Forschung

Forschungsstelle der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften (ForsAS)
Forschung, Transfer und Beratung in den Bereichen Soziales, Gesundheit, Kultur

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Leitung Prof. Dr. Sonja Haug und Prof. Dr. Karsten Weber, gegründet im Juli 2012.
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Tagungen und Veranstaltungen

18.11.2016 - Fachtagung zum Kindeswohlverfahren

27.01.2016 - Geschlechterverhältnisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet

17./18.11.2015 - Tage der kritischen Arbeit im globalen Kontext

14.12.2015 - Tage der kritischen Sozialen Arbeit im globalen Kontext

25.03.2015 - Fachtagung "Alter und Behinderung" war gut besucht

29.09.2014 - Teilhabe statt Teilnahme: Wohnsituation von behinderten Menschen / internationale Fachtagung zum Thema "Inklusives Wohnen"

11.06.2014 - Fachforum Bildung als Perspektive für junge Flüchtlinge

08.04.2014 - Schulbegleitung für Schüler und Schülerinnen mit Behinderung: Über 250 Teilnehmer und Teilnehmerinnen informierten sich an der Fachtagung "Mit Navi durch den Schulalltag

13.02.2014 - Soziale Arbeit aus internationaler Perspektive betrachtet: Die Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) veranstaltete eine internationale Woche zum Thema "Soziale Arbeit aus internationaler Perspektive betrachtet

09.- 12.12.2013 International Week at the Faculty of Applied Social Sciences

15.11.2013 Der Mensch denkt, das Gehirn lenkt

16.11.2012 Lebensraum Internet

09.03.2012 Familienbildung kooperiert. Netzwerke knüpfen in der Familienbildung

14.01.2011 20 Jahre Kinder- und Jugendhilfegesetz

13.11.2010 Von der Konsequenz zur Empathie

Studienfahrt des Vertiefungsgebiets Erwachsenenbildung/Weiterbildung (EW) nach Leipzig im WiSe 2016/2017

Leipzig war das Ziel der 12 Teilnehmer*innen der Studienfahrt des Vertiefungsgebietes EW vom 26.02.2017 bis 01.03.2017. Das Alternativ-Programm zu den sog. „närrischen Tagen“ enthielt viele belebende und interessante Einblicke und ließ den entgangenen Fasching vergessen, so das Resümee der Gruppe. Nach der Busfahrt von Regensburg nach Leipzig ging es direkt ins Hostel in der Nähe des Marktes und von da aus in ein Lokal zum kulinarischen Auftakt der Studienreise.

Am Montag, den 27.02.2017 folgte die Gruppe einer Einladung der Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention – Amt für Jugend, Familie und Bildung der Stadt Leipzig. Die Fachreferentin begrüßte uns im Neuen Rathaus mit den Worten „Politische Bildung braucht einen Blick von oben“. Sie führte uns über die mit rotem Teppich belegte Treppe des Hauptaufganges mit diversen Erklärungen zur Architektur und Geschichte des Hauses zu ihrem Büro im ersten Stock. Von da aus ging es steil bergauf auf den 114, 7 Meter hohen Turm des Rathauses, so dass uns erst ein etwas windiger, aber sehr beeindruckender Überblick über die Stadt und das Umfeld ermöglicht wurde. Auf dem Weg zurück gab es an Schautafeln und am „Runden Tisch“ Erklärungen zur improvisierten Stadtverwaltung nach dem Mauerfall. An einem Stadtmodell erhielten wir weitere Informationen über wichtige Institutionen und Gebäude der Stadt. Zurück im ersten Stock des von Hugo Licht im Stil des Historismus erbauten Gebäudes wurde uns ein Riss in der Wand gezeigt, der genau beobachtet werden muss, da er eine Neigung des Turms andeutet.

Leipziger Rathaus

Leipziger Rathaus

In einem Sitzungssaal erläuterte die Fachreferentin ihre Tätigkeitsfelder, die sich im Wesentlichen auf die Ausschreibung von Projekten für die Schulen und Jugendzentren zur Gewaltprävention, die Umsetzung der Strategie „Leipzig Ort der Vielfalt“, die Durchführung von Veranstaltungen zur demokratischen Bildung, die Beachtung der Opferperspektive und das Krisenmanagement in Konfliktsituationen erstrecken. Daneben sind die Koordinations- und Netzwerkarbeit, die Lehrerbildung, die Konzeption von Workshops und Veranstaltungen und die Zusammenarbeit mit den vielen Akteuren zu nennen. Einen separaten Fokus richtete die Fachreferentin auf die Jugendbeteiligung, die mit dem Jugendparlament der Stadt Leipzig ihr gewähltes Organ besitzt. Vom 27.03. bis 03.04.2017 finden die zweiten Wahlen zum Jugendparlament statt. Nach einem mehr als dreistündigen Aufenthalt im Neuen Rathaus brauchte es eine Pause in der Stadt.

