Doktoranden und Doktorandinnen besuchen Maschinenfabrik Reinhausen

16.04.2014
Von: Katja Meier

Promovierende der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) waren im Rahmen des Doktoranden- und Doktorandinnenseminars zu Gast bei der Maschinenfabrik Reinhausen GmbH (MR).

Doktoranden- und Doktorandinnenseminar der OTH Regensburg bei MR.

Doktoranden- und Doktorandinnenseminar der OTH Regensburg bei MR.

Michael Rohde, Geschäftsführer der MR, begrüßt die Gäste und stellt das Unternehmen vor.

Michael Rohde, Geschäftsführer der MR, begrüßt die Gäste und stellt das Unternehmen vor.

Doktorand Josef Merk referiert über "Kulturunterschiede in Projekten" oder was Menschen in der Arbeitswelt motiviert. Fotos: OTH Regensburg

Doktorand Josef Merk referiert über "Kulturunterschiede in Projekten" oder was Menschen in der Arbeitswelt motiviert. Fotos: OTH Regensburg

Michael Rohde, Geschäftsführer der MR, begrüßte die Gäste bei ihrem Besuch am 2. April 2014 und stellte in einer kurzen Präsentation die Geschichte und Entwicklung des mittelständischen Familienunternehmens dar, dessen heutiges Kerngeschäft in der Regelung von Leistungstransformatoren liegt.

Als Gründungsmitglied der Stiftung zur Förderung der OTH Regensburg unterstützt die MR das OTH Doktoranden- und Doktorandinnenseminar. Michael Rohde lud die Promovierenden ein, um einen Austausch zwischen Theorie und Praxis zu ermöglichen.

Im Anschluss an die Unternehmenspräsentation zeigte Michael Rohde den Promovierenden, wie im Versuchszentrum die Stufenschalter mit Strom, Spannung, Temperatur und Dauerversuchen "gequält" werden, um sicherzustellen, dass sie auch jenseits im Alltag denkbarer Beanspruchung fast unbegrenzt lange zuverlässig arbeiten. Eine Führung durch die Endmontage ermöglichte einen Einblick in die Arbeitsorganisation und –struktur der MR.

Unter der Prämisse "Management ist Handwerk, Projektmanagement ist Handwerk und man kann es lernen" veranschaulichte Michael Rohde den Forschern und Forscherinnen schließlich in seinem Vortrag "Schlüsselfertige Großprojekte – Albtraum oder auch nur eine Management-Aufgabe?" anhand zahlreicher Beispiele aus seiner langjährigen Erfahrung als Projektmanager bei der Siemens AG, was in den einzelnen Phasen eines Großprojektes entscheidend ist. Michael Rohde betonte dabei, dass neben der Sachebene auch immer die Verhaltensebene Berücksichtigung finden muss.

Was motivert Menschen in der Arbeitswelt?

An dieser Stelle knüpfte der Impulsvortrag "Kulturunterschiede in Projekten" von Josef Merk, Doktorand an der Fakultät Betriebswirtschaft, an. Er befasst sich in seiner Forschungsarbeit mit der Frage, was Menschen in der Arbeitswelt motiviert. Probleme auf der Verhaltensebene sind laut verschiedener Studien die häufigste Ursache für das Scheitern von Projekten. Anhand des Wertemodells nach Graves zeigte Josef Merk auf, welche verschiedenen Motivationsfaktoren es gibt und was einen eher "blauen" von einem "roten" oder "grünen" Mitarbeitenden unterscheidet.

In der anschließenden Diskussion berichtete Jürgen Ach, Leiter Innovationsprozesse, vom Einsatz dieses Modells in der Praxis. Ein kleiner Imbiss rundete die Veranstaltung ab und bot den Promovierenden die Gelegenheit zum Austausch.

OTH-Doktoranden- und Doktorandinnenseminar

Das OTH-Doktoranden- und Doktorandinnenseminar ist Bestandteil des OTH-Verbunds der OTH Regensburg und OTH Amberg-Weiden und ist eingebettet in den gemeinsamen Entwicklungsplan. Ziel ist es, die Attraktivität und die Qualität der Promotionsphase an der OTH für alle Doktoranden und Doktorandinnen weiter zu erhöhen.

Das OTH-Doktoranden- und Doktorandinnenseminar bietet allen kooperativ Promovierenden überfachliche Zusatzqualifikationen, die Vernetzung mit anderen Promovierenden, potenziellen Arbeitgebern und weiteren relevanten Akteuren der Region sowie die Möglichkeit der Immatrikulation.

Das OTH-Doktoranden- und Doktorandinnenseminar wird aus Mitteln des Programmtitels "Technische Hochschule" sowie durch Mittel der Stiftung zur Förderung der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg unterstützt.

Zurück

Nachrichten