OTH Regensburg mit Forschungsbeitrag in Oxford

02.11.2018
Von: Prof. Dr. Helga Hornberger

Beim "10. Biometal Congress, Symposium on Biodegradable Metals for Biomedical application" an der University of Oxford im August 2018 war auch Prof. Dr. Helga Hornberger von der Fakultät Maschinenbau mit einer Präsentation vor Ort.

Beim Symposium: (von links)  Dr. Haibo Gong, CEO Trandomed, Prof. Dr. Helga Hornberger, OTH Regensburg, und Prof. Dr. David Dean, Associate Professor, Department of Plastic Surgery, The Ohio State University.

Beim Symposium: (von links) Dr. Haibo Gong, CEO Trandomed, Prof. Dr. Helga Hornberger, OTH Regensburg, und Prof. Dr. David Dean, Associate Professor, Department of Plastic Surgery, The Ohio State University. Foto: Prof. Dr. Carla Vogt.

Das neue Labor „Biomaterialien“, das von Prof. Dr. Helga Hornberger an der Fakultät Maschinenbau der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) geleitet wird, hat einen Forschungsbeitrag am internationalen Biometal Congress geleistet. Der 10. Biometal Congress, Symposium on Biodegradable Metals for Biomedical application, fand vom 26. bis 31. August 2018 in St Catherine’s College an der englischen University of Oxford statt. Die Präsentation handelte von einer an Magnesium durchgeführten Degradations- und Bioaktivitätsstudie, die im Vorfeld eines Forschungsantrags von Interesse ist. 

Resorbierbare Magnesiumwerkstoffe gelten als sehr zukunftsträchtig in der Medizintechnik. Sie vereinen das Degradationsvermögen von Polymeren und die mechanische Stabilität von metallischen Legierungen und zeigen vielversprechende Biokompatibilität für den Einsatz als temporäre Implantatmaterialien. In Deutschland sind ein kardiologischer Stent und eine orthopädische Schraube bereits zugelassen, andere Implantate, wie zum Beispiel Osteosynthese-Platten, oder vaskuläre Verbindungen sind in Forschung und Entwicklung. 

Vorstellung einer neuen Produktidee

Um das klinische Risiko bei der Umsetzung von neuen Produkten in die Klinik zu reduzieren und einzuschätzen, wird sehr viel Einsatz gefordert. In diesem Kontext ist auch diese Studie zu sehen, die einen Beitrag leistet, die Entwicklung von Produkten aus Mg-Materialien in Deutschland voranzutreiben. 

Die Präsentation mit dem Titel „Degradation Study of Mg Membranes for Dental Surgery“ beinhaltet die neue Produktidee, Dentalmembrane aus Magnesium herzustellen. Wenn Magnesiumfolien statt konventioneller Kollagenmembrane in der Dentalchirurgie eingesetzt werden können, kann eine höhere mechanische Stabilität und so ein größerer Anwendungsbereich und verbesserte Knochenheilung erzielt werden. 

Die in Oxford präsentierte Untersuchung zeigt neben dem in vitro Korrosionsverhalten eine auffallend hohe Bioaktivität des Materials. Detaillierte Analysen konnten im Labor für Biomaterialien mittels der m-Computer-Tomografie in Zusammenarbeit mit Dr. Birgit Striegl und dem Regensburg Center of Biomedical Engineering (RCBE) erstellt und mittels Röntgen-Photoelektronen-Spektroskopie (XPS) in Zusammenarbeit mit Dr. Matthias Kronseder, Fakultät Physik der Universität Regensburg, ergänzt werden.

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