Josef-Stanglmeier-Stiftung gibt 21.500 Euro an Studierende der Hochschule Regensburg

09.06.2009
Von: Christian, Schmalzl

Bereits zum 15. Mal vergab die Josef-Stanglmeier-Stiftung Preise zur Förderung eines Praxissemesters im Ausland sowie einen Innovationspreis an Studierende der Hochschule Regensburg

„Die Botschaft, die jährlich von der Josef-Stanglmeier-Stiftung an die Studierenden der Hochschule Regensburg ausgeht, ist klar: Besonderer Einsatz im Studium wird gefördert, Leistung wird gewürdigt“. Mit diesen Worten erläuterte HS.R-Präsident Josef Eckstein das Ziel der großzügigen Förderung durch die Stiftung. 

Insgesamt hat diese für heuer 21.500 Euro zur Verfügung gestellt. 11.000 Euro davon gingen bereits als Unterstützung von Auslandaufenthalten an insgesamt 91 Studentinnen und Studenten der HS.R. Der Restbetrag wurde bei einem feierlichen Festakt in dem nach dem Stifter benannten „Stanglmeier-Hörsaal“ vergeben.

Die beiden Studentinnen Doris Großmann (Fakultät Bauingenieurwesen) und Lisa Spantig (Fakultät Betriebswirtschaft) sowie der Student Daniel Früchtl (Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik) erhielten den mit jeweils mit 2.500 Euro dotierten Josef-Stanglmeier-Preis für ihre hervorragenden Studienleistungen.

Stiftungsvorstand Johannes Paintl erläuterte, dass der Preis ausschließlich der Unterstützung der Studierenden für ihr praktisches Studiensemester im Ausland dient. „Auslandsaufenthalte fördern die Persönlichkeitsentwicklung. In der Wirtschaft gibt es keine Grenzen, allenfalls in den Köpfen der Menschen – und diese wollen wir überwinden“, so  Paintl.

Martina Eissing von der BMW Group pflichtete ihm bei: „Auslandsaufenthalte fördern die Flexibilität und die Offenheit. Die Zusammenarbeit mit Menschen aus fremden Kulturen trägt auch dazu bei, die eigene Wahrnehmungsfähigkeit weiter zu entwickeln“, so die Leiterin des Bereichs Personalmarketing international und Recruiting. In ihrer Ansprache gab sie Einblicke in die Internationalität bei BMW, die  entsprechende Schwerpunktsetzung in der Personalarbeit sowie in Maßnahmen zur Förderung der Internationalität insbesondere bei Nachwuchszielgruppen.

Wie bereichernd ein Auslandsaufenthalt sein kann, machte der Maschinenbaustudent Florian Zenger in seinem Erfahrungsbericht deutlich. Der Preisträger aus dem Vorjahr schilderte seine Eindrücke, Erlebnisse und Begegnungen, die er während seines Auslandpraktikums bei Continental in China gemacht hat.

Weitere 2.000 Euro wurden in Form des von Johannes Paintl geschaffenen Innovationspreises vergeben. Aus drei Vorschlägen musste die Auswahlkommission die beste studentische Innovation des letzten Studienjahres auswählen. Der Innovationspreis ging heuer an Dipl.-Ing. (FH) Gerald Dumm (Fakultät Allgemeinwissenschaften und Mikrosystemtechnik). „Herr Dumm hat mit seiner Diplomarbeit ‚Technologie in der Prozessentwicklung für implantierbare Hörhilfen’ maßgeblich zur verbesserten Lebensqualität bei den entsprechenden Patienten beigetragen“, begründete der Stiftungsvorstand die Entscheidung des Auswahlgremiums, das für die anderen beiden Nominierten Herrn Dipl.-Betriebswirt Jakob Spalek und Herrn Dipl.-Inf. Georg Völkl zusätzlich Anerkennungsprämien zu vergeben hatte.

Der Preisträger selbst stellte schließlich seine Diplomarbeit, die er in Kooperation mit der Firma Cochlear in Belgien angefertigt hatte, vor. Gerald Dumm erläuterte die technische Weiterentwicklung des Implatats und erläuterte den Unterschied zu herkömmlichen Hörgeräten, die Schall einfach nur verstärken. Das Implantat hingegen ersetzt die beschädigten Haarsinneszellen und stimuliert so den Hörnerv direkt, wodurch Geräusche und Sprache deutlicher verstanden werden. Im Zuge seiner Arbeit entwickelte der Preisträger einige Problemlösungen für Cochlear.

Bildtext:  Die Preisträger mit Stifungsvorstand und HS.R-Präsident: Lisa Spantig, Doris Großmann, Stiftungsvorstand Johannes Paintl, HS.R-Präsident Prof. Dr. Josef Eckstein, Daniel Früchtl und Dipl.-Ing. Gerald Dumm (v. links)

 

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