ArbeitsladenPlus

ArbeitsladenPlus

Am Nachmittag wurde die Gruppe durch die Dauerausstellung des Zeitgeschichtlichen Forums begleitet. Neben den Daten und Fakten zur Geschichte der deutschen Teilung und der deutschen Einheit luden die vielen Exponate zum Verweilen und Nachfragen an einzelnen Stationen ein. Die Zeit bis zur Schließung des Museums verging zu schnell, jede*n beeindruckte ein ganz besonderes Detail.

Der Besuch in der Leipziger Pfeffermühle strapazierte auch die Lachmuskeln – das Programm „D saster“ machte mit Übertreibung, Ironie und Witz auch vor pädagogischen Themen nicht Halt.

Am Mittwoch, den 01.03.2017, waren wir zu Gast in der Geschäftsstelle des Stadtverbands der Volkssolidarität Leipzig e.V. in Leipzig-Lindenau. Der fast ausschließlich in den neuen Bundesländern präsente Wohlfahrtsverband Volkssolidarität wurde uns mit den Aufgaben, der Ausrichtung, der Entwicklung und der Struktur vorgestellt. Im zweiten Teil berichteten der Referent für Marketing/Öffentlichkeitsarbeit, die Leiterin des pädagogischen Fachbereichs und der Leiter Soziale Dienste über ihre Geschäftsfelder und sozialen Dienste. Das besondere Profil des neu erbauten Sozialzentrums „An den Gärten“ ist die kontinuierliche intergenerationelle Arbeit. Dafür wurde die 2010 errichtete Integrations-Kindertagesstätte und die 2015 fertiggestellte vollstationäre Pflege nach dem KDA-Generationstyp 4 (Hausgemeinschaftsprinzip) mit einem Durchgang verbunden, so dass sich Bewohner*innen und Kinder im Garten, aber auch im Alltag – und nicht nur arrangiert - begegnen können. Dies passe besonders gut zum Leitspruch der Volkssolidarität „Miteinander – Füreinander“ und bringe zum Ausdruck, dass die Betreuung von betagten und jungen Menschen traditionell zu den Aufgabengebieten der Volkssolidarität gehörte und stark von der Bürgerschaft und den aktiven Mitgliedern getragen sei, so der Leiter Soziale Dienste. Zahlreiche Nachfragen zur Entwicklung und zur Ausrichtung der sozialen Dienste und zum Arbeitgeber Volkssolidarität erschlossen sozialpädagogische Tätigkeitsfelder eines für die Studierenden eher unbekannten Verbandes.

Wenige Stunden nach diesem aufschlussreichen Termin trat die Gruppe die Heimreise nach Regensburg mit dem „Quer-durchs-Land-Ticket“ an und lernte so auf der Bahnstrecke zwischen Leipzig und Hof noch viele Orte, Kleinstädte und Bedarfshaltestellen kennen.


Exkursion des Masterstudiengangs Soziale Arbeit Inklusion – Exklusion in die Hauptstadt

Von: Prof. Dr. Wolfram Backert

Von achten bis elften November 2016 erkundeten die Studierenden des Masterstudiengangs Inklusion-Exklusion zusammen mit Prof. Dr. Wolfram Backert die Hauptstadt. Schwerpunkt der Exkursion waren Besuche und Gespräche im Regierungsviertel.

Den Auftakt machte ein Treffen im Haus der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen. Johannes Willenberg vom Interministeriellen Arbeitsstab stellte das Aufgaben- und Tätigkeitsfeld der Beauftragten vor, anschließend wurden – ganz tagesaktuell -  Fragen rund um das Thema Bundesteilhabegesetz debattiert. Anschließend besichtigte die Gruppe die Mahnmale rund um das Brandenburger Tor. Besonders eindrucksvoll war für die Studierenden der Gedenk- und Informationsort T4 für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde. Am Nachmittag stand eine Führung durch die Ausstellung im Deutschen Dom auf dem Programm.

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen des Deutschen Bundestages. Auf Einladung der Regensburger Abgeordneten Dr. Astrid Freudenstein MdB konnten die Studierenden eine Plenarsitzung des Deutschen Bundestages besuchen. Im Anschluss traf sich die Gruppe zu einem einstündigen Gespräch mit Dr. Freudenstein. Nach dem obligatorischen Besuch auf der Kuppel des Reichstags und einem Mittagessen im Bundestag hatte die Gruppe Gelegenheit sich über Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit im Bundestag zu informieren. Neben interessanten Einblicken in die Arbeit von Bundestags-TV wurden auch der Internetauftritt des Bundestages und die Programme „Kuppel Kucker“ und „mitmischen.de“ vorgestellt. Den Abschluss des Tages bildete ein Gespräch mit dem Abgeordneten Prof. Dr. Matthias Zimmer MdB zu Fragen der Sozialpolitik.

Nach einer derartig geballten Menge an politischen Informationen durfte auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Am „Streetfood-Thursday“ in Kreuzberg konnten die Studierenden eine kulinarische Reise rund um den Globus antreten.

