Archiv Alumni-Nachrichten

Gastvortrag gibt Einblicke ins Product Marketing

04.05.2018
Von: Anna Klima, FEB e.V.

Im Rahmen der Vortragsreihe des Studiengangs Europäische Betriebswirtschaft (EB) hatte der FEB e.V. einen EB-Alumnus zum Vortrag eingeladen. Zu Gast: Matthias Mähner, der heute Teil des erfolgreichen Münchner Software-Start-ups Celonis ist.

Die FEB-Alumni-Beauftragten Martin Rambach und Jonas Roth (3. und 4. von links), der FEB-Präsident Ricardo Kammermayer Lázaro (9. von links) und Product-Marketing-Manager bei Celonis Matthias Mähner (10. von links) an der OTH Regensburg

Die FEB-Alumni-Beauftragten Martin Rambach und Jonas Roth (3. und 4. von links), der FEB-Präsident Ricardo Kammermayer Lázaro (9. von links) und Product-Marketing-Manager bei Celonis Matthias Mähner (10. von links) an der OTH Regensburg. Foto: Anna Klima, FEB e.V.

Rund 20 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer waren am 19. April 2018 zum Gastvortrag eines frisch gebackenen Alumnus des Studiengangs Europäische Betriebswirtschaft (EB) der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) gekommen und verfolgten gebannt dessen Ausführungen über seine Erfahrungen im Product Marketing.

Als Manager ist Matthias Mähner Teil des Münchner Software-Start-ups Celonis, das 2015 im Rahmen der "Deloitte Technology Fast 50 Awards" zum am schnellsten wachsenden Technologieunternehmen Deutschlands gekürt worden ist. - Zum Vortrag eingeladen hatte der FEB e.V.: der "Förderverein Europäische Betriebswirtschaft".

Matthias Mähner, ehemaliger Präsident des FEB e.V. und 2015/2016 Erster Vorsitzender des Vereins, begann seinen Vortrag mit einem gelungenen Aufhänger: Er verglich die Bedeutung der Erfindung von "Process Mining" (2011) mit dem Durchbruch des Röntgengeräts (1895). Nach dieser Zeitreise tauchte er ein in die Welt der Unternehmensprozesse.

Vom Start-up zum Weltmarktführer im Process Mining

Ausführlich schilderte er die erstaunlich schnelle Aufstiegsgeschichte von Celonis ab der Gründung durch drei Freunde im Jahr 2011, die durch viel Einsatz und Herzblut heute Weltmarktführer im Bereich "Process Mining" sind. Ein Projekt beim Bayerischen Rundfunk (BR) in München, bei dem sie die IT-Prozesse analysieren sollten, brachte sie auf die Idee, ihr eigenes Unternehmen zu gründen: Beim sogenannten „Process Mining“ wird der digitale Fußabdruck einer Firma untersucht. Heutzutage hat jedes Unternehmen sein eigenes Datenverarbeitungssystem, das jede Information mit ID, Aktivität und Zeitstempel speichert. 

Celonis analysiert und optimiert die Prozesse einer Firma, um für mehr Transparenz und Effizienz zu sorgen. Zu den über 350 Kunden zählen bereits 40 Prozent der DAX-Unternehmen in Deutschland. Celonis wächst und hat bereits Standorte im niederländischen 's-Hertogenbosch, in New York und München, an denen über 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind.

"Demo Time": Praxisnahe Vorstellung der Software

In der anschließenden "Demo Time" erklärte der ehemalige Werkstudent die Software anhand eines praktischen Beispiels: der Ablauf einer Bestellung von Autoreifen bei einem Zulieferer. Dabei wird der Einkaufsprozess als Strang mit allen möglichen Variationen dargestellt, was Engpässe und Inkonsistenzen aufzeigt. Des Weiteren vergleicht die Software den IST- mit den SOLL-Prozessen. – Übrigens plant das junge, dynamische und innovative Tech-Unternehmen 2020 an die Börse zu gehen.

Abschließend stellte sich Referent Matthias Mähner den vielen Fragen des Publikums, das sich aus Masterandinnen und Masteranden ebenso wie aus EB-Studierenden zusammensetzte.

Zurück