Produktion fit für die Industrie 4.0 machen

02.08.2017
Von: Konstantin Springs

Die Regensburg Robotics Research Unit der OTH Regensburg präsentierte auf den Continental Manufacturing Days aktuelle Forschungsthemen der Mensch-Roboter-Kollaboration vor internationalem Publikum.

Konstantin Springs von der RRRU präsentiert einen Forschungsdemonstrator zum Themenfeld des automatischen Greifens.

Konstantin Springs von der RRRU präsentiert Mitarbeitern der Firma Continental einen Forschungsdemonstrator zum Themenfeld des automatischen Greifens.

Der für den Demonstrator verwendete Assistenzroboter mit greiferfester 3D-Kamera.

Der für den Demonstrator verwendete Assistenzroboter mit greiferfester 3D-Kamera.

Konstantin Springs und Benjamin Großmann (rechts) von der RRRU neben dem aufgebauten Forschungsdemonstrator.

Konstantin Springs und Benjamin Großmann (rechts) von der RRRU neben dem aufgebauten Forschungsdemonstrator. Fotos: OTH Regensburg

Die Produktion fit für die Industrie 4.0 zu machen ist die Aufgabe des Regensburger Kompetenzzentrums der Firma Continental Automotive GmbH. Unter diesem Motto wurden am 28. Juni auch die Continental Manufacturing Days ausgerichtet, eine Veranstaltung mit dem Zweck, die Leiter der unterschiedlichen Produktionsstandorte mit den Technologien der Zukunft vertraut zu machen. Im Rahmen einer langjährigen Kooperation mit dem Continental Test Center Robotics war auch die von Prof. Dr.-Ing. Thomas Schlegl geleitete Regensburg Robotics Research Unit (RRRU) der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg auf dieser Veranstaltung mit einem Forschungsdemonstrator vertreten.

Die erstmals gezeigte Demoanwendung stammt aus dem Bereich der kollaborativen Robotik, einem der Forschungsschwerpunkte der RRRU, und befasst sich mit Methoden der robotergestützten 3D-Bildverarbeitung zur Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten von Assistenzrobotern. Mit Hilfe eines kompakten, am Greifer montierten 3D-Sensors werden Bauteile selbstständig erkannt und nach einer präzisen Positionsberechnung auch vollautomatisch gegriffen. Anders als bei vielen bestehenden Systemen sind hierfür keine aufwändigen Referenzaufnahmen zu tätigen und Greifpunkte anzulernen. Stattdessen benötigt die vorgestellte Entwicklung nur die CAD Daten des entsprechenden Bauteils sowie die bequem am Computer definierbaren Greifflächen und ist somit flexibel einsetzbar. Im Zusammenhang mit einer immer fortschreitenden Digitalisierung und Vernetzung der Produktion sollen unterstützende Robotersysteme so noch vielseitiger und effizienter werden.

Die jeweiligen Präsentationen für die einzelnen Besuchergruppen aus aller Welt waren von positivem Feedback und interessierten Rückfragen geprägt. Dies bestätigt die RRRU darin, mit industrienaher Forschung einen sinnvollen Beitrag zur Weiterentwicklung kollaborativer Robotiksysteme zu leisten.

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