Aktuelle Förderprojekte

Im Nachfolgenden finden Sie eine Auswahl aktuell geförderter Projekte an der OTH Re­gensburg.

Eine Sammlung weiterer, bereits abgeschlossener Projekte ist hier ein­seh­bar.


Projekte im Rahmen von bayerischen Förderungen

Projektdauer: 01.07.2018 – 30.06.2022

Die Zielsetzungen des Forschungsvorhabens sind deskriptiv, erklärend und handlungsbezogen. Das Projekt ist der politischen Soziologie mit quantitativ-empirischer Ausrichtung (vgl. van Deth 2014) und der Sozialen Arbeit zuzuordnen. Theoretisch wird das Konzept des Sozialen Kapitals (Haug 2007, 2000) zu Grunde gelegt. Die Forschung erfolgt unter dem Gesichtspunkt des methodologischen Individualismus, d.h. die Einstellungen von Individuen stehen im Mittelpunkt, wobei auch Effekte des sozialen Netzwerks (Meso-Ebene) berücksichtigt werden.

Die erste Zielsetzung beruht auf einer Bestandsaufnahme und Bedarfserhebung zum Wissen über demokratische Prozesse und zur Akzeptanz demokratischer Verfahren bei der neuen Bevölkerungsgruppe der Geflüchteten in Deutschland. Es wird folgenden Fragen nachgegangen: Inwieweit sind bei dieser Zielgruppe demokratische Verfahren bekannt? Inwieweit sind demokratische Verfahren akzeptiert? Wo ist der höchste Bedarf an Aufklärung und politischer Bildungsarbeit anzusetzen?

Eine zweite Zielsetzung besteht darin zu untersuchen, welches Medium für die politische Bildungsarbeit mit der Zielgruppe der Geflüchteten geeignet ist. Hierbei werden Thesen zur Nutzung von neuen Medien überprüft, so die These über die zentrale Rolle des Internets bzw. von Smartphones als Informationskanal und Mobilisierungsraum für Geflüchtete. Lassen sich somit über dieses Medium Informationen über die lokale Politik vermitteln? Wirken sich hierbei Bildungshintergrund oder Sprachkenntnisse auf die Nutzung aus?

In einem dritten Schritt soll erforscht werden, mit welchen Instrumenten demokratische Prozesse bei jugendlichen oder erwachsenen Geflüchteten vermittelt und eingeübt werden können. Wie kann Verständnis für politischen Verfahren erhöht werden? Hierbei geht es um die praktische Übung von Partizipation im Rahmen politischer Bildung und Sozialer Arbeit.

Übergeordnet besteht die Zielsetzung darin, eine soziale nachhaltige Lösung für ein Problem zu finden, indem Voraussetzungen zur zivilgesellschaftlichen und politischen Partizipation der neuen Bevölkerungsgruppe verbessert werden. Längerfristig geht es um die Förderung der Teilhabe über die Mitwirkung in politischen Gremien in den Gemeinden. Nicht zuletzt ist damit auch die Erwartung eines Anstiegs des gesellschaftlichen und individuellen sozialen Kapitals verbunden.

Kooperationspartner: LMU München, HAW München, Uni Würzburg, Uni Passau, Hochschule für angewandte Politik an der TUM, Uni Bamberg

Fördersumme: 3.412.200 € (gesamt), davon Anteil der OTH Regensburg: 252.340 €

Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kultus

Projektleitung: Prof. Dr. Sonja Haug

Projektdauer: 15.04.2018 – 14.04.2020

PetS3 - „Penetration Test Driven Safety and Security System Improvements for Cyber-Critical Systems“ ist das mittelstandsorientierte Forschungsvorhaben mit Multiplikator-Wirkung zu den Hersteller- und Betreiberkonzernen cyber-kritischer Systeme in Bayern:

Aufgrund der fortschreitenden Vernetzung sind Cyber-Attacken eine wachsende Bedrohung einer Vielzahl von Anwendungsgebieten wie z.B. Vernetztes Fahrzeug oder Smart Metering. Gemeinsame Konzepte der funktionalen Sicherheit (Safety) und der IT-Sicherheit (Security) sind für diese Gateway-basierten Systeme erforderlich.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, Angriffe auf die IT-Sicherheit von Systemarchitekturen vernetzter cyberkritischer Systeme zu erforschen, da die Wechselwirkung zwischen funktionaler Sicherheit und IT-Sicherheit in diesem Kontext weitestgehend unbekannt ist.

Zentraler Forschungsgegenstand ist die ganzheitliche Analyse der Sicherheitstechnologien, der Gateway-Strukturen und der korrespondierenden Systementwicklungsprozesse. Ausgehend von Schwachstellen und
Bedrohungsanalysen, sowie Penetrationstests und Architekturanalysen werden Anforderungen für Systemarchitekturen, Sicherheitstechnologien und Prüfverfahren, sowie für ein Reifegradmodell abgeleitet. Es wird ein Schwachstellen- und Bedrohungskatalog entwickelt, der die Grundlage für eine automatisierte Analyse der funktionalen Sicherheit sowie der IT-Sicherheit bildet und damit einen zentralen Beitrag zur Risikobewertung
von cyber-kritischen Systemen darstellt.

Durch die Architektur- und Bedrohungsanalyse funktional sicherer Systeme werden die Möglichkeiten und Grenzen der Absicherung durch Lösungskonzepte erforscht. Die Erkenntnisse aus Schwachstellen- und Bedrohungsanalysen werden kontinuierlich in ein Reifegradmodell hinsichtlich der funktionalen Sicherheit und der IT-Sicherheit („safe and secure“) integriert und um aktuelle Erkenntnisse aus der IT-Sicherheitsforschung z.B. „Security by Design“ angereichert. Damit gelingt die beurteilende Vermessung des Reifegrads von Entwicklungsprozessen und Produkten für cyber-kritische Systeme.

Kooperationspartner: Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, SEPP MED GmbH, eMundo GmbH, iNTENCE automotive electronic GmbH, BFF Gesellschaft für Fahrzeugtechnik mbH

Fördersumme: 393.300,00 €

Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Projektleitung: Prof. Dr. Rudolf Hackenberg

Projektdauer: 01.09.2017 – 30.11.2020

Mit Hilfe der Oberflächenplasmonenresonanzspektroskopie (SPR) soll einen Sensor entwickelt werden, der Schadstoffe im Trinkwasser kostengünstiger, inline und in Echtzeit erfassen kann.

Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel, es kann nicht ersetzt werden (Eingangs- und Leitsatz der DIN 2000). Leider kann es vorkommen, dass unser Trinkwasser hohe Konzentrationen von bedenklichen Stoffe enthält. Einige Stoffe sind z.B. Herbizide (Glyphosat), Rückstände von Medikamenten, Arsen, Blei, Lösungsstoffe oder Keime. Letztere können durch Unfälle oder Naturkatastrophen, wie Hochwasser, ins Grundwasser gelangen. Um die Trinkwasserqualität sicherzustellen, entnehmen Wasserversorger händisch Proben aus ihren Speichern und analysieren diese in Laboren. Zwischen der Entnahme und der eventuellen Absperrung von kontaminierten Wasser verstreicht jedoch kostbare Zeit. Zudem verursacht die manuelle Analyse der Stichproben hohe Kosten.

Wasserverschmutzung durch die Landwirtschaft Pflanzen benötigen zum Wachsen Nährstoffe, wie z.B. Stickstoff oder Phosphorverbindungen. Diese Nährstoffe werden durch Düngung auf landwirtschaftlichen Flächen aufgebracht. Durch Überdüngung besteht die Gefahr, dass Nährstoffe an der Oberfläche durch Regen abgespült werden oder durch Versickerung ins Grundwasser gelangen. Stickstoff kann in den tieferen Bodenschichten durch Bakterien in Nitrat umgewandelt werden. Einmal im Trinkwasser ist Nitrat besonders schädlich für Säuglinge.Wasserverschmutzung durch die Industrie. Durch die Luftverschmutzung von Industrieanlagen bilden Schwefel- und Stickstoffoxide mit Wasser Säuren, die zu saurem Regen führen. Zudem löst saures Wasser giftige Aluminiumionen aus dem Boden. Diese dringen wiederum durch Oberflächenwasser ins Grundwasser ein.

Ziel dieses Forschungsprojekts ist die Entwicklung eines vernetzbaren intelligenten Sensorsystems welches mittels des Prinzips der Oberflächenplasmonenresonanzspektroskopie (SPR) in der Lage sein soll, Änderungen der chemischen Zusammensetzung von Trinkwasser zu verfolgen.

Kooperationspartner: Chips4Light GmbH, PreSens Precision Sensing GmbH, RGB Photonics, REWAG AG & Co. KG, Universität Regensburg

Fördersumme: ca. 380.500,00 €

Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Projektleitung: Prof. Dr. Rudolph Bierl

Projektdauer: 01.07.2017 – 30.06.2020

Der durch die Digitalisierung ausgelöste branchenbezogene und betriebliche Strukturwandel stellt auch die Region Ostbayern vor neue Aufgaben in den Bemühungen, die Rahmenbedingungen für die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft optimal zu gestalten, die Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen und dabei durch technologieorientierte Neugründungen Wertschöpfungsketten, Zuliefererstrukturen und Endprodukte zu ergänzen oder umzugestalten.

Dabei geht es um nichts weniger als zu verhindern, dass eine Region und ihre größtenteils mittelständisch geprägte Industrie den technologischen Anschluss ans Zeitalter der Digitalisierung verlieren. Dies betrifft nicht nur digitale Geschäftsprozesse, E-Commerce und digitale Dienstleistungen bzw. Dienstleistungserstellung, sondern regional vor allem auch das produzierende Gewerbe, die Industrie-Logistik und den Maschinen- und Anlagenbau mit Herausforderungen wie digitale Auto-matisierung, sensorgesteuerte Produktion, Logistiksteuerung, Internet of Things und digitalhybride Produkte und Anlagen sowie die jeweils zugehörigen Prozesse des Soft- und Hardware-Engineerings. 

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, für digitalfokussierte Unterneh-mensgründungen die erforderlichen Ausgangsbedingungen an den Hochschulen zu schaffen. Hierbei sind die Sensibilisierung und der Einbezug potenziell Gründungsinteressierter, die Vermittlung und das Zusammenführen von Gründungs- und Digitalisierungswissen sowie ein effizientes Unterstützungsangebot für ein funktionierendes Gründungsökosystem von zentraler Bedeutung.

Kooperationspartner: OTH Amberg-Weiden, TH Deggendorf, Universität Regensburg

Fördersumme: ca. 538.000,00€

Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst

Projektleitung: Prof. Dr. Sean Patrick Saßmannshausen

Projektdauer: 01.01.2017 – 31.12.2020
Das Kompetenzzentrum für Kraft-Wärme-Kopplung der OTH Amberg-Weiden bündelt seit 2012 die Forschungsaktivitäten und das Know-how der Fakultät für Maschinenbau/Umwelttechnik und ihrer Partner im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Betrachtet wird die gesamte Anwendungsbreite der KWK, von Privathaushalten über kommunale Einsatzbereiche bis hin zur Industrie.