Den Abschluss der Exkursion bildete ein Treffen mit der Mediatorin und Ethnologin Dr. Franziska Becker. Direkt vor Ort am Leopold-Platz in Berlin-Wedding gab die Streetworkerin hoch interessante Einblicke in erfolgreiche Sozialraumarbeit in einem der sozialen Brennpunkte der Hauptstadt.

 

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Studierende des Masterstudiengangs Inklusion-Exklusion besichtigen die T4 Gedenkstätte. Foto: Wolfram Backert
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Studierende des Masterstudiengangs Inklusion-Exklusion posieren vor dem Reichstagsgebäude in Berlin. Foto: Wolfram Backert
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Die Exkursionsgruppe vor der Reichstagskuppel zusammen mit Dekan der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften Prof. Dr. Wolfram Backert (6.v. l.). Foto: Wolfram Backert
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Studierende des Masterstudiengangs Inklusion-Exklusion zusammen mit Bundestagsabgeordneten Dr. Astrid Freudenstein MdB (links) und Dekan der Fakultät Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften Prof. Dr. Wolfram Backert (ganz rechts). Foto: Simon Schmidbauer

Besuch an der Universität Prishtina

Von Montag, 29.03.2016, bis Samstag, 02.04.2016, ist eine Gruppe Studierender der Fachschaft Forum Sozialwissenschaften (FoSo) im Rahmen einer Studienreise nach Prishtina / Kosovo gefahren. Ziel dieses Aufenthalts war der Austausch mit Studierenden der Sozialen Arbeit vor Ort. Unter anderem durch das Engagement von Frau Prof.in Dr.in Ruth Seifert, Professorin und Auslandsbeauftragte der Fakultät für Angewandte Sozial- und Gesundheitswissenschaften, ist der Studiengang Soziale Arbeit an der dortigen Universität entstanden. Albane Ismajli (M.A.), Absolventin des Studiengangs Soziale Arbeit an der OTH-Regensburg und derzeitige teaching assistant in Prishtina, hat das Programm koordiniert.

 17 Jahre nach Ende des Kosovo-Krieges und sechs Jahre nach der offiziellen Unabhängigkeitserklärung ist immer noch eine hohe Präsenz internationaler Akteur_innen im Land spürbar. Auch gibt es weiterhin Länder, die die Unabhängigkeit Kosovos nicht anerkennen. Beispielhaft für die schwierige Lage, in der sich die Menschen in Kosovo befinden, sind die minimal aufgebauten sozialen Sicherungssysteme. Hierzu zählen beispielsweise der erschwerte Zugang zu gesundheitlicher Versorgung und geringe Transferleistungen, die die Menschen in Anspruch nehmen können. Zudem liegt der Anteil nicht-erwerbstätiger Menschen bei 45 % und der Anteil derjenigen Personen, die weniger als 1,70 Euro pro Tag zur Verfügung haben, bei 30 % (Quelle: Weltbank 2015).

 Ein Teil des Programms beinhaltete Vorträge und Diskussionen an der Fakultät Soziale Arbeit der Universität Prishtina, unter anderem durch Regensburger Praktiker_innen aus der Schulsozialarbeit, Asylsozialberatung, sowie durch die Bürger_inneninitiative Asyl. Außerdem wurden soziale Einrichtungen besucht, unter anderem Organisationen von RAE (Roma / Ashkali / Egyptians) sowie Beratungsstellen für Menschen, die um in Deutschland zu leben, migriert sind, das Land aber verlassen mussten und nun wieder im Kosovo leben. Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch der größten Oppositionspartei “Vetvendosje” des kosovarischen Parlaments.

 Die Situation von Menschen im Kosovo sowie die während des Aufenthaltes gesammelten Eindrücke, lassen die aktuelle Diskussion über die Ausweitung der “Liste sicherer Herkunftsstaaten” noch bedenklicher erscheinen. Der Austausch zwischen Student_innen war in vielerlei Hinsicht sehr bereichernd. Nichtsdestotrotz bleibt der bittere Beigeschmack, dass ohne Visafreiheit ein Besuch von Student_innen der Universität Prishtina an der OTH-Regensburg nicht möglich ist.

