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Projekt für ein sicheres Stromnetz für Bayern gestartet

20.11.2018
Von: Stabsstelle Hochschulkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Im Rahmen des Projekts „NetzEntwicklungsOffensive Strom - neos“ entwickeln die OTH Regensburg und die regionale Energiebranche ein sicheres Stromnetz für Bayern. Das Ziel: eine erfolgreiche und bezahlbare Energiewende.

Die Vertreter und eine Vertreterin aller Projektpartner trafen sich im Frühjahr 2018 im historischen Gasreinigergebäude der REWAG zum Kick-off des Forschungsprojekts neos.

Die Vertreter und eine Vertreterin aller Projektpartner trafen sich im Frühjahr 2018 im historischen Gasreinigergebäude der REWAG zum Kick-off des Forschungsprojekts neos. Foto: Tino Lex (für die REWAG)

Von links: Burkhardt Butz, Thomas Edelmann, Christoph Stegner, Thomas Zeitler, Prof.Dr.-Ing. Oliver Brückl, Johannes Eller, Sebastian Schmidt, Stefan Göcking und Markus Seidel.

Beim Testfeld für Solar- und Speicheranlagen sowie deren Netzintegration (von links): Burkhardt Butz, Kommunalbetreuer Bayernwerk AG; Thomas Edelmann, Chef der Entwicklungsagentur Fichtelgebirge; Christoph Stegner, ZAE Bayern; Thomas Zeitler, Stadt Arzberg; Prof.Dr.-Ing. Oliver Brückl und Johannes Eller, OTH Regensburg; Sebastian Schmidt, Bayernwerk Netz GmbH; Stefan Göcking, Bürgermeister Stadt Arzberg; Markus Seidel, Bayernwerk Netz GmbH. Foto: Christl Schemm (für die Stadt Arzberg)

Eine erfolgreiche und bezahlbare Energiewende: Um das zu gewährleisten, muss das Stromnetz der Zukunft weiterhin eine hohe Spannungsqualität aufweisen und optimal ausgelastet sein. Welche konkreten Anforderungen künftig an das bayerische Stromnetz gestellt werden und welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit es auch dann noch eine sichere Versorgung garantiert, damit befasst sich das Projekt „neos – NetzEntwicklungsOffensive Strom“.

Die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) ist als wissenschaftlicher Partner an dem vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie geförderten Projekt mit einer Summe von 460.000 EUR beteiligt. Verantwortlicher Leiter ist Prof. Dr.-Ing. Oliver Brückl. Koordiniert wird das Vorhaben vom Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE Bayern); beteiligt an der Kooperation sind außerdem die Bayernwerk Netz GmbH, die Regensburger Energie- und Wasserversorgung AG & Co. KG (REWAG), die Maschinenfabrik Reinhausen GmbH, die SGB-SMIT GmbH und Prof. Dr.-Ing. Rolf Witzmann von der Technischen Universität (TU) München.

Das Stromnetz der Zukunft entwickeln und erproben

Die Gesamtprojektsumme beträgt 2,1 Millionen EUR. Die Kooperationspartner aus Forschung und Industrie haben sich zum Ziel gesetzt, das Stromnetz der Zukunft zu erdenken, entwickeln und erproben. Über einen Zeitraum von drei Jahren sollen Umfang und Auswirkungen bestehender qualitativer Beeinträchtigungen des Netzes ermittelt werden, um dann bestimmen zu können, welche Versorgungsqualität angemessen ist und wie sich diese dauerhaft gewährleisten lässt. Dazu sollen Daten aus fünf Messstandorten im bayerischen Netz herangezogen werden.

Weiterhin wird das bestehende Testzentrum des ZAE Bayern in Arzberg bei Hof zu einem Netzregelungslabor ausgebaut, dessen Messinfrastruktur eine vielschichtige Dokumentation des Verhaltens des gesamten Netzes erlaubt. Die Spannungsqualität in Bayern und die Auswirkungen kurzer Spannungseinbrüche auf die Industrie werden so erfasst und bewertet, Verfahren zur langfristigen Stabilisierung entwickelt.

Prof. Dr.-Ing. Oliver Brückl hat bereits etliche Projekte im Bereich Stromversorgung geleitet – von der koordinierten Stromversorgung zwischen Tschechien und Deutschland bis hin zum ersten SmartGrid Süddeutschlands. Als wissenschaftlicher Direktor des Regensburg Center of Energy and Resources (RCER) hat der Professor für Energieverteilung, Windenergie, Grundlagen elektrischer Maschinen, Regenerative Energien und die Integration Erneuerbarer Energien an der Fakultät Elektro- und Informationstechnik dazu ein interdisziplinäres Forscherteam an seiner Seite. 

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