Übergeordnetes Ziel der Forschungsarbeiten im Forschungsverbund ist die Erweiterung des Einsatzspektrums und die Flexibilisierung der Kraft-Wärme-Kopplung in allen Bereichen, angefangen von der Verbreiterung der nutzbaren Brennstoffbasis durch Sonderbrennstoffe über exergetisch hochwertige Wär­me­nut­zungen (Dampf, Abwärmeverstromung, …) oder die Kälteerzeugung, bis hin zur Erbringung von Systemdienstleistungen im elektrischen Netz und die digitale Vernetzung in kommunalen und industriellen Energieversorgungs­sys­te­men.

Nachdem in der ersten Förderphase der methodische Schwerpunkt auf der Entwicklung der Prüfstandsinfrastruktur und der experimentellen Messmetho­den lag, sollen nun in der zweiten Phase verstärkt computer­ge­stütz­te Ent­wick­lungsmethoden eingesetzt und weiterentwickelt werden. Das Ziel der For­schungs­arbeiten der OTH Regensburg ist es, die möglichen System­dienst­leis­tun­gen von KWK-Anlagen hinsichtlich ihres technischen und wirt­schaft­li­chen Nutzens bewerten zu können. Dies soll auf Basis eines weiter­ent­wickelten NS-/­MS-Netzmodells erreicht werden. Über bestimmte Charakteristiken, z. B. Ein­fluss der „Wärme-/Strom-Kopplung“ im betrachteten Versorgungsgebiet, kann das Potenzial der KWK-Anlagen nicht nur standortscharf, sondern in einer deutschlandweiten Simulation tages- und jahreszeitabhängig analysiert werden.
Kooperationspartner: OTH Amberg-Weiden
Fördersumme: 529.000 Euro
Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Oliver Brückl
Projektdauer: 01.05.2017 – 30.04.2020
Es soll geklärt werden, welche chemisch-physikalischen und technologischen Eigenschaften von alternativen Isolierflüssigkeiten (MIDEL-Öl, FR3 etc.) beim Transformatorenbau relevant und nachhaltig sind. Ein grundlegendes Ver­ständ­nis der thermischen und dielektrischen Eigenschaften und die Früher­ken­nung von Zersetzungsprodukten helfen gefährliche Trafo-Ausfälle und Brandlasten zu vermeiden.
Die Stellen an der Wicklung bzw. Verschaltung, die eine Gefahr darstellen, müssen neu entworfen werden, damit eine mögliche Teilentladung im Aktivteil vermieden werden kann. Dies verlängert auch die Lebensdauer des Transfor­ma­tors, was unter den Aspekten der Nachhaltigkeit und des Ressourcen­ver­brauches eine langfristig positive Wirkung für die Umwelt erzielt.
Kooperationspartner: OTH Amberg-Weiden, Westböhmische Universität (UWB) Pilsen, Tschechische Technische Universität (CVUT) Prag, Europa­region Donau-Moldau - Regionale Kontakt- und Koordinierungsstelle Oberpfalz (Regensburg), Starkstrom Gerätebau GmbH (Regensburg)
Fördersumme: 93.700 Euro
Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat / Bayerisch-Tschechische Hochschulagentur
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Oliver Brückl

Projektdauer: 15.11.2016 – 14.11.2019

Der Forschungsverbund hat sich zum Ziel gesetzt, einen hochdynamischen 3D-Laser-Scanner zu erforschen, mit welchem die Bestrahlung einer dreidimensionalen Bahnkontur bei gleichzeitiger Temperaturüberwachung möglich ist. Die Systemtechnik kann in der Lasermaterialbearbeitung vielseitig eingesetzt werden und soll im Rahmen des Projektes für das quasi-simultane Laser-Durchstrahlschweißen von transparenten Kunststoffen charakterisiert werden.

Diese Fügetechnologie wird in der Medizintechnik sehr stark nachgefragt, da Bauteile unter höchsten Anforderungen bzgl. der technischen Sauberkeit hermetisch dicht verschlossen werden können und zudem physiologisch bedenkliche Absorber in den Kunststoffen nicht erforderlich sind.

Kooperationspartner: Gerresheimer GmbH, Regensburg; Bayerisches Laserzentrum GmbH, Erlangen; LPKF Welding Quipment GmbH, Fürth; Micro-Epsilon Messtechnik GmbH & Co. KG, Ortenburg; Nexlase GmbH, München

Fördersumme: 232.800,00 €

Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Projektleitung:Prof. Dr. Stefan Hierl

Projektdauer: 01.10.2016 – 30.09.2019
Ziel des Forschungsprojekts ist die Entwicklung eines kostengünstigen SERS-­Gerätes zur quantitativen Bestimmung von organischen Molekülen bis in den ppb-Bereich. Zielapplikation des SERS-Gerätes ist das „Therapeutische Drug Monitoring“ (TDM); die Überwachung der Blutkonzentration von Medi­ka­men­ten mit dem Ziel, eine für den Patienten effektive und sichere The­ra­pie zu gestal­ten. Im klinischen Alltag wird TDM für die Dosierung von Medi­ka­men­ten mit einer geringen therapeutischen Breite, wie z.B. Mirtazapin ein­ge­setzt. Aufgrund der geringen Konzentration der Wirkstoffe im Blut müssen die Blutproben bis­her in einem Labor mit hochempfindlichen Methoden, wie der LC-gekop­pel­ten Tandem-Massenspektroskopie untersucht werden.

Mit dem SERS-Gerät ist erstmals ein on-time Monitoring der Blutkonzen­tra­tions­werte möglich und somit ein schnelles und sicheres Einstellen der Medi­ka­tion. Das SERS-Gerät ermöglicht eine kostengünstigere, sichere­re und effek­tivere Therapie als mit herkömmlichen TDM-Verfahren.
Kooperationspartner: Avago Technologies Fiber GmbH (Regensburg); RGB Photonics GmbH (Kelheim)
Fördersumme: noch offen
Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie
Projektleitung: Prof. Dr. Alfred Lechner
Projektdauer: 01.10.2016 – 30.09.2019

Das Ziel von EWORAM liegt in der prototypischen Entwicklung eines Werk­zeugs, das es ermöglicht, regelungstechnische Funktionen frühzeitig im Ent­wick­lungsprozess auf ihre Echtzeit-Performanz in Mehrkern-Steuergeräten zu testen. Potentielle Fehlfunktionen in der Motorsteuerung – aufgrund von Timing­problemen oder Latenzen – können dadurch bereits in der Entwurfs­phase er­kannt und wesentlich einfacher behoben werden.
Das EWORAM-Werkzeug stellt die Schnittstelle zwischen regelungs­tech­ni­scher Funktionssimulation und Steuergerätesimulation dar und ist für die nach­haltige Nutzung als innovative Komponentenerweiterung für die von Timing-Architects vertriebene TA Tool Suite vorgesehen.

Kooperationspartner: Timing-Architects Embedded Systems GmbH (Re­gens­burg), Continental Automotive GmbH / Division Powertrain, Regensburg)
Fördersumme: 404.751 Euro
Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Ralph Schneider

Projektdauer: 01.10.2017 – 31.03.2020

Durch den steigenden Kundenanspruch am Qualitäts- und Komforteindruck von Kraftfahrzeugen muss insbesondere das vibroakustische Verhalten stetig weiter verbessert werden. Dazu müssen eindeutig messbare Kontrollgrößen definiert werden, um einen erfolgreichen Produktentwicklungsprozess gewährleisten zu können. Da die menschliche Wahrnehmung und psychoakustische Empfindung von Geräuschen jedoch nicht mit direkt messbaren Parametern (z.B. Schalldruck) korreliert, muss ein mehrdimensionales Bewertungsmodell entwickelt werden. Dieses Bewertungsmodell soll die subjektive menschliche Empfindung von technischen Schallen mit objektiven Parametern beschreibbar machen. Nach der Validierung des Bewertungsmodells am Vollmotor erfolgt eine Adaption des Verfahrens am Subsystem, um eine akustische Bewertung der mechatronischen Komponenten im frühen Stadium des Produktentwicklungsprozesses (sog. Front Loading) gewährleisten zu können.  Eine Absicherung des Verfahrens durch virtuelle CAE-Methoden soll den kosten- und zeitintensiven experimentellen Entwicklungsanteil zukünftig auf ein Minimum reduzieren.

Teilprojekt der OTH Regensburg: Effiziente Berechnung der Schallabstrahlung von Einspritzkomponenten mit der Multi-Frequenz Pade-via-Lanczos-Approximation

Kooperationspartner: CHP Messtechnik GmbH, Regensburg; Otto-von-Guericke Universität Magdeburg

Fördersumme: 164.072,00 €

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Projektleitung: Prof. Dr. Marcus Wagner

Projektdauer: 01.10.2016 – 30.09.2019

Autonomes Autofahren mit geringstmöglichem Sicherheitsrisiko ist Ziel des Forschungsprojekts „Ausfallsichere Architekturen für autonome Fahrzeuge – A3F“. Gemeinsam mit der Continental Automotive GmbH untersucht die OTH Regensburg mittels der IP/Ethernet-Technologie eine einheitliche Kommu­ni­ka­tionsarchitektur im Auto, die leistungsfähig, sicher und zuverlässig ist und über­prüft diese auf ihre Einsetzbarkeit im Fahrzeug. Im Fokus steht vor allem die Schnittstelle zwischen Auto und IT. Ziel ist eine Optimierung besonders im Hin­blick auf Sicherheit und Echtzeitanforderungen bei autonom fahrenden Fahr­zeu­gen. Am Ende des Projekts steht ein messetauglicher Demonstrator, an dem die Projektergebnisse anhand von Beispielszenarien veranschaulicht wer­den können. 

Das Projekt unterteilt sich in folgende Teilbereiche:

  • Virtualisierungsmethoden und Monitoring
  • Echtzeitverhalten
  • Finaler Aufbau des Demonstrators
Kooperationspartner: Continental Automotive GmbH (Regensburg)
Fördersumme: 703.200 Euro
Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie
Projektleitung: Prof. Dr. Markus Kucera, Prof. Dr. Thomas Waas
Projektdauer: 01.10.2015 – 30.09.2018

Durch das Smart Energy Management Program (SEMP) wird eine Referenzlösung für ein neuartiges, aktives Management für Einspeiser und Großverbraucher von erneuerbaren Energien geschaffen.

Das System basiert auf dem MessSystem 2020 und erlaubt sowohl netz- als auch marktgetriebene Steuerung. Die dabei entwickelten Technologien eröffnen sichere, innovative Möglichkeiten für Netz und Anlagenbetreiber, diese Anlagen aktiv in die Netzsteuerung einzubinden, den Netzausbaubedarf signifikant zu reduzieren und die Integrität des Versorgungsnetzes zu steigern.