Quelle: »Weltbank (2015): Kosovo Country Snapshot, April 2015 (Englisch)«

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Studienfahrt des Vertiefungsgebiets Erwachsenen- und Weiterbildung nach Wien vom 03. bis 05. März 2016

Am Vormittag des 03.03. brechen 10 Studierende nach Wien auf, um Organisationen kennen zu lernen, die soziale Dienstleistungen anbieten bzw. sich um ihr Wissen um die professionelle Weiterentwicklung der darin Beschäftigten in Erfahrung zu bringen. Sofort nach der Ankunft auf dem Wiener Hauptbahnhof führte der Weg zum Universitätsgebäude, aber in die sog. wba-Akademie (http://wba.or.at/). Mit dieser Form der Anrechnung und Zertifizierung von Kompetenzen in der Erwachsenenbildung hatten sich die Studierenden bereits im WiSe 2015/2016 im Rahmen der Pflichtveranstaltung im Vertiefungsgebiet beschäftigt, nicht zuletzt deshalb, weil in Deutschland aktuell in enger Kooperation mit der wba-Akademie am Deutschen Institut für Erwachsenenbildung ein Projekt „Grundlagen zur Entwicklung eines trägerübergreifenden Anerkennungsverfahrens für die Kompetenzen Lehrender in der Erwachsenen-/Weiterbildung“ angesiedelt ist. Die wba-Akademie ist eine Zertifizierungs- und Kompetenzanerkennungsstelle für Erwachsenenbildner*innen und vergibt Abschlüsse auf der Zertifikats- und der Diplomstufe. Den Anfang bildet eine Beratung über die Vorgehensweise; es folgt eine Dokumentationsphase, d.h. die Bewerber*innen tragen zusammen, welche Kompetenzen sie belegen können. Die Mitarbeiterinnen der Akademie stellen fest, welche Module noch gebraucht werden, um das Zertifikat zu erreichen. Die fehlenden Module können bei anerkannten Trägern nachgeholt werden. Den Abschluss bildet ein Seminar mit praktischer Vorführung, einem Kolloquium und einer schriftlichen Prüfung. Träger benötigen zum Nachweis von Qualität das Vorhandensein von mindestens einem*r Mitarbeiter*in, die zertifiziert ist. Nach einem sehr ausführlichen Gespräch führt der Weg in die Jugendherberge.

Am Vormittag des 04. März ist die Gruppe Gast beim Wiener Dachverband für Sozial-Ökonomische Einrichtungen (DSE), dem aktuell 31 Wiener gemeinnützige Organisationen mit 55 arbeitsmarktpolitischen Projekten angehören, die wiederum in verschiedene Teilgebiete und Ausschüsse untergliedert sind (http://www.dse-wien.at/). Die Gruppe wird sehr herzlich in den neu renovierten Räumen empfangen. Die Gastgeberinnen erläutern, wie viele Ausstattungsgegenstände und Dienstleistungen von Mitgliedseinrichtungen geleistet wurden. Auf sehr anschauliche Art und Weise berichten sie über die Struktur des Dachverbands, die verschiedenen Aufgaben des Dachverbands, die kreative Öffentlichkeitsarbeit (z.B. die „Wiener Tage der Sozialen Arbeit“, die Seminare und Aktionen), die zumeist sehr prominent besucht sind. Der DSE hat die Schwerpunkte Beschäftigung, Beratung und Betreuung, Personenrechte, Vernetzung und Einbindung aller Akteure*innen. Im Wesentlichen geht es darum, Menschen mit multiplen Problemlagen auf eine Tagesstruktur vorzubereiten, ihnen Kompetenzgrundlagen zu vermitteln, sie darauf hinzuführen, in einem geschützten zweiten oder auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können. Auf diesem Weg sind viele unterschiedliche Schritte nötig. Die gemeinnützigen Mitglieder fokussieren sich auf unterschiedliche Zielgruppen und unterschiedliche Projekte. So war z.B. 50+ ein Schwerpunktthema des Jahres 2015.

Am Nachmittag erhielt die Gruppe eine Führung durch das Gebäude der Vereinten Nationen in Wien (Vienna International Center) (http://www.unis.unvienna.org/), das extraterritorialen Status hat und 1979 eröffnet wurde. Im Laufe des Rundgangs wurden viele Fakten über die UN vermittelt, wie z.B. über die Internationale Atomenergie-Organisation, aber ebenso über viele Themen mit Bezug zur Sozialen Arbeit, z.B. das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung, das Umweltprogramm der Vereinten Nationen, das Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen oder das Internationale Suchtstoff-Kontrollamt.

Für die Kulturinteressierten war am Abend der Besuch des Musicals „Mozart“ im Raimund Theater möglich.

Am 05. März begaben sich viele Studierende in das Freud-Museum in der Berggasse 9 (http://www.freud-museum.at/de/) oder besuchten ein anderes Museum ihrer Wahl, bevor am Nachmittag die Heimreise wieder angetreten wurde.

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Exkursion des Vertiefungsgebiets Rehabilitation nach Stockholm vom 27.05.2015 bis zum 30.05.2015 

Die Reise nach Stockholm begann für viele der 27 teilnehmenden Studierenden in den frühen Morgenstunden des 27. Mai, um keine wertvolle Zeit für das umfassende und vielfältige Programm zu verlieren. Nach der Transferzeit vom Flughafen zum Youth Hostel am Zinkensdamm stand nämlich schon um 14.30 Uhr ein Vortrag mit anschließender Aussprache mit Frau Riita-Leena Carlsson in einem lichtdurchfluteten Funktionsgebäude auf der Agenda. Frau Carlsson nimmt die Position des Funktionshinderombudsmannen der Sozialverwaltung der Stadt Stockholm ein, die eine Mischung aus Interessensvertreterin für Menschen mit Behinderung und stadtpolitische Aktivistin für Inklusion darstellt. Mit ihrer Fachexpertise und ihrem Engagement hat sie zugleich einen Überblick über das System der Hilfen und Anbieter gegeben. Die Gastgeberrepräsentanten des zweiten Exkursionstages konnten wir hier bereits kennenlernen.

