Labor Biomaterialien

Im Labor C 212 sind Versuchsstände aufgebaut, um das elektrochemische Korrosionsverhalten zu messen sowie Immersions- und Bioaktivitätstests durchzuführen.

In Zusammenarbeit mit dem RCBE können im Labor C 102 Untersuchungen mittels Laserscanning Mikroskop und Mikro-CT durchgeführt werden, um Oberflächenmodifikationen sowie fortschreitende Korrosion zu beobachten und zu charakterisieren. Weitere Untersuchungen und Projekte werden in Kooperation mit und in anderen Laboren durchgeführt. Des Weiteren schließt das Labor Biomaterialien auch ein rollendes Labor mit ein, das für Praktikumsversuche eingesetzt werden soll.

Klassische elektrochemische Messzelle
Klassische elektrochemische Messzelle

Aktuelle Forschungsaktivitäten

Mg-Legierungen

sind vielversprechende Werkstoffe für den Einsatz als medizinische temporäre Implantatmaterialien. Zentrale Herausforderung ist die Kontrolle des Degradations- bzw. Korrosionsverhaltens. Zusammenarbeit besteht mit HZG in Geesthacht, die Mg-Materialien herstellen, sowie mit dem JW Institut an der Charite Berlin.

Bioaktivität einer Probe aus Mg-Legierung WE43, dargestellt am Laser-Scanning Mikroskop
Bioaktivität einer Probe aus Mg-Legierung WE43, dargestellt am Laser-Scanning Mikroskop

pH Sonden

Für die während des Korrosionsverhaltens von Mg-Materialien auftretenden pH-Wert-Änderungen werden in Zusammenarbeit mit der Firma Presens Regensburg die Einsatzfähigkeit spezieller pH-Sonden getestet.

Elektrolytisches Polieren

ist ein bekanntes Verfahren, um komplexe Bauteile zu polieren. Dabei verändern sich die Oberflächen- und Korrosionseigenschaften sowie Keimanhaftung. Es wurde ein Versuchstand errichtet, um 316L Proben zu bearbeiten. Ziel ist die nach der Behandlung veränderten Eigenschaften zu charakterisieren und weitere Anwendungen zu entwickeln.

Infiltration von Knorpel mit Hydrogel

In Zusammenarbeit mit Frau Prof. Grässel, Orthopädie Uniklinik Regensburg, werden osteoarthritische Knorpel mit Hydrogelen infiltriert, um die mechanische Stabilität des Knorpelgewebes zu erhöhen. Versuche wurden bisher in den Laboren im Biopark durchgeführt.

3D-Druck

Das Max Planck Institut für die Physik des Lichts in Erlangen (Prof. Christiansen) baut in Zusammenarbeit mit dem Labor Biomaterialien 3D-Drucker für die Herstellung von Keramikrohlingen aus Schlickern. Derzeitiger Stand ist, dass ein Niveau­sensor konzipiert, eingebaut und in die Software des 3D‑Druckers integriert wurde.