Im Forschungsprojekt wird ein zum zukünftigen MessSystem 2020 konformes, ganzheitliches System zur sicheren, aktiven Fernregelung von Einspeisern und Lasten gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und der Verordnung zu abschaltbaren Lasten (AbLaV) sowie zur Erkennung von Angriffen entwickelt.

Das Smart Energy Management Program (SEMP) stellt eine neuartige Kombination innovativer Technologien mit Neuentwicklungen dar. Es umfasst eine lokale Steuereinheit (SEMP Box), die über das Smart Metering Gateway Kommandos empfängt, validiert und ausführt, sowie ein aktives GW Adminsystem zur Steuerung, Abrechnung und Entschädigungsverwaltung, eine Systeminfrastruktur, bzw. Prozesslandschaft für Installation, Betrieb und Wartung des Systems durch entsprechend Dienstanbieter wie Netzbetreiber sowie innovative, erstmals im Energiemanagement eingesetzte Sicherheitsfunktionen.

Kooperationspartner: E.ON Metering GmbH, eMundo GmbH, ITF-EDV Fröschl GmbH

Fördersumme: 258.800,00 €

Fördermittelgeber: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Projektleitung:Prof. Dr. Rudolf Hackenberg

Projektdauer: 01.07.2015 – 30.06.2019

Im Rahmen des Forschungsverbundes ForGenderCare soll die Frage geklärt werden, wer unter welchen Bedingungen bezahlte und unbezahlte Fürsorge­tätigkeiten verrichtet.

Mit dem von der OTH Regensburg durchgeführten und am Verbund beteilig­ten Forschungsprojekt "Arbeitsbedingungen und Interessenvertretung von Pflege­kräften in Bayern" sollen Erkenntnisse über die aktuellen Arbeitsbedin­gungen und Möglichkeiten der Interessenvertretung in der Pflege in Bayern vertieft werden, um Vorschläge zur Verbesserung zu entwickeln.

Kooperationspartner: LMU München, TU München, Hochschule München, Hochschule Landshut, Universität Regensburg, Universität Augsburg, Univer­sität Erlangen-Nürnberg
Fördersumme: 248.960 Euro
Projektleitung: Prof. Dr. Clarissa Rudolph
Projektdauer: 01.01.2015 - 30.09.2018
Ziel ist die Weiterentwicklung von vorhandenen Lösungen zu alltagstaug­li­chen und auf die individuellen Bedürfnisse eines Anwenders konfigurier­baren Visua­li­sierungslösungen zur Unterstützung der beiden Prozessschritte Spannen so­wie Einfahren des NC-Programms in der mechanischen Fertigung.
Kooperationspartner: OPUS Entwicklungs- und Vertriebs GmbH (Kirchheim unter Teck)
Fördersumme: 241.680 Euro
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Andreas Ellermeier

Projekte im Rahmen von Bundesförderungen

Projektdauer: 01.08.2018 – 31.07.2021
Ionenmobilitätsspektrometer (IMS) werden aufgrund der hohen Empfindlichkeit, kurzen Messzeit und guten Trennleistung in vielen sicherheitstechnischen Anwendungen eingesetzt. Allerdings lassen sich durch chemische Querempfindlichkeiten nicht alle Substanzen sicher detektieren (falsch negativ). Ein prominentes Beispiel ist der Nachweis von Benzol bei Anwesenheit von Toluol. Zudem ist eine Substanzidentifikation nicht immer möglich (falsch positiv). Mit dem hier vorgeschlagenen Verfahren einer gepulsten Ionisation sollen beide Probleme behoben werden. Grundlage ist die Entwicklung eines baukleinen IMS mit einer miniaturisierten, schnell pulsbaren, nicht-radioaktiven Elektronenquelle auf Basis von Feldemissionskathoden, die sich durch einen geringen Energiebedarf auszeichnen, wie für den tragbaren Einsatz erforderlich. Substanzen wie Benzol können so trotz Anwesenheit von Toluol ohne zeitliche Vortrennung direkt detektiert werden. Durch eine variable Verzögerungszeit zwischen Ionisation und Aufnahme des Spektrums lässt sich zudem die ionenspezifische Lebensdauer als orthogonaler Analyseparameter einführen. Damit kann die Sicherheit bei der Substanzidentifikation weiter erhöht werden.

Kooperationspartner: Leibniz Universität Hannover, KETEK GmbH

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Fördersumme: 144.172,00€
Projektleitung:Prof. Dr. Rupert Schreiner
Projektdauer: 01.06.2018 – 31.05.2021
Das Ziel des Projekts Avenue-Pal ist, durch evidenzbasierte Entwicklung und exemplarische Implementierung geeigneter Interventionen medizinisch-pflegerisch nicht indizierte Verlegungen Sterbender in andere Versorgungsettings signifikant zu reduzieren und damit die Versorgungsqualität in der letzten Lebensphase deutlich zu verbessern. Damit sind positive Auswirkungen auf das Patientenwohl bzw. die erreichte Versorgungsqualität Sterbender sowie auf die psycho-soziale Belastung der Angehörigen und der versorgenden Helfer verbunden wie auch eine Senkung der Versorgungskosten.

Kooperationspartner: Deutsches Krankenhausinstitut e. V., Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Technische Hochschule Mittelhessen

Fördermittelgeber: Gemeinsamer Bundesausschuss
Fördersumme: 19.941,00€
Projektleitung:Prof. Dr. Karsten Weber
Projektdauer: 01.02.2018 – 31.07.2020

Das an der OTH Regensburg projektierte Teilvorhaben strebt eine Verbesserung akademischer Weiterbildung für berufserfahrene Zielgruppen an: Dabei werden eine stärkere Flexibilisierung von Angeboten für beruflich Qualifizierte ebenso berücksichtigt, wie die Begleitforschung zu spezifischen Qualifizierungsangeboten für Personen mit akademischen Vorqualifikationen. Dies wird ergänzt durch die Erarbeitung einer Strategie zur nachhaltigen Sichtbarmachung akademischer Weiterbildung für die anvisierten Zielgruppen und die akademische Öffentlichkeit.

Dafür entwickelt die OTH neue Formen für praxisnahes Lernen für Unter­neh­men. Die Bildungs- und Wirtschaftsregionen Oberpfalz und Ostbayern sollen damit vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und des Fach­kräftemangels wettbewerbsfähig gehalten werden.

Kooperationspartner: Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Industrie- und Handelskammer Oberpfalz/Kelheim, Agentur für Arbeit Regensburg, Agentur für Arbeit Schwandorf, Agentur für Arbeit Weiden, Studentenwerk Niederbayern-Oberpfalz, Studentenwerk Oberfranken
Fördersumme: 1.262.200,00 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektleitung: Marco Bradshaw (M.A.)

Projektdauer: 01.02.2018 – 31.07.2020

Das Projekt „Eyes on Future“ verfolgt die innovationsorientierte Beschaffung von verschiedenen Eye-Tracking-Systemen. Dabei sollen vorwiegend die Industrieanwendung und die damit verbundenen Forschungsmöglichkeiten des Laboratory for Safe and Secure Systems (LaS3) der OTH Regensburg erweitert und auf die Anforderungen der Hightech-Strategie 2020 (HTS 2020) angepasst werden. Durch den Einsatz der Eye-Tracking-Technologie will das LaS3 in Zukunft seine Studien zur kognitiven Informationsverarbeitung bei Programmiererinnen und Programmierern intensivieren und die gewonnenen Erkenntnisse zur Verbesserung von industriellen Engineering-Prozessen, sowie zur Verbesserung der Ausbildung von Softwareingenieuren einsetzen.

Kooperationspartner: iNTENCE automotive electronics GmbH, Regensburg; iSYSTEM AG für Informatiksysteme, Schwabhausen; PLS Programmierbare Logik & Systeme GmbH, Lauta; Timing-Architects Embedded Systems GmbH, Regensburg

Fördersumme: 462.978,00 €

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektleitung: Prof. Dr. Jürgen Mottok

Projektdauer: 01.01.2018 - 31.12.2022

Der Hochschulverbund Transfer und Innovation Ostbayern zielt darauf ab, durch gemeinsame Transferstrukturen und -methoden die Professionalisierung des Wissens- und Technologietransfers zwischen den Hochschulen und ihren Partnern in der Region voranzutreiben und damit Innovationsimpulse zu set­zen.

Grundlage der Zusammenarbeit im Verbund TRIO ist eine gemeinsam ent­wickel­te Transferstrategie der Verbundhochschulen. Auf dieser Basis wird der Ver­bund eine Reihe von aufeinander abgestimmten Vorhaben umsetzen, die allesamt darauf zielen, forschungsbasierten Wissens- und Technologietrans­fer in der Region Ostbayern zu ermöglichen, aufzubauen und zu erweitern. Da­durch sollen eine weitere Professionalisierung bereits bestehender Koopera­tio­nen mit den Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen in der Region erreicht und die Hochschulen in der Region sichtbarer werden. Ziel ist ein Austausch, der in beide Richtungen lebendig verläuft: Aus der Wissenschaft in die Ge­sell­schaft und Wirtschaft hinein und umgekehrt. Die OTH Regensburg über­nimmt die Koordination im Verbund, übt die Federführung in zwei Teil­vor­ha­ben aus und beteiligt sich an allen weiteren Teilvorhaben des Gesamtvor­ha­bens.

Kooperationspartner: OTH Amberg-Weiden, TH Deggendorf, TH Landshut, Universität Passau, Universität Regensburg
Fördersumme: 4.034.692 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

(Interim-)Projektleitung: Boris Goldberg

Projektdauer: 01.11.2017 – 31.10.2020

Das Verbundvorhaben „MINT-Strategien 4.0“ hat das Ziel, Konzeptionen und Evaluationen für MINT-Projekte für junge Frauen zur Studien- und Berufswahl an Hochschulen für angewandte Wissenschaften weiterzuentwickeln. Zur besseren Integration von Frauen in IT-Studiengänge setzt das Regensburger Teilvorhaben zudem bei der Veränderung der klassischen, männlich geprägten Fachkulturen an und entwickelt ein Modellprojekt zur Vermittlung von Genderkompetenz. Für eine Ausdifferenzierung der Projektkonzepte werden unterschiedliche Lebenssituationen von Studentinnen (etwa mit Migrationsgeschichte oder mit Behinderung) in den Blick genommen, um deren vielschichtige Bedarfslagen und Potentiale und ggf. Unterstützungsmöglichkeiten zu erfassen. Dafür werden Ergebnisse der Frauen- und Geschlechter-, der Bildungs- und der Hochschulforschung aufbereitet und eigene empirische Untersuchungen (Bestandsaufnahme bisheriger Projekte, qualitative Befragungen von Studentinnen und MINT-Projektleiter_innen sowie Gruppendiskussionen und Einzelinterviews mit MINT-Lehrenden) durchgeführt. Das Münchener Teilvorhaben dient der Erweiterung des Wissens über die Wirksamkeit von MINT-Projekten zur Verbesserung der Chancengleichheit von Männern und Frauen.

