Studierende stellen Messtechnik-Projekte vor

28.01.2019
Von: Sarah Sophie Ruppert

Tacho, Torzähler und Schallanalyse: Die Studierenden des dritten Semesters Produktions- und Automatisierungstechnik von der Ostbayerischen Technischen Hochschschule Regensburg (OTH Regensburg) präsentieren zahlreiche Projekte aus dem Modul Messtechnik.

Elf Gruppen zeigten ihre engagiert durchgeführten Projektergebnisse.

Elf Gruppen zeigten ihre engagiert durchgeführten Projektergebnisse.

Das Projekt um den Kicker kam bei den Studierenden sehr gut an.

Das Projekt um den Kicker kam bei den Studierenden sehr gut an.

Mittels der Prandtlsonde kann die Geschwindigkeit anhand des Drucks gemessen werden.

Mittels der Prandtlsonde kann die Geschwindigkeit anhand des Drucks gemessen werden.

Die Energieeffizienz von Kochen mit oder ohne Deckel, mit zu großem, zu kleinem oder genau passendem Topf auf der Herdplatte wurde analysiert. Fotos: Sarah Sophie Ruppert

Die Energieeffizienz von Kochen mit oder ohne Deckel, mit zu großem, zu kleinem oder genau passendem Topf auf der Herdplatte wurde analysiert. Fotos: Sarah Sophie Ruppert

Wissen für die Durchführung ihrer Projekte brachten die Studentinnen und Studenten bereits aus dem ersten Studienabschnitt mit. In den Fächern Elektrotechnik und Elektronik sowie Ingenieurinformatik eigneten sie sich Grundkenntnisse für die nun geforderte Praxiseinheit an. Die Aufgabenstellungen erhielten die jungen Tüftler und Tüftlerinnen von Prof. Dr. Hermann Ketterl aus der Fakultät Maschinenbau, der sich einiges einfallen ließ. 

Von der Kreativität Ketterls zeigte sich Dekan Prof. Dr. Ulrich Briem, Fakultät Maschinenbau, begeistert: „Ich muss lobend die einfallsreichen Ideen erwähnen.“ Prof. Dr. Briem würdigte die ehrgeizig durchgeführten Konzepte und betonte vor allem das Engagement, das alle an den Tag legten.

Ergebnisse mit Spannung erwartet

Die Studierendengruppe um Jonas Bernecker, Tobias Thanner und Stefan Wenzl befasste sich mit dem Thema „Tacho mit Prandtlsonde“. Bei dem Verfahren wird mit einem messtechnischen Röhrchen der darin befindliche Staudruck gemessen. Den Praxistest musste die Prandtlsonde auf dem Dach eines Wagens überstehen. „Es freut mich, dass das Ding auch am Autodach gehalten hat“, witzelte Prof. Dr. Hermann Ketterl. Eine Anomalie machte sich im Tunnel Pfaffenstein bemerkbar: Bei angezeigter Geschwindigkeit von 80 km/h auf dem Autotacho lieferte die Prandtlsonde einen geringeren Wert.

Spaß am Versuchen hatten auch Alexander Auerbacher, Brigitte Daschner und Johannes Wänke, die sich um einen unparteiischen Torzähler für einen Kicker kümmern durften. Anlass war die ständige Auseinandersetzung, wenn Tore fielen und Betrug vermutet wurde. Mittels zweier Lichtsensoren konnten die Tore automatisch erfasst und sich voll auf das Spiel konzentriert werden. Bei sechs gezählten Punkten ertönt eine Siegesmelodie. Ketterl verwies auf die explizite Ausarbeitung: „Es klingt fast trivial, aber die Programmierung liegt im Detail.“

Eine wohl hilfreiche Information für alle Mitstudierenden brachte die Gruppe mit dem Thema „Schallanalyse im Raum“ ans Licht. Das Zweiergespann Christian Eckl und Sophia Sohler nahmen drei Hörsäle aufgrund ihres Schallpegels in Augenschein. Anhand eines Signalgebers, der im vorderen Bereich aufgestellt wurde, konnte ermittelt werden, dass mit weiterer Entfernung, der Schallpegel abnimmt. Sophia Sohler zeigte auch, in welchem Bereich es im Raum A001 am ruhigsten ist.„Wo genau diese Plätze sind, können sie nochmals nachsehen - Das Poster bleibt hängen“, richtete Prof. Dr. Ketterl an die Studierenden. Die Projektbeschreibungen und Durchführungen sind als Plakate im Eingangsbereich des Raums C104 im Hörsaalgebäude am Forum zu finden. Interessierte haben die Möglichkeit, sich die Entwürfe anzusehen. Prof. Dr. Hermann Ketterl freute sich abschließend über die gelungenen Ergebnisse.

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