Stakeholderperspektiven auf KI-unterstützte medizinische Entscheidungsfindung und Entwicklung ethischer Leitlinien für den Einsatz von KI-Systemen in der Medizin (KI und Ethik)

Teil-/ Projektleitung:

Prof. Dr. Karsten Weber

Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Arne Sonar, M.A.

 

Laufzeit:

10/2018 – 09/2020

 

Finanzierung:

Regensburg Center of Health Sciences and Technology (RCHST)

Anschubfinanzierung für forschungsstarke Verbünde

 

Kooperationspartner:

  • Regensburg Center of Health Sciences and Technology (RCHST)

https://rchst.de/

  • Prof. Dr. Christoph Palm (OTH Regensburg)

http://www.re-mic.de/

Ziele:

Am spezifischen Beispiel eines Verfahrens zur KI-gestützten Diagnose von Speiseröhrenkarzinomen, sollen die normativen Fragen von KI-unterstützer medizinischer Diagnosen untersucht werden. Hierauf basierend erfolgt weitergehend das Bestreben eine (vorläufige) ethische Leitlinie zu formulieren, die einen Orientierungsrahmen bieten soll, wie KI-unterstützte Diagnostik eingesetzt werden darf bzw. sollte.

 

Methode und Vorgehen:

Die wesentlichen Methoden des Projekts liegen in qualitativen Stakeholderinterviews und damit verbundenen Wertbaumanalysen. Das konkrete Vorgehen innerhalb des (Teil-)Projekts ist unterteilt in drei Phasen:

 

Phase 1:

Über eine umfangreiche Literaturstudie soll ein Zugang zum Thema künstliche Intelligenz (KI) erarbeitet werden, welcher die Historie der einhergehenden Auseinandersetzungen mit sozialen und ethischen Aspekten / Fragestellungen fokussiert. Der gewonnen Überblick über die Entwicklung der ethischen und sozialen Diskussion von KI, soll weiterführend dazu genutzt werden, relevante Wertekategorien für die Interviewfragen mit den Stakeholdern herzuleiten.

 

Phase 2:

Der Durchführung der qualitativen Stakeholderinterviews, folgt deren Analyse im Zuge des Wertbaumverfahrens. Ziel dieser Phase ist es vor allem, auf deskriptiver Ebene ein Abbild der Haltung der verschiedenen Stakeholder gegenüber KI-Systemen, beispielsweise hinsichtlich deren spezifischen Erwartungen, Befürchtungen und präferierten Anwendungsszenarien zu bekommen.

 

Phase 3:

Erarbeiten und Formulieren einer (vorläufigen) ethischen Leitlinie, unter deren Rahmenbedingungen der Einsatz von KI-unterstützter denkbar, legitim und empfehlenswert wäre.