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Am 28. Mai waren wir zu Gast bei MISA (http://www.misa.se/), einer privatwirtschaftlichen Organisation, die sich auf „work-oriented daycare activities“ spezialisiert hat. Der Vormittag stand ganz im Zeichen des Kennenlernens der Organisation, der verschiedenen Dienste, die von MISA angeboten werden und der dreistufigen professionellen Vorgehensweise. Ganz in der Nähe des MISA-Headquarters wurden wir vom Inhaber und weiteren Leitungsmitarbeitern_innen umfassend informiert und großzügig verköstigt. MISA-Mitarbeiter_innen holten uns vom Tagungsort ab und fuhren mit Kleingruppen von ca. 4 Studierenden in die verschiedenen MISA-Einrichtungen (für psychisch erkrankte bzw. geistig behinderte Personen, für Personen mit ASD, Personen mit Asperger Syndrom, aber auch zu deren Arbeitsplätzen usw.). Die Mitarbeiter_innen nahmen sich sehr viel Zeit für die Fragen und erklärten geduldig die Besonderheiten der sozialen Dienste, angefangen vom Assessment bis hin zur Auffassung, dass nicht ein arbeitsplatzfernes Training der jeweiligen Klientel dient, sondern der Einsatz an einer „normalen“ Arbeitsstätte. Der besondere Anspruch von MISA besteht darin, möglichst viele Klienten_innen auf den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln.

Auch am 29. Mai teilte sich der Teilnehmer_innenkreis in zwei Gruppen auf: Während eine Gruppe eine Traumatherapiestation in Stockholm besuchte und von der geringen Anzahl an stationären Plätzen überrascht war, besuchte die zweite Gruppe das sog. „ALFA-Projekt“, ein evidenzbasiertes Projekt der Sozialverwaltung Stockholm, welches sich zum Ziel setzt, mit einem budgetierten Haushalt Klienten_innen möglichst dauerhaft in Beschäftigung zu vermitteln. Dieses Projekt arbeitet nach standardisierten Methoden und ist hoch ergebnisorientiert.

Am Nachmittag des 29. Mai machten sie wiederum Kleingruppen auf den Weg zu verschiedenen sozialen Diensten in unterschiedlicher Trägerschaft. Angeboten waren ein „daycare center with supported employment“, ein „daycare center, that works with art“ und ein inklusives Gymnasium.

Bevor sich die Gruppe auf den Weg zu einer Rundfahrt mit einem der zahlreichen Boote machte, wurden die Eindrücke ausgetauscht. Das Besuchsprogramm dieses Tages war, wie dasjenige der vorausgehenden Tage, höchst interessant. Die Gastgeber_innen gaben sich überaus Mühe, ihre Einrichtung im Überblick darzustellen, die Leistungen in Verbindung zu den sozialpolitischen Rahmenbedingungen in Schweden einzuordnen, die Fragen der Studierenden zu beantworten und auch den Vergleich mit den deutschen Gegebenheiten zu suchen. Von der Gastfreundlichkeit der schwedischen sozialen Dienste waren die Exkursionsteilnehmer_innen überwältigt. Stets wurde für das leibliche Wohl gesorgt, wurden die Anfahrtswege beschrieben, z.T. eigens aufbereitetes Informationsmaterial zur Verfügung gestellt. Immer wurde auch um ein Feedback gebeten.

Der Abreisetag konnte individuell gestaltet werden. In Paaren und Kleingruppen machten sich die Studierenden auf den Weg, Sehenswürdigkeiten, wegen des verregneten Tagen aber vor allem Museen – von den es zahlreiche gibt – aufzusuchen. Tatsächlich hatte sich bewahrheitet, was uns vom MISA-Chef bereits angekündigt wurde, aber fern unserer Überzeugung lag, am Tag des Stockholm Marathons, und dieser fand am 30. Mai statt, regnet es immer.

Am späten Nachmittag trat eine müde, aber von sehr vielen und fachlich anregenden Aspekten der Sozialen Arbeit auf dem rehabilitativen Sektor bereicherte Gruppe die Heimreise nach Deutschland an. Beim Nachtreffen wurden die Erfahrungen aus den einzelnen Einrichtungen zusammengetragen und systematisiert – und auch Bilder ausgetauscht. Resümierend wurde festgehalten, dass sich ein Blick über die eigenen Grenzen lohnt und ein persönlicher Eindruck mit Sozialarbeitern_innen, die die Dienste umsetzen, immer noch wirkungsvoller ist als die reine Lektüre.

