Social Work in kulturell diversen Settings

22.05.2019
Von: Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker

Prof. Dr. Svetlana Trbojevik von der Ss. Cyril and Methodious University in Skopje war zu Gast an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften, wo sie auch eine Lehrveranstaltung in englischer Sprache anbot.

 

Eine Gruppe kosovarischer Studentinnen nahm an der Lehrveranstaltung an der OTH Regensburg von Prof. Dr. Svetlana Trbojevik teil, bei der die Dozentin auch das kulturell diverse Setting thematisierte.

Eine Gruppe kosovarischer Studentinnen nahm an der Lehrveranstaltung an der OTH Regensburg von Prof. Dr. Svetlana Trbojevik teil, bei der die Dozentin auch das kulturell diverse Setting thematisierte.

Von links: Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker, Prof. Dr. Svetlana Trbojevik, die im Mai 2019 an der Regensburger Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften zu Gast war, und der Vizepräsident der OTH Regensburg, Prof. Dr. Thomas Fuhrmann.

Von links: Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker, Prof. Dr. Svetlana Trbojevik, die im Mai 2019 an der Regensburger Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften zu Gast war, und der Vizepräsident der OTH Regensburg, Prof. Dr. Thomas Fuhrmann. Fotos: Jürgen Heubach

Prof. Dr. Svetlana Trbojevik von der Faculty of Philosophy, Institute of Social Work and Social Policy der Ss Cyril and Methodious University in Skopje, Nordmazedonien, erläuterte im Mai 2019 an vier Blocktagen Aspekte und Herausforderungen von Multikulturalismus. Bei ihrem Gastaufenthalt an der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) besprach sie mit in- und ausländischen Studierenden theoretische Konzepte, die für die Praxis der sozialen Arbeit besonders bedeutend sind.

Prof. Dr. Trbojevik absolvierte 1996 den Bachelor in Social Work und 2008 einen Master in Social Policy. 15 Jahre lang sammelte sie Erfahrungen in verschiedenen sozialen Diensten in Nordmazedonien. 2010 konnte sie ihre Promotion in Social Work erfolgreich abschließen. Prof. Dr. Trbojevik führte verschiedene Sozialarbeitsforschungsprojekte im NGO-Sektor (Non-Governmental Organisation) sowie zur Armut und sozialen Exklusion durch, die unter anderem von der Weltbank, von UNICEF oder der OECD finanziert waren.

Kulturell diverses Setting wird Thema der Lehrveranstaltung

In ihrer Lehrveranstaltung in englischer Sprache hat die Dozentin das kulturell diverse Setting der Zusammensetzung der Studierendengruppe gleich aufgegriffen. Die Studierenden der "Sozialen Arbeit" und die sieben kosovarischen Erasmus+-Studentinnen erlebten eine sehr ausdrucksstarke und für lebhafte Diskussionen sorgende Professorin, die aufgrund der räumlichen Nähe und ihrer Lehrerfahrung an Universitäten in Serbien und im Kosovo sehr profunde Kenntnisse aufweist.

Eine kosovarische Studentin bemerkte, dass die „kulturelle Differenz im Ausland noch stärker bewusst wird“, wenn zum Beispiel eine Person, die dem Heimatland nahesteht, an der OTH Regensburg eine Lehrveranstaltung gibt. Sie ließen „ihre“ Professorin nur ungern ziehen und luden sich wechselseitig zu Besuchen ein.

Weitere Kooperationsmöglichkeiten ausgelotet

Im Gespräch mit Vizepräsident Prof. Dr. Thomas Fuhrmann und der stellvertretenden Leiterin des Akademischen Auslandsamts Anne Groll wurden weitere Möglichkeiten der Kooperation zwischen der OTH Regensburg und der Ss Cyril and Methodious University Skopje erörtert. Bei einer Führung konnte sich die Gastprofessorin einen Eindruck von den Laboren der Fakultät Elektro- und Informationstechnik verschaffen. Denn von der Universität in Skopje ist neben der Philosophischen Fakultät auch die dortige Faculty of Electronical Engineering and Information Technologies an einer Zusammenarbeit interessiert. 

Inhaltlich gibt es mit den erwähnten Fakultäten Anknüpfungspunkte, insbesondere auch mit dem Studiengang „Defense and Peace Studies“. „Es entspricht der Internationalisierungsstrategie der OTH Regensburg, Partnerschaften mit ausländischen Hochschulen auf eine breite Basis zu stellen“, resümierte Vizepräsident Prof. Dr. Fuhrmann.

Der Aufenthalt der Gastdozentin Prof. Dr. Trbojevik wurde vom Professorinnenprogramm II gefördert. Er kam auf Einladung von Prof. Dr. Irmgard Schroll-Decker von der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften zustande. Ein Gegenbesuch an der Universität Skopje zur weiteren Planung für ein Erasmus+-Vorhaben ist für Oktober 2019 geplant.

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