Ein zentrales Ergebnis des Projektes ist die Weiterentwicklung von wissenschaftlichen Debatten im Bereich der Frauenförderung und Intersektionalität. Für die hochschulische Praxis werden konkrete Handreichungen zur Konzeptentwicklung, zur Veränderung von Fachkulturen sowie zur Weiterentwicklung von Projektevaluationen publiziert. Eine enge Kooperation ist mit den zahlreichen Projekten und dem Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen „Komm, mach MINT“ vorgesehen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen: Nina Brötzmann, Katharina Pöllmann-Heller
Studentische Hilfskraft: Verena Leisinger

Das Projekt „MINT-Strategien 4.0 – Strategien zur Gewinnung von Frauen für MINT-Studiengänge an Hochschulen für angewandte Wissenschaften“ wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter den Förderkennzeichen 01FP1714 und 01FP1715 gefördert. 

Kooperationspartner: Hochschule München

Fördersumme (inkl. PP): 460.000 €

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektleitung und Verbundkoordination: Prof. Dr. Clarissa Rudolf

Projektlaufzeit: 01.11.2017 - 31.10.2022

Im Projekt wird die Integration von Quartieren als Bestandteil des Strommarktes untersucht. Dazu werden die Auswirkungen von Quartieren als sektorenübergreifende Flexibilitätsoption auf das deutsche Energiesystem sowie die Rolle in der Energiewende analysiert und simuliert.Das deutsche Energiesystem wird inklusive aller vier Energiesektoren modelliert. Gleichzeitig wird ein Simulationsmodell für Quartiere aufgebaut, das als Modellierungs- und Planungswerkzeug für Quartiere auf Basis erneuerbarer Energien, Energiespeicher, steuerbare Verbraucher sowie Sektorenkopplung dient und bestehende Tools erweitert. Ziel ist hier die Beschreibung der Auswirkungen zellularer und teilautonomer Quartiere auf größere Versorgungsstrukturen, insbesondere die vorgelagerten Netze und welche Rolle dabei Energiespeicher einnehmen. Dabei verfolgt die OTH Regensburg das Ziel, der Entwicklung, Analyse und Optimierung eines neuartigen thermochemischen Fe/FeOx-Speichers sowie dessen sicherheitstechnische Bewertung und simulatorische Einbindung auf Quartiersebene. Dazu soll eine vergleichende Einordnung und Bewertung der Hochfrequenzelektrolyse zu gängigen Elektrolyseverfahren (z.B. AEL, PEM) sowie zu anderen Konkurrenztechnologien durchgeführt werden. Weiterhin wird das Potenzial für den Technologieeinsatz auf Quartiersebene abgeschätzt.

Kooperationspartner: Entwicklungsagentur Region Heide AÖR, Universität Bremen – Institute for Advanced Energy Systems, Universität Bremen – artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit, Universität Bremen - Zentrum für Umweltforschung und nachhaltige Technologien,  Steinbeis Innovationsgesellschaft energie+ (Braunschweig), Fraunhofer-Gesellschaft e.V. für ihr Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM, Bremen), Jacobs University Bremen, Fachhochschule Westküste (Heide), Universität Duisburg-Essen (Abteilung für Finanzmarktökonometrie),  Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung (Altenholz), Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität – Recht, Ökonomie und Politik e.V. (Berlin),  Stadtwerke Heide GmbH, Graforce Hydro GmbH (Berlin), IPP Ingenieurgesellschaft Possel u. Partner GmbH & Co. KG (Kiel), Tachycon GmbH (Kiel), Vater Holding GmbH (Schwentinental), Hydrogenious Technologies GmbH (Erlangen), AIMES GmbH (Selent), Coulomb GmbH (München), Entelios AG (München), Stadt Heide, Raum & Energie, Institut für Planung, Kommunikation und Prozeßmanagement GmbH (Wedel)

 

Fördersumme OTH (inkl. PP): 1.438.111,45 €

Fördermittelgeber: BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung

Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner

Projektdauer: 01.10.2017 - 30.09.2020

Im Projekt MAGGIE sollen beispielhaft für das genossenschaftliche historische Stadtquartier „Margaretenau“ in Regensburg Musterlösungen für energieoptimiertes Wohnen mit innovativen Wandaufbauten aus solaraktiven Baustoffen und einer vorhersagebasierten Versorgungstechnologie entwickelt werden. Dazu wird ein bestehendes Wohngebäude als Demonstrations- und Versuchsobjekt genutzt, bei dem ein neuartiges, besonders effizientes Hybridsystem aus Wärmepumpentechnologie und Kraft-Wärme-Kopplung zum Einsatz kommt. Für die denkmalgerechte Modernisierung der historischen Fassaden wird ein solaraktives und solaradaptives Außenputzsystem entwickelt. Dieses System stellt aufgrund seiner erwarteten Eigenschaften nach dem derzeitigen Stand von Bautechnik und Bauphysik eine revolutionäre Innovation dar. Es wird anstelle eines Wärmedämmverbundsystems am Objekt eingesetzt. Der erhöhte Ausnutzungsgrad solarer Gewinne in Verbindung mit einer verbesserten thermischen Behaglichkeit im Gebäudeinneren durch innovative Innenputz-/Innenfarbsysteme trägt maßgeblich zur Einsparung von Heizwärme bei. Die Absicherung der bauphysikalischen und wärmetechnischen Eigenschaften erfolgt durch empirische Versuche an einem Wandprüfstand sowie bauphysikalische Modelle und Simulationen. Die Ergebnisse gehen auch in die im Folgenden erläuterte dynamisch-perspektivische Anlagen-Steuerung ein. Die innovative Technik wird mit den Wärmespeichereigenschaften der Bestandsgebäude verknüpft.

Fördersumme: 2.336.750,00 €

Fördermittelgeber: BMWi - Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Projektleitung: Prof. Dr. Oliver Steffens

Projektdauer: 01.09.2017 - 31.10.2019

Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer Kollisionssimulation, welche weltweit erstmals die reale Ist-Situation in der CNC-Maschine selbstständig erfasst und berücksichtigt, um „virtuell" Kollisionen zuverlässig im Vorfeld zu erkennen und die reale Bearbeitung zu stoppen: CrashSimulation 4.0.

Dieses Verfahren wird, unabhängig von bestimmten Maschinentypen, in der Lage sein, Kollisionen durch Abweichungen von der Soll-Situation - z. B. fehlerhaft positionierte Fixier- und Spannvorrichtungen, Abweichungen in der Rohling- oder Werkzeuggeometrie sowie manuelles überschreiben des CNC-Codes an der CNC-Maschine - zu erkennen und durch Eingriff in die Maschinensteuerung effektiv zu verhindern. Mittels der CrashSimulation 4.0 werden kostspielige Schäden und Maschinenausfallzeiten vermieden.

Kooperationspartner: OPUS Entwicklungs- und Vertriebs GmbH, Kirchheim unter Teck 

Fördersumme: 190.000,00€

Fördermittelgeber: BMWi - Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Ellermeier

Projektdauer: 01.09.2017 - 28.02.2019

Das beantragte Projekt trägt zur Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung bei, indem es eine Lösung bereitstellt, die einen immanenten Medienbruch in eHealth-, mHealth- und Telemedizin-Lösungen beseitigt sowie deren rechtskonforme und nutzerfreundliche Umsetzung signifikant vereinfacht. Mit der Videosprechstunde wird eine Anwendung des § 291g SGB V unter Nutzung der neuen Möglichkeiten von eGK und TI realisiert, die unmittelbar in bestehende Versorgungsszenarien integriert werden kann.

Dabei werden für eine zeitgemäße IT-Nutzung in der Gesundheitsversorgung relevanter Anwendungen untersucht, ob mit den in der Förderbekanntmachung benannten Technologien (eGK, NFC) ein sicherer und für die Anwender nutzbarer Austausch von Daten und Datenströmen zwischen Versicherten und Leistungserbringern umsetzbar ist.


Kooperationspartner: Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V

Fördersumme: 17.589,00 €

Fördermittelgeber: BMG - Bundesministerium für Gesundheit

Projektleitung: Prof. Dr. Georgios Raptis

Projektdauer: 01.11.2017-31.10.2020

NoSQL-Datenbanksysteme sind in der agilen Anwendungsentwicklung sehr populär geworden. Eine attraktive Eigenschaft vieler Systeme ist ihre Schema-Flexibilität, d. h. es muss keine feste Struktur der Daten vorab deklariert werden, um Objekte in der Datenbank dauerhaft speichern zu können. Häufig haben die Daten dennoch ein festes Schema, das durch den Anwendungscode festgelegt wird. Getrieben durch die agile Anwendungsentwicklung ändert sich jedoch dieses Schema häufig, man spricht daher auch von Schemaevolution.


Früher oder später müssen die aufgelaufenen Daten oft auf eine homogene Struktur hin migriert werden. Bei Datenmengen, wie sie in der BigData Ära anfallen, stellt eine skalierbare Lösung eine technologische Herausforderung dar.


Prof. Dr. Stefanie Scherzinger von der OTH Regensburg, Dr. Meike Klettke von der Uni Rostock und Prof. DrUta Störl von der Hochschule Darmstadt forschen seit mehreren Jahren erfolgreich auf diesem Gebiet. Mit der Bewilligung ihres gemeinsamen Förderantrags mit dem Titel “NoSQL-Schemaevolution und skalierbare Big Data Datenmigration” erfährt ihr Vorhaben nun finanzielle Unterstützung für eine Laufzeit von drei Jahren.


Unter anderem finanziert die Deutsche Forschungsgesellschaft für Frau Prof. Stefanie Scherzinger eine Vertretung in der Lehre für die Dauer eines Jahres, damit sich die Professorin in dieser Zeit ihrer Forschungsarbeit widmen kann.

Kooperationspartner: Hochschule Darmstadt, Universität Rostock
Fördermittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V.

Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Stefanie Scherzinger

Projektdauer: 01.06.2017 - 30.11.2019

Der Widerstand gegen langlaufende Risse unter Gewährleistung von Rissarrest stellt eine der wichtigsten Sicherheitsanforderungen an gastransportierende Rohrleitungen dar. Um diese Anforderungen zu erfüllen, wurden seitens der europäischen Stahlindustrie Rohrleitungsstähle mit hervorragenden Zähig­keitseigenschaften entwickelt. Allerdings kann das Potential dieser modernen und höchstzähen Werkstoffe bislang nicht ausgenutzt werden. Dies liegt daran, dass bei der Zähigkeitscharakterisierung Phänomene beobachtet werden, die bei Stählen moderater Zähigkeit noch unbekannt sind. Hierbei handelt es sich einerseits um Bruchflächenaufreißungen und andererseits um inverses Bruch­verhalten. Aufgrund des ungewöhnlichen Verhaltens der höchstzähen Werk­stof­fe und den fehlenden Erfahrungswerten im Umgang mit diesen Stählen herrscht derzeit bei den Bemessungsingenieuren eine große Unsicherheit. Da diesem Sachverhalt konservativ begegnet wird, ist die Ausnutzung des Leicht­baupotenzials von höchstzähen Stählen derzeit nicht möglich.