Studienfahrt des Vertiefungsgebiets Erwachsenenbildung/Weiterbildung nach Hamburg im WiSe 2014/2015

12 Teilnehmerinnen und ein Teilnehmer nahmen vom 25. bis 28.02.2015 an der Studienfahrt nach Hamburg teil, um Institutionen und soziale Dienste kennen zu lernen. Die Auswahl fokussierte sich darauf, mit Professionellen aus Handlungsfeldern zu sprechen, die für die Studierenden bisher noch weniger bekannt waren.

Gleich nach der Ankunft und dem Einchecken im Hostel hatte die Gruppe die Chance, mit der Sozialarbeiterin der „Kaffeeklappe St. Pauli“, einer Einrichtung des Diakonischen Werks Hamburg zu sprechen. Außerhalb der Öffnungszeiten war es möglich, direkt in die Einrichtung zu gehen und von deren Aufgaben und Arbeitsweisen zu erfahren. Seit mehr als 40 Jahren unterstützt und berät die Kaffeklappe Sexarbeiterinnen beim Ausstieg aus der Prostitution, begleitet sie bei Behördengängen, bei der Wohnungssuche und bei einem beruflichen Neuanfang. Sehr eindrucksvoll berichtete die Sozialarbeiterin von ihrer alltäglichen Fallarbeit. Daraus ergaben sich ein reger Austausch und viele Nachfragen der Studierenden.

Am 26.02.2015 war die Gruppe zu Gast bei der „Hamburger Arbeit GmbH“, einem im Jahr 2013 umstrukturierten städtischen Unternehmen, das seit dieser Zeit keine Beschäftigungsmaßnahmen für arbeitslose Menschen mehr anbietet, sondern „geschrumpft“ ist und seither von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen und Bezieher und Bezieherinnen von Transferleistungen berät, um sie in ihrer Lebensführung zu unterstützen, ihre Gesundheit zu fördern und Vermittlungshemmnisse zu beseitigen. So richtet sich die Gesundheitsberatung mit besonderen Aktionen an die o.g. Klientel, die älter als 25 Jahre sind. Sie zählt zu den Leistungen, die aktuell sehr häufig in Anspruch genommen wird. Der Job Navigator, eine weitere Leistung der „Hamburger Arbeit GmbH“ richtet sich an Personen in Arbeitsgelegenheiten. In enger Kooperation verschiedener Hilfen und Akteure sollen die individuellen Problemlagen (Sucht, Schulden, Wohnung, Gesundheit) anvisiert und Wege zu deren Überwindung aufgezeigt werden.

Am Nachmittag des 26.02.2015 nahmen die Studierenden an einer sehr beeindruckenden 90-minütigen Führung „Dialog im Dunkeln“ teil. Ausgestattet mit einem Blindenstock, der bei den meisten jedoch kaum zum Einsatz kam, wurden wir von einem blinden Menschen in völlig abgedunkelten Räumen mit auf eine Reise genommen, die Hör-, Riech-, Sprach- und Tasterfahrungen von ganz neuer Qualität ermöglicht haben. Die Eindrücke haben den ganzen Abend über für Gesprächsstoff unter den Teilnehmern und Teilnehmerinnen gesorgt.

Am Vormittag des 27.02.2015 war die Gruppe zu Gast in den Räumen des Stadtteilzentrums Kölibri des GWA St. Pauli e.V. am Hein-Köllisch-Platz 11 + 12. Die Faszination ging von den Räumen im Untergeschoss des Stadtteilzentrums aus. Hier haben sich die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit einer Innenarchitektin ihre Räume (Ruhe-, Bastel- Computerraum, WC u.a.) gestaltet. Wie umfangreich die Leistungspalette der GWA St. Pauli seit vielen Jahren in der Gemeinwesen-, Kultur- und Sozialarbeit ist, wurde uns vom Geschäftsführer mittels einer Powerpointpräsentation aufgezeigt (frühe Hilfen, Arbeit mit Jugendlichen, Medienzentrum, Fahrradwerkstatt und verschiedene Projekte). Die sozialräumliche Präsenz ist hier wirklich vorhanden (sichtbar im Park Fiction), die Vernetzung mit allen denkbaren Einrichtungen gegeben. Die „Planbude“- ein Bauwagen am Bauzaun des ESSO-Areals - ist das aktuelle Projekt, das sich mit der geplanten Bebauung auseinandersetzt und die Bürger und Bürgerinnen um Ideen bittet. Der Geschäftsführer von GWA St. Pauli e.V. hat uns als Sozialraumkenner trotz Regens das Stadtviertel gezeigt, und über die Folgen der Gentrifizierung berichtet.

