandinnen- und Doktorandenseminar bietet allen Promovierenden überfachliche Zusatzqualifikationen, die Vernetzung mit anderen Promovierenden, potenziellen Arbeitgebern und weiteren relevanten Akteurinnen und Akteuren der Region sowie die Möglichkeit der Immatrikulation.

Der Promotionsstammtisch findet ein- bis zweimal pro Semester statt. Ziel ist es, Promovierenden in einem informellen Rahmen fakultätsübergreifend die Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch zu bieten.

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