Das hier beantragte Projekt hat zum Ziel, dieser Ungleichbehandlung der mo­der­nen höchstzähen Rohrleitungsstähle entgegenzutreten. Hierzu soll in einem ersten Schritt aufgezeigt werden, dass sowohl das inverse Bruch­ver­hal­ten als auch die Bruchflächenaufreißungen durch schädigungs­me­cha­ni­sche Model­lie­rungsansätze abgebildet werden können. Anschließend soll die Frage beant­wor­tet werden, wie relevant diese Phänomene für den Anwendungsfall „druck­füh­rende Rohrleitung“ sind. Im zweiten Schritt wird deshalb auf Basis von Bau­teil­simulationen überprüft, inwiefern inverses Bruchverhalten und Bruch­flä­chen­aufreißungen sich auf das Rissarrestvermögen auswirken. Die aus beiden Schritten erzielten Ergebnisse können insbesondere von kleinen und mittel­stän­di­schen Ingenieurbüros dazu eingesetzt werden, um auf den konkreten Anwendungsfall abgestimmte Zähigkeitsanforderungen zur Vermeidung von langlaufenden Rissen zu definieren.

Kooperationspartner: RWTH Aachen - Lehrstuhl und Institut für Eisen­hüt­ten­kunde
Fördersumme: 201.000 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Projektleitung:Prof. Dr.-Ing. Aida Nonn

Projektdauer: 01.07.2017 - 30.06.2020

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die Entwicklung neuer technologi­scher Möglichkeiten für den biologischen Methanisierungsprozess mit Archaeen. Dabei wird zum einen ein Rieselbett-Bioreaktor optimiert, simuliert und für die Hochskalierung vorbereitet. Zum anderen werden optimal geeignete Mikro­orga­nismen selektiert und deren Verhalten und Eignung im Reaktor untersucht. In Versuchsreihen wird anschließend das Verhalten des entwickelten Systems im Labor und im Feldtest an einer bestehenden Power-to-Gas-Anlage getestet.
Der Schwerpunkt der OTH Regensburg liegt auf der Untersuchung von kon­zep­tionellen und konstruktiven Fragestellungen, wie bspw. die Identifizierung ge­eig­neter Füllkörper und optimaler Werkstoffe.

Kooperationspartner: Universität Regensburg (Lehrstuhl für Mikrobiologie, Archaeenzentrum), Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (Lehr­stuhl für Energieverfahrenstechnik), Electrochaea GmbH (Planegg), MicroPyros GmbH (Straubing), MicrobEnergy GmbH (Schwandorf), Westnetz GmbH (Dort­mund), Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.
Fördersumme: ca. 290.000 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Projektleitung:Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner

Projektdauer: 24 Monate

Das Gesamtziel des Vorhabens ist die Erarbeitung von Grundlagen zur Aus­le­gung der Motorsteuerung von pflanzenöltauglichen Off-Road-Motoren mit mo­der­ner Abgasnachbehandlung und die Validierung der Ergebnisse am Prüf­stand. Die Forschungsergebnisse sind überwiegend kraftstoffspezifisch und sind daher auf unterschiedliche Motoren übertragbar.
Die Ergebnisse des Vorhabens sollen den Kenntnisstand zu motorrelevanten Eigenschaften von Rapsölkraftstoff und anderen Pflanzenölen erweitern. Sie tragen dazu bei, die Wissensbasis für die Auslegung von Injektoren und Ab­gas­nachbehandlungssystemen zu verbessern und somit auch Simula­tions­be­rech­nungen zu ermöglichen. Aufgrund der Unterstützung eines Motorher­stel­lers im Projektteam können kraftstoffoptimierte Applikationen des Motors aus ers­ter Hand realisiert und deren Optimierungspotenziale durch Ver­mes­sung am Motorprüfstand aufgezeigt werden.

Kooperationspartner: Deutz AG (Köln-Porz), Technologie- und Förderzentrum im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe (Straubing)
Fördersumme: 229.668,00 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Projektleitung:Prof. Dr.-Ing. Hans Peter-Rabl

Projektdauer: 01.03.2017 - 28.02.2019

Ziel des Forschungsprojektes ist es, einfache Verfahren zu entwickeln, mit de­nen auf Basis von Versuchen an Kleinkörpern oder Einzelsteinen die für die Be­messung von Planziegelmauerwerk relevanten Effekte bestimmt werden kön­nen. Hierbei sind z.B. die Besonderheiten im Bereich der Endauflagerung von teilaufgelagerten Geschossdecken zu nennen, bei denen in den benach­bar­ten Steinlagen mehraxiale Spannungszustände wirken, was bemes­sungs­relevant sein kann. Zudem ist parallel das Ziel, die Erhöhung der Leis­tungs­fä­hig­keit der Bauweise durch die Sicherstellung höherer und verläss­li­cher Fes­tig­keitswerte zu erreichen. Die Prüfverfahren sollen Eingang in die Normung finden.

Hintergrund: In der Europäischen Norm für die Bemessung von Mauerwerk (Eurocode 6) werden für die Ermittlung der Druckfestigkeit von Planziegel­mauerwerk zentrische Druckversuche an RILEM-Körpern nach DIN EN 1052-1 (Prüfkörperhöhe 1,25 m) vorgegeben. Aus den Versuchsergebnissen kann di­rekt die charakteristische Mauerwerksdruckfestigkeit fk bestimmt werden. Dieses Vorgehen ist in den europäischen Nachbarländern Deutschlands der Regelfall und hat sich vom Grundsatz her bewährt. In Deutschland wird diese Vorgehensweise mit dem nationalen Anhang von EC 6 ausgeschlossen und für sämtliche Planziegel ist die Erwirkung einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zu­lassung des Deutschen Instituts für Bautechnik zwingend erforderlich. Im Zuge dieser Zulassungsverfahren werden äußerst aufwendige sog. doppelt­ex­zent­rische Versuche an geschosshohen Wänden gefordert, bei denen am Wand­kopf und -fuß die Last nicht zentrisch sondern mit einer entgegengesetz­ten Ausmitte eingeleitet wird. Entsprechend ist die daraus bestimmte Druck­fes­tig­keit deutlich kleiner als die nach DIN EN 1052-1 ermittelte. Dieses stellt zudem eine wirtschaftliche Benachteiligung gegenüber Produkten aus euro­päi­schen Nachbarländern mit den dort deklarierten Festigkeiten dar.

Kooperationspartner: Institut für Ziegelforschung Essen e.V. (Essen), Bun­des­verband der Deutschen Ziegelindustrie e.V. (Berlin), August Lücking GmbH & Co. KG (Warburg Bonenburg), Hörl & Hartmann Ziegeltechnik GmbH & Co. KG (Dachau), JUWÖ Poroton Werke (Wöllstein), Keratek GmbH (Bad Essen), Leipfinger & Bader KG (Buch a. Erlbach), Olfry Ziegelwerke GmbH & Co. KG (Vechta), Recker Ziegelwerk Berentelg & Hebrok OHG (Recke), Röben Ton­bau­stoffe GmbH (Zetel), Schlagmann Poroton GmbH & Co.KG (Aichach), Wie­ner­berger GmbH (Hannover), Ziegelwerk Otto Bergmann GmbH (Kalletal), Zie­gel­werk Klosterbeuren L. Leinsing GmbH & Co KG (Babenhausen), Ziegelwerk Klaus Huber GmbH & Co.KG (Nossen), Ziegelwerk Ott Deisendorf GmbH (Überlingen), Ziegelwerk Bellenberg Wiest GmbH & Co KG (Bellenberg)
Fördersumme: 218.600 Euro
Fördermittelgeber: Forschungsgemeinschaft Ziegelindustrie e.V.

Projektleitung:Prof. Dr.-Ing. Detleff Schermer

Projektdauer: 15.02.2017 – 31.08.2019

Ziel des Vorhabens ist die Analyse von Power-to-X(PtX)-Technologien und Pfaden sowie deren vergleichende Einordnung im Kontext von erneuerbarer Elektrizität als Primärenergie. Eingebettet in das PtX-Vorhaben „P2X: Erfor­schung, Validierung und Implementierung von „Power-to-X“ Konzepten“ sollen die in diesem Konsortium - vorwiegend aus Sicht der Grundlagen­for­schung -betrachteten Technologiepfade um weitere ergänzt (Power-to-Heat, Power-to-Gas, Power-to-Ammoniak) und in den Gesamtkontext Energiewende einge­ordnet werden. Dafür wird das Integrationspotenzial von PtX im industriellen Bereich identifiziert. Die Ergebnisse werden in ein Simulationsmodell überführt, in verschiedenen Szenarien modelliert und optimiert um folgende wesentliche Kernfragen zu beantworten:

  • Wie kann Strom als Primärenergie in der chemischen und energieintensiven Industrie zur „Dekarbonisierung“ stofflich genutzter fossiler Rohstoffe ver­wen­det werden?
  • Welches Klimaschutzpotenzial kann über PtX erschlossen werden?
  • Welche Geschäftsmodelle lassen PtX-Verfahren wirtschaftlich werden?
  • Wie vergleichen sich die PtX-Verfahren zu anderen Flexibilitätsoptionen und Integrationsmaßnahmen für erneuerbare Energien?
  • Welche Systemdienstleistungen können für die Stromversorgung durch den Einsatz von PtX-Technologien in der Industrie in welchem Umfang bereit­ge­stellt werden?
Das geplante Vorhaben führt dazu, die wissenschaftliche Diskussion über Power-to-X und vor allem dessen Einsatz im Industriesektor voranzutreiben. Neuartige Ideen und Konzepte im Bereich PtX und dessen Integration in das deutsche Energiesystem könnten dadurch erschlossen werden. Somit können zukünftige Investitionsentscheidungen systematischer und effektiver getroffen werden.
Kooperationspartner: siehe Konsortium P2X
Fördersumme (inkl. PP.): 494.630,77 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner

Projektdauer: 01.01.2017 – 31.12.2019

Ziel des Projekts ist eine neue Fertigungstechnologie zu erforschen und umzusetzen. Diese neue Prozesstechnologie setzt sich aus dem additiven Fertigungsprozess im dreidimensionalen Raum und der Integrierung von Faserverstärkung zusammen, um hochbelastbare und hochsteife Bauteile zu erhalten. Diese Fertigungstechnologie ermöglicht es, eine zu konzipierende Strukturoptimierung für faserverstärkte Bauteile zu nutzen. Durch die Kombination der einzelnen Teiltechnologien ergibt sich eine neue Gestaltungsmöglichkeit für Leichtbaustrukturen, die last- und fasergerechte Optimierung einschließt und dem Anwendungsfall angepasste Funktionen ermöglicht.