 

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Den inhaltlichen Abschluss der Exkursion bildete der Besuch in den Räumen des alternativen Wohlfahrtsverbands SOAL e.V. Hamburg. Das Gründungsmitglied und jetzige Geschäftsführer des Wohlfahrtsverbandes hat die Entstehungsgeschichte fesselnd erzählt, ist es doch keineswegs so, dass ein alternativer Wohlfahrtsverband so einfach aus der Taufe gehoben wird. Dass der Name „Soal“ aus einem Wortspiel mit den Silben von „also“ entstanden ist, hat die Gruppe fasziniert, mehr noch, was aus dieser kreativen Energie mit viel Beharrlichkeit, politischer Präsenz, aus der Vernetzungsarbeit und einem unbedingten Wollen Engagierter entstanden ist. So hat sich „Soal“ hauptsächlich auf Kindertagesstätten spezialisiert, berät Einrichtungen, bietet Dienstleistungen an, betreibt ein eigenes Qualitätsmanagementsystem, vernetzt und hat ein umfangreiches Fortbildungsprogramm.

Am Rückreisetag, den 28.02.2015, konnten sich kleine Grüppchen Hamburg nach ihren speziellen Bedürfnissen erschließen. Voll bepackt mit neuen Eindrücken, müde vom Zuhören und Fragenstellen begann am Nachmittag die Heimreise, bestärkt von der Feststellung, dass „Reisen bildet“.

 

Studienfahrt des Vertiefungsgebiets Erwachsenenbildung/Weiterbildung/Geragogik nach Hamburg im WS 2012/13

Am 17.02.2013 machten sich 20 Studentinnen und Studenten auf dem Weg nach Hamburg, um ausgewählte Arbeitsfelder Sozialer Arbeit mit Bezug zur Erwachsenen- und Weiterbildung kennen zu lernen.

Gleich am Montag, den 18.02., stand am Vormittag ein Besuch im VHS-Vertriebszentrum Billstedt auf der Tagesordnung. Seit über 25 Jahren werden hier kontinuierlich – mit oder ohne Projektförderung – Grundbildungs- und Alphabetisierungskurse abgehalten. Die Leiterin ließ es sich nicht nehmen, uns persönlich zu begrüßen und ein paar Empfehlungen an die Studierenden auszusprechen, was ein Student und eine Studentin dringend an Kompetenzen für das spätere Berufsleben erwerben müsse. Die Leiterin des Bereichs Grundbildung gab uns mittels einer Powerpoint-Präsentation Einblick in die vielfachen Aktivitäten und sprach über die diversen Hürden und Hemmnisse, die auf dem Weg zur Zielgruppe zu überwinden sind.

Den Nachmittag verbrachten wir in den Räumen des Stadtteilzentrums Kölibri des GWA St. Pauli e.V. am Hein-Köllisch-Platz 11 + 12. GWA St. Pauli leistet seit vielen Jahren Gemeinwesen-, Kultur- und Sozialarbeit; die sozialräumliche Präsenz ist hier wirklich vorhanden, die Vernetzung mit allen denkbaren Einrichtungen gegeben. Im sehr offen gestalteten Kölibri hatte sich gerade eine Frauengruppe mit ihren Kindern getroffen. Die Faszination ging von den Räumen im Untergeschoss des Stadtteilzentrums aus. Hier haben sich die Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit einer Innenarchitektin ihre Räume (Ruhe-, Bastel- Computerraum u.a.) gestaltet. Auch die WCs wurden einbezogen. Der Geschäftsführer von GWA St. Pauli e.V. hat uns noch etliches über das Stadtviertel und die Folgen der Gentrifizierung berichtet.

Am 19.02.13 waren wir zu Gast beim riesigen Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg. Dort wurden wir vom Leiter der Abteilung Prävention, Intervention und Beratung begrüßt, der uns seine Bereiche kurz vorstellte und danach insbesondere an einen Vertreter des schulischen Case Management für Hamburger Intensivtäter übergab. Wir erfuhren, wie die Zusammenarbeit verschiedenster Akteure auf der Organisations- und Systemebene stattfinden kann. Initiiert wurde das CM infolge der Beteiligung am Hamburger Obachtverfahren –einer spezifischen Hamburger Datei, in der Statusmeldungen zusammenlaufen.

Am 20.02., dem Tag der Rückkehr nach Regensburg, erhielten wir gleich am Morgen eine fast zweieinhalbstündige Führung durch das Raue Haus in Hamburg. Im Wichernsaal wurde uns die Geschichte filmisch präsentiert. Daneben passierten wir bei unserem Rundgang über das Gelände auch den „Bienenkorb“ und das „Paulinum“, machten Station im ersten Gebäude, in dem Wichern mit den Kindern und Jugendlichen an einem Tisch saß und hielten uns im Gebäude der Evangel. Hochschule auf. Heute ist das Raue Haus mit seiner Angebotspalette (Kinder- und Jugendhilfe, Sozialpsychiatrie, Behindertenhilfe, Altenhilfe und Bildung) über ganz Hamburg verteilt.

Neben dem Besuchsprogramm gab es die Möglichkeiten zu Museums- und Musicalbesuchen. Sie wurden zahlreich in Anspruch genommen.

