Verdienstmedaille für Prof. Dr. Wolfgang Baier

28.07.2022

Große Ehre für Prof. Dr. Wolfgang Baier: Die Stadt Tirschenreuth hat den Präsidenten a.D. der OTH Regensburg mit ihrer Verdienstmedaille ausgezeichnet.

Tirschenreuths Bürgermeister Franz Stahl (4.v.li) zeichnete u.a. Prof. Dr. Wolfgang Baier (2.v.li.), Präsident a.D. der OTH Regensburg, mit der Verdienstmedaille der Stadt Tirschenreuth aus. Foto: Stadt Tirschenreuth

Tirschenreuths Bürgermeister Franz Stahl (4.v.li) zeichnete u.a. Prof. Dr. Wolfgang Baier (2.v.li.), Präsident a.D. der OTH Regensburg, mit der Verdienstmedaille der Stadt Tirschenreuth aus. Foto: Stadt Tirschenreuth

Bürgermeister Franz Stahl bezeichnete Baier als „Erfolgsarchitekten“ eines „großartigen Stadtentwicklungsprojektes“ – mit Blick auf die Etablierung des dezentralen Lernstandorts Tirschenreuth für den berufsbegleitenden Bachelorstudiengang Soziale Arbeit.

Wolfgang Baier erinnert sich gerne an den Beginn der Zusammenarbeit mit der Stadt Tirschenreuth: „Franz Stahl ist offenbar ein äußerst aufmerksamer Leser unserer Publikationen.“ Denn nachdem der Präsident a.D. im Jahresbericht 2014 geschrieben hatte, die OTH Regensburg sei stets an einer Zusammenarbeit mit der Region Ostbayern über die Grenzen der Oberpfälzer Bezirkshauptstadt hinaus interessiert, meldete sich der Tirschenreuther Bürgermeister bei Baier prompt mit der Bitte um ein Gespräch. Das fand kurz darauf statt. „Dabei entstand die kreative Idee, dass sich Tirschenreuth als Partner für einen dezentralen Lernstandort sehr gut eignen würde“, sagte Franz Stahl beim Ehrenabend der Stadt in seiner Laudatio.

Bereits ein Jahr später kam es zur Vertragsunterzeichnung. Und im Herbst 2016 startete der erste Studiengang „Soziale Arbeit“ im Gebäude der Tirschenreuther Kolping-Berufshilfe in der Heisenbergstraße. 2020 erfolgt der Umzug in Tirschenreuths neuen Lernstandort in der historischen Fronfeste, die zuvor mit großem finanziellen Aufwand saniert worden war. 

„Eine einzige Erfolgsgeschichte"

„Die Zusammenarbeit mit der OTH Regensburg ist eine einzige Erfolgsgeschichte“, sagte Bürgermeister Stahl nun beim Ehrenabend. Tirschenreuth dürfe sich Wissenschaftsstandort nennen. Und die Zahl der Studierenden wuchs schnell von zehn im Jahr 2016 auf rund 40 im Jahr 2022.

Über Wolfgang Baier sagte Stahl, er sei „einer, der für die Anerkennung von Tirschenreuth als OTH-Hochschulstandort mit uns gemeinsam viele Hürden übersprungen hat. Weil er als Physiker natürlich genau weiß, dass erst die Summe vieler kleiner Teilchen ein großes Ganzes ergibt“.

Der Präsident a.D. machte keinen Hehl daraus, dass ihm die Auszeichnung der Stadt Tirschenreuth viel bedeutet. Seit dem Jahr 2014 habe die OTH Regensburg intensiv die „wissenschaftsgestützte Struktur- und Regionalisierungsstrategie“ der bayerischen Staatsregierung mit Leben gefüllt. Baier sagte unlängst in einem Interview: „Heute blicke ich mit viel Freude auf unsere Regionalisierungsschritte zurück.“ Ein prominentes Beispiel dafür sei der dezentrale Bachelorstudiengang Soziale Arbeit: An den Standorten Abensberg, Cham, Zwiesel und eben Tirschenreuth sei es gelungen, ein Format zu etablieren, das vielen eine erfolgreiche berufsbegleitende Qualifizierung vor Ort ermöglichte „und uns als Hochschule frühzeitige Erfahrung im Umgang mit virtuellen Lehr- und Lernformaten brachte“. 

Was alle Standorte in der Region gemeinsam haben: „Ich bin dort auf leidenschaftliche Begeisterung und Unterstützung gestoßen, angefangen von den Bürgermeistern mit ihren Stadt- und Gemeinderäten über weitere Entscheidungsträger bis hin zu den Partnerinnen und Partnern aus der Wirtschaft. Das war so beeindruckend, das wird mir in Erinnerung bleiben“, sagt Baier.

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