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Auslandsaufenthalt als Türöffner für den späteren Job

16.10.2018
Von: Elisabeth Schmid

Für Philipp Rieger, ehemaliger Student der OTH Regensburg, ist der Traum vom Leben und Arbeiten im Silicon Valley wahr geworden. Welche Bedeutung Praktikum und Masterarbeit im Ausland für ihn hatten, erzählt er im Interview.

Für ein Auslandspraktikum und später auch für seine Masterarbeit ging Philipp Rieger an die Westküste der USA.

Für ein Auslandspraktikum und später auch für seine Masterarbeit ging Philipp Rieger an die Westküste der USA. Foto: Philipp Rieger

Philipp Rieger hat Ende 2017 sein Masterstudium der Informatik an der OTH Regensburg erfolgreich abgeschlossen. Seit Anfang 2018 arbeitet er für BMW im Silicon Valley.

Philipp Rieger hat Ende 2017 sein Masterstudium der Informatik an der OTH Regensburg erfolgreich abgeschlossen. Foto: Elisabeth Schmid

Während seines Praktikums an der Westküste der USA hat Philipp Rieger Surfen gelernt - ein Hobby, dem er immer noch gerne nachgeht.

Während seines Praktikums an der Westküste der USA hat Philipp Rieger Surfen gelernt - ein Hobby, dem er immer noch gerne nachgeht. Foto: Philipp Rieger

Während des Studiums ins Ausland zu gehen, ist in vielerlei Hinsicht eine wertvolle Erfahrung – beruflich und persönlich. Das Verfestigen der Sprachkenntnisse oder das Erlernen einer neuen Sprache ist hierbei nur ein Aspekt. Viel wichtiger ist das Verlassen der persönlichen Komfortzone, der „Blick über den eigenen Tellerrand“, das Zurechtfinden, Kennenlernen und Eintauchen in eine fremde, neue Kultur sowie der Aufbau eines internationalen Netzwerks. Nicht umsonst zählen Auslandsaufenthalte zunehmend als wichtiges Einstellungskriterium für zukünftige Arbeitgeber, da neben fachlicher Kompetenz auch interkulturelle Kompetenz, Flexibilität und Kommunikationsfähigkeit immer bedeutender in der Arbeitswelt werden.

Philipp Rieger kann dies nur bestätigen. Im März 2017 hat er sein Masterstudium der Informatik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH Regensburg) abgeschlossen und bei der BMW Group in München, seinem Wunscharbeitgeber, als Security Engineer angefangen. „Die Türöffner zu dieser Position waren meine Auslandsaufenthalte“, so Philipp Rieger. „Im Bachelorstudium Informatik habe ich über das Akademische Auslandsamt die Möglichkeit erhalten, ein Praktikum im Silicon Valley zu machen. Ich bin sehr dankbar für die Chance, die sich mir damals geboten hat. Ich habe viel gelernt und erlebt.“ 

Zur Masterarbeit an die Westküste der USA

Während seines Praktikums an der Westküste der USA hat Philipp Rieger Surfen gelernt. Da er das Wellenreiten nach seiner Rückkehr nach Regensburg vermisste, hat er im Master nochmal den Versuch unternommen, ins Ausland zu gehen. Es hat geklappt. Über einen Professor bekam Philipp Rieger die Möglichkeit, seine Masterarbeit erneut im Silicon Valley zu schreiben. Es ermöglichte ihm, das Arbeiten an einem der bedeutendsten Standorte der IT- und Hightech-Industrie weltweit mit seiner großen Leidenschaft, dem Surfen, zu verbinden. Philipp Rieger wurde für seine Masterarbeit zur Sicherheitsanalyse von Android-Anwendungen Ende 2017 mit dem Kulturpreis Bayern ausgezeichnet. 

Sein Job bei BMW in München führte ihn nun Anfang des Jahres wieder ins Silicon Valley – diesmal für vorerst unbefristete Zeit. Er arbeitet dort an den innovativsten Technologien bei BMW mit  - eine unglaubliche Chance. „Mein Praktikum hat den Grundstein dafür gelegt. Ohne das Praktikum wäre die Masterarbeit im Silicon Valley nicht möglich gewesen. Und ohne meine Auslandsaufenthalte hätte ich vermutlich meinen heutigen Job nicht bekommen“, blickt Philipp Rieger stolz zurück. 

Er kann jedem nur empfehlen, die Chance zu nutzen und während des Studiums Praxiserfahrung im Ausland zu sammeln. Ein Auslandsaufenthalt kann aus seiner Erfahrung ganz häufig ein entscheidendes Kriterium für den späteren Karriereweg sein.

INTERVIEW - Nachfolgend hat uns Philipp Rieger ein paar Fragen beantwortet: 

War zu Beginn des Studiums für Sie schon klar, dass Sie ins Ausland gehen wollen?

Ich hatte die Idee bereits im Kopf, hab mich aber erst im zweiten Semester fest dazu entschlossen und mit den Vorbereitungen angefangen.

Was würden Sie Studierenden, die ganz am Anfang des Studiums stehen, mit auf den Weg geben? 

Dass sie sich frühzeitig genug mit der Option eines Auslandsaufenthalts auseinandersetzen sollten. Egal, ob sie es aufgrund beruflicher Perspektiven oder persönlicher Weiterentwicklung machen, die Bemühungen sind es definitiv wert. Allerdings kann der bürokratische Aufwand anfangs überfordernd sein. Man sollte also früh genug mit den Vorbereitungen anfangen und sich Unterstützung vom Akademischen Auslandsamt holen.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag in den USA aus?

Ich arbeite an spannenden Projekten und Forschungsthemen mit. Durch die Location Silicon Valley ist man nahe an den neuen Innovationen und modernen Technologien und versucht diese somit stetig in die eigenen Projekte zu integrieren. Auch durch die lokale Nähe zu anderen Firmen habe ich häufig Meetings zum Beispiel mit Apple und Google, um Kollaborationen zu diskutieren. Oft, wenn ich morgens keine Meetings habe, fahre ich auch vor der Arbeit noch an die Küste, sei es einfach nur, um die Meeresluft zu genießen oder auch für eine kleine Surf-Session am Morgen.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus? 

Der momentane Plan impliziert, in den USA zu bleiben. Man weiß nie, was die Zukunft bringt, aber im Moment möchte ich auf keinen Fall zurück nach Deutschland.

Infoveranstaltung zum Auslandspraktikum

Für Studierende mit Interesse an einem Praktikum im Ausland: Am 25. Oktober 2018 um 17 Uhr findet die Informationsveranstaltung „Praktikum im Ausland – Mein Weg dorthin“ im Hörsaal D002 in der Galgenbergstraße 30 statt. Das Akademische Auslandsamt informiert hierbei zu Organisation, Ablauf, Finanzierung, Bewerbung und beantwortet Fragen rund um das Thema Auslandspraktikum. Studierende, die gerade aus dem Ausland zurückgekommen sind, gestalten den Abend mit und geben ihre Erfahrungen weiter.

Ausführliche Informationen zum Auslandspraktikum finden Sie auf den Seiten des Akademischen Auslandsamts.

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