 

Konzepte und Angebot der Kinder- und Jugendhilfe in einer Millionenstadt
Exkursion nach Berlin im WS 2010 /2011

In der Zeit vom 2.12.2010 bis 5.12.2010 wurde an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften im Vertiefungsgebiet Kinder- und Jugendhilfe eine Exkursion nach Berlin durchgeführt. Besucht wurden dort Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, die als spezifische Antworten für Problemlagen von Kindern, Jugendlichen und Familien unter großstädtischen Bedingungen konzipiert wurden (Familien- und Erholungszentrum Wuhlheide, Outreach mobile Jugendarbeit und promax - Bude ohne Betreuung). Ziel der Veranstaltung war es, unterschiedlichste konzeptionelle Ansätze der Kinder- und Jugendhilfe vor Ort kennen zu lernen, diese fachlich zu betrachten und eine Verortung der jeweiligen Angebote im Gesamtsystem der Kinder- und Jugendhilfe vorzunehmen.  Von besonderem Interesse war die Frage, ob - und wenn dann inwiefern - sich fachliche Deutungsmuster bezogen auf die jeweiligen soziokulturellen Lebensbedingungen unterscheiden und entsprechend "passgenaue" sozialpädagogische Interventionen zur Anwendung kommen.  

 

Studienfahrt des Vertiefungsgebiets Erwachsenenbildung/Weiterbildung/Geragogik nach Zürich im WiSe 2011/12

Vom 11.-14.03.12 nahmen 22 Studentinnen und Studenten an der Studienfahrt nach Zürich teil, um ausgewählte Aspekte des Bildungswesens in der Schweiz kennen zu lernen. Der Besuch führte in die kantonale Berufsschule für Weiterbildung EB Zürich (im Bildungszentrum für Erwachsene BiZE), die berufsorientierte Weiterbildung anbietet und auch auf eidgenössische Fachabschlüsse und Diplome vorbereitet. Drei Abteilungsleitende gaben Einblick in die Bereiche berufliche Bildung, zertifikatsbezogene modulare Weiterbildung (z.B. für die Tätigkeit als Erwachsenenbildner) und in das sog. Lernfoyer, ein Zentrum, in dem die eingeschriebenen Teilnehmenden, aber auch andere Interessierte gegen ein Honorar selbstgesteuert lernen können und sog. Lernateliers besuchen.

Bei der Caritas Zürich hat der zuständige Referent die KulturLegi für den Kanton Zürich vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen Berechtigungsausweis, der Personen mit einem Einkommen unter einer festgelegten Bemessungsgrenze, einen zwischen 30 und 70 Prozent vergünstigten Zugang zu Kultur-, Sport- und Bildungsveranstaltungen verschafft, wenn die Anbieter mit der Caritas Zürich einen Vertrag abgeschlossen haben. KulturLegi ist bei der Caritas und bei verschiedenen Sozialdiensten erhältlich; sie muss von den Berechtigten aktiv beantragt werden, ist im ersten Jahr kostenfrei und verlangt in den Folgejahren einen Eigenbeitrag der Bezieher.

Das Kompetenzzentrum für interkulturelle Konflikte (TiKK) hat zum Ziel, die Problemlagen, die sich aus dem Zusammenleben von unterschiedlichen Ethnien und Kulturen ergeben, zu analysieren. Es wird sowohl präventiv wie auch im Konfliktfall in Anspruch genommen. Das Kompetenzzentrum arbeitet projekt- und fallorientiert und nimmt einen „neutralen“ Blick ein. Häufig liegen hinter interkulturellen Konflikten ökonomische, psychische oder soziale Konflikte (z.B. zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer), die aufgedeckt und einer Lösung zugeführt werden. TiKK bietet Institutionen und Organisationen auch interkulturelle Trainings und Bildungsmaßnahmen an.

Die Schweizerische Gesellschaft für Individualpsychologie nach Alfred Adler (SGIPA) (gegründet in Zürich 1948) ist die Trägerin des AAI Kompetenzzentrums, unter dessen Namen verschiedene Bildungspartner Weiterbildungsangebote z.B. für Beratung, Vorschulerziehung und Gerontologie angeboten werden. Unter den vier Ansprechpartnern war Herr Prof. Dr. Jürg Rüedi von der Fachhochschule Nordwestschweiz, der einen kurzen Einblick in die Individualpsychologie nach Alfred Adler gab. Besonders interessant war die gerontologische Weiterbildung für Fachkräfte in der Altenhilfe, u.a. auch für Demenzerkrankte.

Die Begegnung mit einer Absolventin der OTH Regensburg, die in der Zwischenzeit in einer Jugendhilfeeinrichtung in der Nähe von Zürich tätig ist, rundete den Besuch ab. Sie berichtete über die Erfahrungen mit Jugendlichen, die in enger Zusammenarbeit mit der Einrichtung tageweise auf Bauernhöfen im Hinterland verbringen.