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Alumnus der OTH Regensburg erhält Auszeichnung des MIT

10.02.2015
Von: Brigitte Kauer

Die Jury des Massachusetts Institute of Technology (MIT) zeichnet den Timing-Architects Mitgründer Dr.-Ing. Michael Deubzer als einen der top Innovatoren Deutschlands unter 35 Jahren aus.

Dr.-Ing. Michael Deubzer, CEO der Timining Architects, erhielt 2015 die Auszeichnung "top Innovator" des MIT. Foto: Timing-Architects

Dr.-Ing. Michael Deubzer, CEO der Timining Architects, erhielt 2015 die Auszeichnung "top Innovator" des MIT. Foto: Timing-Architects

Timing-Architects ist eine Ausgründung der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH Regensburg), die vom start-up center begleitet wurde.

Aus vielen hochkarätigen Bewerbungen wählte die Jury die zehn besten Innovatoren aus. Der TR35 Preis des Technology Review des MIT geht an Menschen, die sich auf die Suche begeben und nach technologischen Durchbrüchen für die folgenden Generationen streben. Ansätze, die die Preisträger verfolgen, werden große Probleme in Unternehmen und der Wirtschaft lösen.

Ohne die Technologie von Dr.-Ing. Michael Deubzer hätten viele Automobilfirmen Probleme, mehr Intelligenz in ihre Modelle zu bringen. Vom Notbrems- über den Spurhalteassistenten bis zur Motorsteuerung: Moderne Fahrzeuge müssen schnell komplexe Daten analysieren.

Damit dies gelingt, verarbeiten integrierte Rechner die Informationen parallel in sogenannten Multi-Core-Prozessoren. Das zieht jedoch ein Problem nach sich: Wie lassen sich die Rechenschritte auf die verschiedenen Kerne verteilen, ohne dass es zu einem Datencrash kommt? Die Software von Michael Deubzer und Martin Hobelsberger war die Antwort.

An der OTH Regensburg entwickelten sie gemeinsam unter Leitung von Prof. Dr. Jürgen Mottok ein Simulations- und Optimierungsprogramm, um Software für die rollenden Computer zu planen und zu testen.

2011 gründete der 31-Jährige Deubzer zusammen mit Hobelsberger die Firma Timing-Architects Embedded Systems GmbH. Unterstützt und begleitet wurde diese Ausgründung vom start-up center der OTH Regensburg. 

Die von den beiden Gründern entwickelte Technologie etablierte sich im Jahr 2012 in Form des Produkts TA Tool Suite. Die neuartigen Entwicklungstools werden von Unternehmen wie VW, BMW oder Audi als wesentliche Voraussetzung für die Entwicklung der nächsten Generation von Mikrocontroller Geräten wie Multi-Core-Prozessor-Technologie benutzt.

Bei der Autobranche soll es aber nicht bleiben. Das Unternehmen hat Deubzer zufolge bereits in der Industrieautomatisierung Fuß gefasst. Timing-Architects beschäftigt mittlerweile 30 Mitarbeiter. 

Innovatoren, die als lokale Vertreter in verschiedenen Regionen, wie Dr. Deubzer, ausgewählt wurden, werden automatisch für die weltweite Nominierung des TR35 berücksichtigt.  In den Jahren zuvor erhielten unter anderem namhafte Personen, wie Larry Page und Sergey Brin (Gründer von google), Linus Torvalds (Chefarchitekt von Linux), Jonathan Ive (Designer des iMac, später iPod und iPad) oder Marc Zuckerberg (Facebook) diese internationale Auszeichnung. 

Zu Dr. Michael Deubzer:

Dr. Michael Deubzer studierte von 2004 bis 2008 an der Fakultät Elektro- und Informationstechnik der OTH Regensburg den Studiengang Mechatronik. 2008 bis 2011 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. Dr. Jürgen Mottok (Professor für Software Entwicklung, Laboratory for Safe and Secure Systems) tätig, im Rahmen einer kooperativen Promotion mit der TU München erstellte Michael Deubzer seine Doktorarbeit. 2011 gründete er gemeinsam mit Martin Hobelsberger das Unternehmen Timing-Architects Embedded Systems GmbH, dem er heute als CEO vorsteht. 

Zu Prof. Dr. Martin Hobelsberger:

Mitgründer des Unternehmens ist Prof. Dr. Martin Hobelsberger. Er schloss 2007 das Studium der Technischen Informatik an der OTH Regensburg ab. Auch er promovierte bei Prof. Dr. Jürgen Mottok, bevor er gemeinsam mit Michael Deubzer die Timing-Architects gründete. Seit dem Wintersemester 2014/15 ist Dr. Martin Hobelsberger Professor an der Hochschule München und bei Timing-Architects im Executive Board tätig.  

Zum start-up center der OTH Regensburg:

Das start-up center ist die Gründungsinitiative der OTH Regensburg und begleitet Gründerinnen und Gründer von der ersten Ideenskizze bis zu einem tragfähigen Businessplan. Mithilfe eines Technologie-Scoutings werden potenzialträchtige Geschäftsideen identifiziert, hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Verwertbarkeit bewertet und es wird Hilfestellung bei deren Umsetzung gewährt. 

Zum Laboratory for Safe and Secure Systems (LaS³):

Das LaS3 der OTH Regensburg ist Mediater zwischen Wissenschaft und Anwendung. Ziel ist die Verzahnung von anwendungsorientierter Forschung im Bereich der Softwareentwicklung, sowohl mit den Anforderungen mittelständischer Unternehmen als auch der Industrie im ostbayerischen Wirtschaftsraum. Dazu fördert das LaS³ zusammen mit Partnern aus der Wirtschaft die frühzeitige Einbindung von Studierenden in industrienahe Forschungsprojekte, um den wissenschaftlichen Nachwuchs an die Arbeitsweise anwendungsorientierter Forschung heranzuführen. 

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