Neun bayerische Hochschulen machen sich stark

17.07.2018
Von: Irene Haffa, Evangelische Hochschule Nürnberg

Der "2. Hochschulpolitische Pflegefachtag" in Nürnberg war ein großer Erfolg. Mit vor Ort und teils auch an der Vorbereitung beteiligt waren Studierende der OTH Regensburg zusammen mit Prof. Dr. Annette Meussling-Sentpali.

Diskussionsrunde der Studierenden mit Staatsministerin Melanie Huml (4. von links) beim „2. Hochschulpolitischen Pflegefachtag“ in Nürnberg.

Diskussionsrunde der Studierenden mit Staatsministerin Melanie Huml (4. von links) beim „2. Hochschulpolitischen Pflegefachtag“ in Nürnberg. Foto: Evangelische Hochschule Nürnberg

Rund 110 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zum „2. Hochschulpolitischen Pflegefachtag“ am 22. Juni 2018 an die Evangelische Hochschule Nürnberg (EVHN). Die Studierendenvertretung der Gesundheits- und Pflegestudiengänge der EVHN organisierte gemeinsam mit den Studierendenvertretungen von acht weiteren bayerischen Hochschulen, darunter auch Studierende der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg), den Fachtag für Studierende, Pflegefachkräfte und Einrichtungsleitungen im Gesundheits- und Pflegebereich. 

Mit einer Gruppe Studierender war auch Prof. Dr. Annette Meussling-Sentpali, unter anderem Studiengangleiterin des berufsbegleitenden Bachelor Pflegemanagement an der OTH Regensburg, am Nürnberger Pflegefachtag mit vor Ort. Die Regensburger Studierenden hatten sich auch aktiv eingebracht und einen eigenen Workshop vorbereitet und durchgeführt. Ebenfalls an der Vorbereitung beteiligt war das komplette achte Semester Pflege dual der OTH Regensburg.

Motto: „Chancen. Nutzen. Verantwortung.“

Unter dem Motto „Chancen. Nutzen. Verantwortung.“ diskutierten die am Pflegefachtag teilnehmenden Studierenden der unterschiedlichen Pflegestudiengänge mit der Bayerischen Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, Melanie Huml, unter anderem über diese Themen: Wie kann die Integration von hochschulisch ausgebildetem Pflegepersonal optimiert werden – organisatorisch, inhaltlich und finanziell? In welcher Form ist die Politik an der Pflegeforschung interessiert und fördert diese? 

Mehr Wertschätzung für den Pflegebereich gefordert

Die Studierenden – alle mit Ausbildungen und Praxiserfahrung im Gesundheits- und Pflegebereich – fordern mehr Wertschätzung, gerade auch finanziell, um dem Wunsch nach Qualität gerecht zu werden. Aus diesem Grund soll die Forschung in der Pflegewissenschaft („Evidenced Based Nursing“) gestärkt werden, so ein weiteres Anliegen der Studierenden. 

Staatsministerin Huml unterstützte das Anliegen der Studierenden, dass die Einbindung von akademisch ausgebildeten Pflegekräften in den Pflegealltag weiter gestärkt und verbessert werden müsse. Einig waren sich alle Teilnehmenden, dass sich die Gesundheits- und Pflege-Studierenden weiter auf politischer und berufspolitischer Ebene für ihre Anliegen stark machen müssten.

Workshops, Diskussionen, Herausforderungen

In sechs Workshops diskutierten die Teilnehmenden fachliche und pflegepolitische Fragestellungen sowie Hintergründe und Implikationen neuer Berufsrollen in der Pflege. Franz Wagner, Präsident des deutschen Pflegerates e. V., referierte über die pflegepolitischen Herausforderungen.

Zum „2. Hochschulpolitischen Pflegefachtag“ luden ein: die Studierendenvertretungen der Evangelischen Hochschule Nürnberg, der Technischen Hochschule Deggendorf, der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, der Wilhelm Löhe Hochschule, der Hochschule Kempten, der Katholischen Stiftungshochschule München, der Hochschule München, der OTH Regensburg und der Hochschule Rosenheim.

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