Kooperationspartner: Wehrwissenschaftliches Institut für Werk- und Betriebsstoffe (WIWeB) Erding

Fördersumme: 270.000,00 €

Fördermittelgeber: Bundesministerium für Verteidigung

Projektleitung:Prof. Dr. Ingo Ehrlich

Projektdauer: 01.01.2017 – 31.12.2020

Das Projekt C/sells basiert auf der Idee, vielfältige Infrastrukturzellen intelligent zu einem Organismus zu verbinden, in dem wirtschaftliche Chancen mit physikalischen Notwendigkeiten und dem Willen zu nachhaltigem Wirtschaften in Einklang gebracht werden. C/sells spannt einen Ost-West Sonnenbogen der Flexibilitäten von Bayern über Hessen nach Baden-Württemberg. Der steigende Anteil erneuerbarer Energien an der Energieversorgung ist eine zentrale energiepolitische Herausforderung der nächsten Jahre, die einen Ausbau von Energieinfrastrukturen erforderlich macht. Das Energienetz soll künftig auf einen flexibleren und strategischen Ansatz abzielen, da wir nicht nur neue Infrastrukturen brauchen, sondern auch ein Netz das stärker integriert, vernetzt und intelligenter ist.

Gesamtverbundkoordinator: Smart Grids Baden-Württemberg GmbH  

Fördersumme: 565.433,00 €

Fördermittelgeber: BMWi – Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Projektleitung:Prof. Dr. Oliver Brückl

Projektdauer: 01.11.2016 – 31.10.2019

Im Projekt Femion wird ein Demonstrator entwickelt, um im Bereich der Va­kuumsensorik neue Innovationen für Industriefelder weiterzuentwickeln. An­hand einer miniaturisierten, elektrisch-pulsbaren Feldemissionselektro­nen­quelle (FE-Elektronenquelle) soll eine geringe Stromfluktuation realisiert wer­den. Nach Fertigstellung erster Demonstratoren sollen diese unter realistischen Bedingungen im Ionisationsvakuummeter des Kooperationspart­ners Thyracont erprobt und charakterisiert werden. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung einer miniaturisierten FE-Elektronenquelle für die Anwendung in Ionisations­vakuummetern, die folgende Anforderungen erfüllt:

  • Betriebsspannung: < 300 V
  • Stromstärken: > 1 mA
  • Fluktuation des Emissionsstroms: < 2%
  • Lebensdauer: > 40.000h bei 10-7 mbar

Diese Anforderungen ergeben sich aus den industriellen und konkreten An­wen­dungsfeldern für Ionisationsvakuummeter des Kooperationspartners Thyracont.

Kooperationspartner: Thyracont Vacuum Instruments GmbH (Passau), University of Eastern Finland (Joensuu)
Fördersumme: -
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektleitung: Prof. Dr. Rupert Schreiner
Projektdauer: 01.03.2012 – 31.12.2020

Das nachhaltige und effektive Lernen einer so komplexen, abstrakten und an­spruchsvollen Disziplin wie Software Engineering stellt eine Herausforde­rung dar – sowohl für Studierende als auch für Dozenten. Das Projekt EVELIN erar­beitet Antworten auf die zentrale Frage „Wie lässt sich Software Enginee­ring am Besten lehren und lernen?“ und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur weiteren Verbesserung der Hochschulausbildung von Software Enginee­ring.

EVELIN ist auch für die zweite Förderphase im Qualitätspakt Lehre vorge­se­hen. Damit kann die Arbeit an der systematischen Weiterentwicklung der Lehre im Software Engineering bis Ende 2020 fortgesetzt werden.

>> zur Projekt-Homepage

Kooperationspartner: Hochschulen für angewandte Wissenschaften Aschaf­fenburg, Coburg, Kempten, Neu-Ulm
Fördersumme: 12 Mio. Euro (gesamt) über 9 Jahre / 3,42 Mio. Euro (OTH Regensburg)
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektleitung: Prof. Dr. Jürgen Mottok
Projektdauer: 15.10.2016-14.10.2019

Mit dem an der Universität Freiburg entwickeltem Bioradar können in Katas­tro­phengebieten Verschüttete unter Trümmern gezielt lokalisiert werden. In die­sem Projekt wird ein dafür spezifisches unbemanntes Luftfahrzeug (UAV) ent­wickelt, damit dieses fliegende Lokalisierungssystem schneller an die oft­mals schlecht und nur unter Risiko zugänglichen Messorte gebracht werden kann. Dieser effiziente und kompakte UAV zeichnet sich insbesondere durch folgende Eigenschaften aus:

  • Integration der benötigten Schnittstellen und Funktionen in der Flugsteue­rung des UAVs 
  • Umsetzung eines Konzeptes zur Ausfall- und Störungssicherheit des UAVs
Kooperationspartner: Universität Freiburg, MEDER CommTech GmbH (Singen), Pixelflieger.de UG (Regenstauf), contagt GmbH (Mannheim)
Fördersumme: 362.000 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektleitung: Prof. Dr. Rudolf Bierl
Projektdauer: 01.06.2016 – 31.05.2019

In diesem Projekt wird ein haptisch-visuelles Trainingssystem für chirurgische Eingriffe an komplexen Knochenstrukturen unter Nutzung klinischer Volumen­daten (CT, MRT) realisiert, das als sog. „Serious Game“ mit immersiver Didak­tik gestaltet wird. Es bildet damit eine synergistische Ergänzung von vorhande­nen Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten an Tiermodellen und füllt die Lücke zwischen „Üben an Patienten“ und realitätsnaher virtueller Interkation durch ein haptisches und visuelles Lernerlebnis. Das Projekt ist durch die Nutzung von Haptik-Armen und Techniken der 3D-Visualisierung dem Bereich „Mensch-Maschine-Interaktion im Demographischen Wandel“ zuzurechnen. Durch Nut­zung dieser Techniken im Kontext eines neuen Fortbildungsansatzes für das Erlernen chirurgischer Fähigkeiten in Form von spielerischem Lernen, reali­tätsnahen Trainingseinheiten und „Erfahrbarem Lernen durch haptisch-vi­suel­le Komponenten“ adressiert das Projekt gleichermaßen die Fragestellung der „Digitalisierung im Demographischen Wandel“ sowie die Demographie­strategie der Bundesregierung durch neue, interaktive und digitale Möglich­kei­ten der Aus- und Fortbildung für alle Altersklassen.

Kooperationspartner: Universitätsklinikum Regensburg, Universitätsklinikum Regensburg, szenaris GmbH (Bremen), Haption GmbH (Aachen), SeeFront GmbH (Hamburg), Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS (Erlangen)
Fördersumme: 360.000 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektleitung: Prof. Dr. Christoph Palm
Projektdauer: 01.01.2016 – 31.12.2018

Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines auf faserverstärkte Kunststoffe (FVK) ausgelegtes integriertes Structural Health Monitoring (SHM) Systems zur Überwachung gekrümmter Strukturbauteile an Flugzeugen. Das Einsatzgebiet dieses Systems zielt vor allem auf Bereiche des Flugzeuges ab, welche durch Vogelschlag oder andere Aufprallschädigungen im An- und Abflug beschädigt werden können und eine Schadensdetektion sowie Schadenslokalisation not­wendig ist. Dies trifft bei Strukturbauteilen hauptsächlich auf die Flügelvorder­kanten, die Vorderkanten des Triebwerkseinlaufs, das Radom an der Luftfahr­zeugnase sowie die Seiten- und Höhenleitwerke am Heck zu.  Auftretende Schädigungen werden neben der reinen Lokalisation in verschie­dene Scha­dens­klassen eingeteilt. Das System soll eine material­spezifi­sche Schadens­klassifizierung ermöglichen und gleichzeitig gezielt Auskunft über den aktuellen Zustand der Struktur, die resultierenden Maßnahmen sowie die Not­wen­digkeit einer Bauteilprüfung geben. Durch die vollständige Schadens­beur­teilung des entwickelten Systems sollen folglich Standzeiten von Flug­zeu­gen aufgrund vogelschlagbedingter Bauteilüberprüfungen und -wechsel verkürzt werden.

Kooperationspartner: iNDTact GmbH, Würzburg
Fördersumme: 190.000 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Ingo Ehrlich
Projektdauer: 01.01.2018 – 31.12.2019

Bei elektroaktiven Polymeren (EAP) handelt es sich um ein Forschungsgebiet, das bis zum Ende des 19. Jahrhunderts zurückreicht. Die Entwicklungen auf diesem Gebiet wurden zwar ständig vorangetrieben, aber der Forschungs­bereich ist erst durch die Wiederaufnahme der Forschungen an EAP für den Einsatz als künstlicher Muskel durch Yoseph Bar-Cohen im Jahr 2005 sehr aktiv geworden. An der OTH Regensburg werden bereits seit mehreren Jahren hierzu Forschungen betrieben. Inzwischen sind weitere Forschungen bezüglich der elektrischen Eigenschaften der MAP an der OTH Regensburg geplant, die auch auf frühere Arbeit zurückzuführen sind [Monkman, 1994; 1997; 2003]. Obwohl die elektrische Kapazität schon untersucht wurde, fehlt bisher die Er­forschung der elektrischen Polarisation und der Relaxationszeit des Dielek­tri­kums. Mit sehr weichen magnetoaktiven Elastomeren (MAE) wäre auch Elek­tro­phorese und Dielektrophorese ein interessantes und ergiebiges For­schungs­gebiet für zukünftige Arbeiten.

Kooperationspartner: -
Fördersumme: ca. 100.000 Euro
Fördermittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V.
Projektleitung: Prof. Dr. Gareth Monkman
Projektdauer: 01.08.2015 – 31.01.2019

Gegenstand des Fördervorhabens μPAS II ist es, ein miniaturisiertes photo­akustisches Sensorelement für den Einsatz in speziellen Anwender­milieus wei­ter­zu­entwickeln und an die Messaufgabe anzupassen. Im Rahmen des För­der­projekts μPAS (03ET1137A, 06/12-05/15) konnte das photo­akus­tische Mess­prinzip bereits als grundsätzliches Verfahren zur Detektion nieder­konzentrierter gasförmiger Spezies identifiziert und eine Minia­turi­sierung des Sensorelements erreicht werden.

Nun soll das Sensormodul in verschiedenen Realgasumgebungen (Brenn­kammeratmosphäre, Gasbildung durch Alterungsprozesse von Ölen) getes­tet und charakterisiert werden. Das Gesamtziel des dreijährigen Projekts sind der Bau und die Charakterisierung eines Demonstrators und die Quanti­fi­zie­rung des Energieeffizienzgewinns der betrachteten Prozesse bei Ein­satz der photo­akustischen Messtechnik. Die Ergebnisse sollen den Anwen­dern die Ent­schei­dung über eine mögliche spätere Produktentwicklung ermöglichen.

