Blick in den menschlichen Körper aus biomechanischer Sicht

22.04.2014
Von: Dr. Alexander Leis

Muskuloskelettale Modellierung, computerassistierte orthopädische Hüftgelenksersatzoperation oder digitale Modellierung der Lendenwirbelsäule: Im Labor für Biomechanik der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) werden Entwicklungen vorgestellt.

Prof. Sebastian Dendorfer erläutert digitale Validierung.

Prof. Sebastian Dendorfer erläutert digitale Validierung.

Dr. Amir Al-Munajjed referiert über aktuelle Entwicklungen bei AnyBody Technologies.

Dr. Amir Al-Munajjed referiert über aktuelle Entwicklungen bei AnyBody Technologies.

Tim Weber stellt klinische Herausforderungen dar.

Tim Weber stellt klinische Herausforderungen dar.

Michael Putzer zeigt seine Arbeit am digitalen Lendenwirbelsäulenmodell.

Michael Putzer zeigt seine Arbeit am digitalen Lendenwirbelsäulenmodell. Fotos: RCBE

Am 2. April 2014 lud das Labor für Biomechanik von Prof. Dr. Sebastian Dendorfer zu einem biomechanischen Blick in den menschlichen Körper ein. "Muskuloskelettale Berechnung mit dem AnyBody Modeling System" demonstrierten Prof. Dendorfer, Dr. Amir Al-Munajjed, Projektleiter bei AnyBody Technologies, sowie die Doktoranden im Labor für Biomechanik – Dipl.-Ing. (FH) Tim Weber und M.Sc. Michael Putzer – anschaulich. 

Prof. Sebastian Dendorfer führte in das Thema der muskuloskelettalen Modellierung ein und erläuterte die Vorteile und vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten in Biomechanik, Medizin, Ergonomie, Orthopädie, Unfallchirurgie oder den Sportwissenschaften. Dr. Al-Munajjed ergänzte diese Einführung um eine Vorstellung der verwendeten Software und des AnyBody Model Repositories, in das von der Nutzergemeinschaft erstellte Modelle eingestellt und von dort bezogen werden können. Ein Überblick über aktuelle Entwicklungen und (europaweite) Forschungsprojekte rundeten seinen Vortrag ab.

Doktorand Tim Weber erläuterte seinen Vergleich computerassistierter orthopädischer Hüftgelenksersatzoperation mit konventionellen OP-Methoden. Digitale Modelle und daraus abgeleitete Algorithmen haben in diesem Bereich das Potential, dem Operateur wertvolle Hilfestellung zu geben und das Ergebnis der Operation zu verbessern.

Michael Putzer stellte den Stand seiner Arbeit an der digitalen Modellierung der Lendenwirbelsäule vor. Die Wirbelsäule ist mit ihrer Vielzahl von miteinander kommunizierenden Bestandteilen ein sehr komplexes Modellierungsgebiet. Michael Putzer sucht nach relevanten Parametern, die für diese Modellierung maßgeblich sind. Die Weiterentwicklung seines Ansatzes könnte zu verbesserten Operationsplanungssystemen führen.

Um das Thema zu vertiefen, lädt Prof. Sebastian Dendorfer Interessenten und Professionals zu einem dreitägigen Workshop vom 23.-25. September 2014 nach Regensburg ein. Die Informationen zu diesem englischsprachigen, internationalen Workshop werden online stetig aktualisiert.

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