Kooperationspartner: AVL Emission Test Systems GmbH (Neuss); Messko GmbH (Oberursel); Micro-Hybrid Electronic GmbH (Hermsdorf); Nanosystems and Technologies GmbH (Gerbrunn)
Fördersumme: 810.921 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Projektleitung: Prof. Dr. Rudolf Bierl
Projektdauer: 01.12.2014 – 31.12.2018

Die OTH Regensburg engagiert sich im Fachgebiet Geotechnik seit über einem Jahrzehnt wissenschaftlich in der Thematik Wechselwirkung zwischen Boden und konstruktiven Bauteilen wie z.B. Rohre. Insbesondere verfügt das Fach­gebiet Geotechnik aus FuE- und Industrie-Projekten über ausgeprägte Erfah­rungen zum Wechselwirkungsverhalten von Fernwärmerohren mit dem umge­benden Boden und Flüssigböden, die nun auf die DC-CTL-Rohre ausgeweitet werden sollen.

Im Rahmen des DCCTL-Vorhabens sollen folgende Themen wissenschaftlich bearbeitet werden:

  • Berechnung der mechanischen Beanspruchung des thermisch belasteten Rohres im Erdreich sowie Erarbeiten der Grundlagen zu derer Dimensio­nierung
  • Untersuchung und Definition des geeigneten Bettungsstoffs für eine Erd­verlegung der DCCTL
Kooperationspartner: Salzgitter Mannesmann Line Pipe GmbH, Siemens AG, TU Berlin, HTW Dresden, Amprion GmbH
Fördersumme: 482.987 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Thomas Neidhart
Projektdauer: 01.09.2014 – 31.08.2018
Ziel des Verbundprojekts ist die Entwicklung einer zentralen Sensorplattform. Diese soll es möglich machen, kostenneutral und vor allem ohne invasive Ein­griffe in die Gebäudestruktur Daten wie etwa Energieverbrauchszahlen zu er­mit­teln. Die Plattform ersetzt somit eine Vielzahl einzelner, über das Gebäude ver­teilter Messgeräte und ist beispielsweise im Facility Management genauso anwendbar wie in der Überwachung von Industrie- und Produktionsanlagen.
Kooperationspartner: TU München, EBSnet | eEnergy Software GmbH, MergSystems GmbH & Co. KG, rBITech UG, sonixc GmbH
Fördersumme: 340.802 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Projektleitung:Prof. Dr. Rudolf Hackenberg

Projekte im Rahmen von EU-Förderungen

Projektdauer: 01.06.2018 – 31.05.2022

The SWS-HEATING project will develop an innovative seasonal thermal energy storage (STES) unit with a novel storage material and creative configuration, i.e. a sorbent material embedded in a compact multi-modular sorption STES unit. This will allow to store and shift the harvested solar energy available abundantly during the summer to the less sunny and colder winter period thus covering a large fraction of heating and domestic hot water demand in buildings. The targeted benefit of this next generation solar heating technology is to reach and overcome a solar fraction of 60% in central/north Europe, reaching 80% in the sunnier south of Europe, with a compact and high-performing STES system at low cost, realising solaractive houses throughout EU.

The SWS-heating system is based on a multi-modular sorption seasonal thermal energy storage (STES) unit, using novel sorbent materials of Selective Water Sorbents (SWS) family characterised by superior heat storage density compared to the state of the art, making it possible to drastically decrease the storage volume with negligible thermal losses. These materials are employed in a sorption module with dedicated heat exchangers. Solar heat is provided to the storage modules by high efficiency evacuated tube solar thermal collectors. Intensive research activities will deal with an advanced vacuum combistorage tank, with the aim to further minimise thermal losses. A smart and adaptive control will be developed for efficiently managing heat supply and demand sides, including advanced features aiming at user-friendliness. A building prototype will be commissioned including the SWS-heating system, which will be tested and validated in Germany and Sweden and proof all challenging objectives.

Further information: Offical webpage

Kooperationspartner:

1 NATIONAL TECHNICAL UNIVERSITY OF ATHENS - NTUA Greece

2 UNIVERSIDAD DE LLEIDA Spain

3 CONSIGLIO NAZIONALE DELLE RICERCHE Italy

4 FAHRENHEIT AG Germany

5 OSTBAYERISCHE TECHNISCHE HOCHSCHULE REGENSBURG Germany

7 UNIVERSITA DEGLI STUDI DI PERUGIA Italy

8 BORESKOV INSTITUTE OF CATALYSIS, SIBERIAN BRANCH OF RUSSIAN ACADEMY OF SCIENCES Russian Federation

9 AKOTEC PRODUKTIONSGESELLSCHAFT MBH Germany

10 TEAVE Ltd Greece

11 PHASE CHANGE MATERIAL PRODUCTS LTD United Kingdom

12 AIREC AB Sweden

13 THE UNIVERSITY OF SUSSEX United Kingdom

14 SINAGRO ENGINYERIA SLP Spain

15 Kokorelia Architects ltd United Kingdom

16 KUNGLIGA TEKNISKA HOEGSKOLAN Sweden

Fördersumme: 4.994.926.000 Euro
Fördermittelgeber: Europäische Union
Projektleitung: Prof. Dr. Belal Dawoud 
Projektdauer: 01.06.2018 – 30.04.2021

Der Projektantrag “Integrated Development 4.0” hat sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklungsprozesse in der elektronischen Komponenten- und Systeme-Industrie in Europa mittels Digitalisierung deutlich zu beschleunigen. Das Projekt „iDev40“ ist als „Innovation Action“ positioniert und beschäftigt sich mit einem ganzheitlichen Systemansatz, der sich auf die drei Säulen der digitalen Produktion, des digitalen Wissens und der digitalen Entwicklung konzentriert und somit den aktuellen Stand der Technik im Bereich Digitalisierung erweitert. Der in iDev40 entwickelte Ansatz einer ganzheitlichen digitalen Repräsentanz, zielt auf eine nahtlose Integration von Entwicklung in eine Industrie 4.0 kompatible Produktionsumgebung. Zudem werden schnelles Lernen aus großen Datenmengen, sowie Validierung und Schutz des Wissens zu einer wesentlichen Steigerung der Produktivität und Reduktion der Entwicklungszeiten beitragen. 

Durch einen „integrierten Entwicklungsansatz“ mit Lernen aus großen Datenmengen der Entwicklung, erweiterten Analysefunktionen und Mitarbeiter-Excellence, ergänzt das Projekt iDev40 die laufenden Industrie 4.0 Innovationsprojekte und stärkt damit Europas führende Position im Bereich elektronischer Komponenten.

Im Rahmen des ECSEL-Vorhabens iDev40 wird die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg vor allem die interaktive Zusammenarbeit zwischen Menschen und Robotern unter Berücksichtigung optimaler Arbeitsaufteilung auf Basis innovativer, quelloffener safety-kritischer Systeme zu verwirklichen, die dafür notwendigen Softwarearchitekturen auf Basis quantitativer soziotechnischer Untersuchungen zu gestalten, die ebenfalls die Integration hochgradig immersiver virtueller Realität ermöglichen wird, um virtuelle Simulationen nahtlos mit der physikalischen Produktion zu verknüpfen.

Kooperationspartner:

Deutschland: camLine GmbH, eccenca GmbH, Elmos Semiconductor AG, Fern-Universität Hagen, Fraunhofer Institute for Integrated Systems and Device Technology, Giesecke+Devrient Mobile Security GmbH, Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, Hochschule Zittau/Görlitz, Infineon Technologies AG, Infineon Technologies Dresden GmbH, Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg, SYSTEMA GmbH, Technische Universität Dresden, University of Siegen, Westsächsische Hochschule Zwickau .

Österreich: Austrian Institute of Technology GmbH, AVL List GmbH, Infineon Technologies Austria AG, Infineon Technologies IT-Services GmbH, CISC Semiconductor GmbH, evolaris next level GmbH, KAI Kompetenzzentrum Automobil- und Industrieelektronik GmbH, Know Center GmbH, Kompetenzzentrum - Das Virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH, TTTECH Computertechnik AG, Technische Universität Wien, Universität Klagenfurt

Belgien: Sirris, Yazzoom

Italien: Infineon Technologies Italia S.r.l., University of Milan-Bicocca

Rumänien: Infineon Technologies Romania & Co SCS, Technical University of Cluj-Napoca, University Politehnica of Bucharest

Spanien: Akting Ingeniaritza, SL, Fundacion Tecnalia Research & Innovation, JEMA Energy S.A., Ibermatica 

Fördersumme: 229.903,00 Euro
Fördermittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Projektleitung: Prof. Dr. Wolfgang Mauerer
Projektdauer: 01.01.2018 – 31.12.2020
Das Ziel dieses Projektes ist die Verbesserung der manuellen Geburtshilfe. Aufbauend auf in der Entwicklung befindlichen Modellen der Schulter wird in diesem Projekt ein virtuelles Handmodell erstellt. Dieses Modell ermöglicht die biomechanische Analyse der Belastungen. Dadurch ist eine umfassende Analyse und Optimierung der manuellen Geburtshilfe möglich. Desweiteren können die entwickelten Modelle für eine Vielzahl von weiteren Frage­stel­lungen aus der Medizin und Ergonomie angewendet werden.

Kooperationspartner: Westböhmische Universität Pilsen

Assoziierte Projektpartner: Karls-Universität Prag / Fakultät Medizin

Fördermittelgeber: EU / Interreg V A-Programm
Fördersumme: 287.335 Euro
Projektleitung:Prof. Dr.-Ing. Sebastian Dendorfer
Projektdauer: 01.09.2016 – 31.08.2019

Mit dem Projekt wird ein maßgeblicher Beitrag zur Innovationsstrategie Bayern und zur Strategie Europa 2020 (INTERREG V A-Programm) auf dem Technologiefeld „Effiziente Produktionstechnologien“ geleistet.

Ziel des Projekts ist es, eine zuverlässige Prozesskette für tragende Faser-verbundstrukturen mit thermoplastischer Matrix bereitzustellen. Dabei wird ein Halbzeugherstellungsprozess entwickelt und das Laserdurchstrahl-schweißen als Verbindungstechnologie unter Einsatz intelligenter Mess- technik zur Prozessüberwachung und -regelung erforscht. Die Schwankun- gen der Schweißnahtbreiten soll mithilfe einer geeigneten Prozessführung reduziert bzw. unterdrückt werden. Zudem wird ein nachhaltiger Wissens-transfer zwischen den Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft ange- strebt.

Das Projekt adressiert damit unmittelbar die bayerische Forschungs-, Tech- nologie- und Innovationspolitik auf dem Technologiefeld „Effiziente Produk- tionstechnologien“ und greift aktuelle Herausforderungen der Zukunftsindus- trie „Faserverstärkte Kunststoffe“ auf.

Kooperationspartner: Universität Pilsen
Fördermittelgeber: EU / Interreg V A-Programm
Fördersumme: 600.000 Euro
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Ingo Ehrlich, Prof. Dr.-Ing. Stefan Hierl
Projektdauer: 01.07.2016-30.06.2019

Im Rahmen des Projekts stellen die OTH Regensburg, der Technologie Cam­pus Freyung der TH Deggendorf gemeinsam mit der Universität Pilsen ein Ent­scheidungsunterstützungssystem (EUS) zur Verfügung, um grenzüber­schrei­tende technische, betriebliche und infrastrukturelle Entwicklungen zu forcieren und zu initiieren. Das EUS erhöht die Transparenz der kurzfristigen und lang­fristigen Auswirkungen von Entscheidungen in Bezug auf die zukünftige Ener­gie­versorgung. Es ermöglicht zudem die Anpassung bereits bestehen­der (na­tionaler/regionaler) Strategien und die Entwicklung neuer Strategien im Ener­gie­bereich. 

Kooperationspartner: TH Deggendorf, Universität Pilsen
Fördersumme: 270.000 Euro
Fördermittelgeber: Interreg V A-Programm
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Oliver Brückl
Projektdauer: 01.10.2016 – 30.09.2019

Mithilfe von digitalen Menschmodellen, die auf der individuellen Bewegung und den individuellen Muskelkräften basieren, kann die Biomechanik abgebildet werden. Das Hauptziel des Projektes ist es, neue Methoden für die Analyse von Schulterpathologien zu entwickeln, um die Möglichkeiten der Prävention, Therapie und Rehabilitation von Schulterverletzungen und -degenerationen zu erweitern.

Im Regensburg Center of Biomedical Engineering arbeiten Wissen­schaft­ler der OTH Regensburg aus den Bereichen Biomedical Engineering und Medi­zi­nische Informatik zusammen mit Partnern aus der medizinischen Fakul­tät der Universität Regensburg, diversen überregionalen und internationalen Partnern sowie Firmen an Themen und Fragestellungen, die sich oftmals in und aus der Medizin ergeben und auf vielfache Weise einen Bezug zum gesund­heit­lichen Alltagsleben der Menschen aufweisen.

Kooperationspartner: Universität Pilsen

Assoziierte Projektpartner: Universitätsklinikum Regensburg, Krankenhaus Cham, ARTOS - Gemeinschaftspraxis (Straubing)

Fördersumme: 290.000 Euro
Fördermittelgeber: EU / Interreg V A-Programm
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Sebastian Dendorfer
Projektdauer: 01.10.2016 - 30.09.2019

Mit dem Projekt „Unternehmerische Kompetenzen auf dem tschechisch-bayeri­schen Arbeitsmarkt“ soll die Anpassung der Ausbildung an die veränder­ten Be­dingungen auf dem Arbeitsmarkt gefördert werden. Während der Reali­sie­rung des Projektes erhalten Studierende und Alumni der beteiligten Hoch­schu­len grundlegende unternehmerische Kompetenzen, dank denen sie im Bereich der eigenen unternehmerischen Aktivitäten wie auch auf dem Arbeits­markt in der Position von innovationsbefähigten Arbeitnehmern erfolg­reicher sein können.

Kooperationspartner: Technische und Ökonomische Hochschule Budweis
Fördersumme: 346.000 Euro (OTH Regensburg)
Fördermittelgeber: EU / Interreg V A-Programm
Projektleitung: Prof. Dr. Sean Patrick Saßmannshausen
Projektdauer: 01.09.2016 – 31.08.2019

Im Rahmen des EU-Programms "Horizon 2020" gründete sich mit 11 Institu­tio­nen aus sieben Ländern das CANVAS-Konsortium: Constructing an Alliance for Value-driven Cybersecurity. Ziel des dreijährigen Projektes ist es, Expertin­nen und Experten aus unterschiedlichen Bereichen zusammenzubringen, um kon­krete Ideen für eine wertebasierte Cybersicherheit auszuarbeiten. Hierfür wird vorhandenes Wissen zu Ethik, Recht, Einstellungen und technischen He­raus­forderungen zusammengetragen und in Workshops zu den Themenkomplexen Gesundheitsbereich, Finanzwesen und Strafverfolgung bzw. nationale Sicher­heit weiter genutzt. Die resultierenden konkreten Handlungsempfeh­lun­gen werden in Informations- und Referenzmaterialien für Politik, Wissen­schaft und Industrie als auch in einem ‚Massive Open Online Course‘ (MOOC) konkreti­siert und so unter einem breiteren akademischen Publikum verbreitet. Ziel ist ein über die Projektdauer hinausgehender internationaler Diskurs über werte­basierte Cybersicherheit.

Das Institut für Sozialforschung und Technikfolgenabschätzung (IST) der OTH Regensburg wird unter Lei­tung von Prof. Dr. Karsten Weber den Themen­kom­plex Gesundheit koordinieren.

Das CANVAS-Projekt wird vom Ethik-Zentrum der Universität Zürich unter Leitung von Dr. Markus Christen koordiniert.

Kooperationspartner: Universität Zürich (Schweiz), Vrije Universiteit Brussel (Belgien), F-SECURE OYJ (Finnland), Universität Hamburg, Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Dublin City University (Irland), Technische Universität Delft (Niederlande), Universitat Rovira i Virgili (Spanien), Universite De Lau­sanne (Schweiz), Berner Fachhochschule (Schweiz)
Fördersumme: 1.000.000 Euro (gesamt) / 104.000 Euro (OTH Regensburg)
Fördermittelgeber: EU / HORIZON 2020
Projektleitung: Prof. Dr. Karsten Weber

Projekte im Rahmen von Stiftungsförderungen

Projektdauer: 01.09.2017 – 31.08.2020

Entwickelt und validiert wird eine Herstellroute für koronare Gefäßwandstützen (Stents) die den Freiheitsgrad einer gezielten örtlichen Einstellung der Dicke der Stege sowie der Zylinderform ermöglicht. Hierdurch soll das über die Länge inhomogene Expansions- und Stützverhalten bisheriger Stents durch neue Her­stell- und Designmöglichkeiten verbessert werden. Bei der bisherigen vor­wie­gend umformtechnischen Herstellroute sind die mechanischen Eigen­schaf­ten von Stents neben dem verwendeten Werkstoff ausschließlich durch Anpassung der Geometrie in Umfangsrichtung und über die Länge un­ver­än­der­lich ein­stell­bar.

Kooperationspartner: FIT Production GmbH (Lupburg); Universitätsklinikum Regensburg
Fördersumme: ca. 221.300 Euro
Fördermittelgeber: Bayerische Forschungsstiftung
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Ulf Noster
Projektdauer: 01.08.2016 – 31.12.2019

Das Projekt „Stunde Null – Eine Zukunft für die Zeit nach der Krise", das am 27. April 2016 in Anwesenheit von Außenminister Frank-Walter Steinmeier offiziell gestartet wurde, geht auf eine Initiative des Deutschen Archäologi­schen Instituts zurück und steht auf einer breiten Basis kooperierender Einrichtungen, dem Archaeological Heritage Network. Im Mittelpunkt der Initiative „Stunde Null" steht die Weiterbildung syrischer Architekten, Archäologen, Denkmal­pfle­ger, Bauforscher, Stadtplaner und vor allem Handwerker. 

Das Teilprojekt „3D Modell als Planungsgrundlagen für die Diskussion zum Wiederaufbau eines Basars: Aufbau einer Experten- und Nachwuchsgruppe“ innerhalb des Netzwerkes „Stunde Null“ verfolgt das Ziel ein wissenschaftlich fundiertes 3D Modell des Basars in seinem Zustand vor der Zerstörung zu er­stellen. Das Modell soll den an Entscheidungsfindung und Planung beteiligten, sehr heterogenen Gruppen als Instrument an die Hand gegeben werden, das den historischen Denkmalbestand veranschaulicht und die Komplexität der Strukturen vermittelt.

Kooperationspartner: Deutsches Archäologisches Institut Zentrale (Berlin), Stiftung Preussischer Kulturbesitz (Berlin)
Fördersumme: 199.000 Euro
Fördermittelgeber: Gerda Henkel Stiftung
Projektleitung: Prof. Dr.-Ing. Dietmar Kurapkat
Projektdauer: 01.01.2016 – 31.12.2018

In dem Projekt wird ein Expertensystem zur Nachsteuerung von SVB, LVB und Fließestrich mit den erforderlichen Eingangsparametern aufgebaut. Mit einem Rheometer werden rheologische Kennwerte von Mischern zum Aufbau einer Wissenbasis ermittelt. Schlussendlich soll eine zielsichere Produktion mit sehr geringem Ausschuss durch eine sofortige Nachsteuerung während des Her­stel­lungsprozesses erreicht werden.

Kooperationspartner: Schleibinger Geräte Teubert und Greim GmbH, Süd­bayerisches Portlandzementwerk, BETOSERV GmbH, GODELMANN GmbH & Co. KG, Hemmerlein Ingenieurbau GmbH
Fördersumme: 232.600 Euro
Fördermittelgeber: Bayerische Forschungsstiftung
Projektleitung: Prof. Dr. Wolfgang Kusterle
Projektdauer: 01.10.2015 – 30.09.2018
Im Forschungsvorhaben „MUS³IC“ soll, durch eine ausgeprägte Fokussierung auf einen sog. Ganzheitlichen Ansatz, die Bewältigung der durch heterogene Multi-/Many-Core-Architekturen entstehenden Herausforderungen für Automotive und Avionik gelöst werden. Das zu entwickelnde ganzheitliche Lösungskonzept spiegelt sich in der Berücksichtigung der gesamten Bandbreite abstrakter Entwurfsmethodiken in den einzelnen Teilprojekten wider. Beginnend bei der formalen Verifikation über die Modellierung des Software-Entwurfs und endend bei der Virtualisierung von Hardware mit dem Ziel, Scheduling, Energieeffizienz und Sicherheit in Automotive- und Avionik-Applikationen zu optimieren.

Im Forschungsprojekt „MUS³IC“ soll an die Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt S³CORE angeknüpft werden und sowohl ein wissenschaftlicher als auch technischer Beitrag zur Anpassung des Entwicklungsprozesses an die neuen Herausforderungen durch Multi- und Many-Core Systeme geleistet werden.

Kooperationspartner: OTH Amberg-Weiden, FAU Erlangen-Nürnberg, TH Ingolstadt, HS München, TH Nürnberg, Airbus Defence and Space, AUDI AG, Continental AG, Elektrobit Automotive GmbH, Infineon Technologies AG, iNTENCE automotive electronics GmbH, Timing-Architects Embedded Systems GmbH, XKrug GmbH

Gesamtprojektvolumen: 1.962.700,00 €

Fördermittelgeber: Bayerische Forschungsstiftung

Projektleitung:Prof. Dr. Jürgen Mottok

Projekte im Rahmen weiterer Förderungen