Versicherungen

Krankenversicherung

In Deutschland besteht für alle Studierenden grundsätzlich Krankenversicherungspflicht, d.h. Studierende müssen bei der Immatrikulation an einer Hochschule die Versicherungsbescheinigung einer gesetzlichen Krankenversicherung und eine Meldebescheinigung in doppelter Ausfertigung vorlegen. Ohne diesen Nachweis können Sie nicht anfangen zu studieren!

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, gesetzlich krankenversichert zu sein:

  • über die Familienversicherung,
  • über eine spezielle studentische Krankenversicherung
  • über eine freiwillige Krankenversicherung für Studierende.

Welche Form der Krankenversicherung zum Tragen kommt, zeigt Ihnen das Infoblatt der studentischen Krankenversicherung.

Befreiung von der Versicherungspflicht:

Sie können sich als Studierender auch von der Versicherungspflicht befreien lassen und sich beispielsweise privat versichern. In diesem Fall müssen Sie sich mit einer privaten Versicherungsbescheinigung an eine gesetzliche Krankenkasse wenden. Sie erhalten einen Befreiungsbescheid und eine Versicherungsbescheinigung mit dem Vermerk "von der Versicherungspflicht befreit". Diese Unterlagen sind bei der Immatrikulation an der Hochschule vorzulegen. Die Befreiung kann nicht widerrufen werden. Sie gilt so lange Sie studieren.

Zu beachten: Bei einem Krankenkassenwechsel muss dem Referat Servicebüro eine neue Versicherungsbescheinigung in der speziellen Form für Studierende vorgelegt werden. Dabei sind Matrikelnummer und Studiengang anzugeben.

Unfallversicherung

Studierende stehen während der Aus- und Fortbildung an Hochschulen unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung.

Es gelten auch Unfälle auf einem mit der versicherten Tätigkeit zusammenhängenden Weg nach und von dem Ort der Tätigkeit (§ 8 Abs. 2 Nr. 1-4 SGB VII).

Bei der Beurteilung des Versicherungsschutzes kommt es darauf an, ob die Tätigkeit dem organisatorischen Verantwortungsbereich der Hochschule zuzurechnen ist. Erforderlich ist stets, dass zwischen der Aus- und Fortbildung an der Hochschule und der Tätigkeit des Studierenden ein wesentlicher innerer Zusammenhang besteht.

Dieser Zusammenhang ist bei Studierenden nur hinsichtlich der studienbezogenen Tätigkeiten gegeben, die in unmittelbarem zeitlichen und räumlichen Zusammenhang mit der Hochschule und deren Einrichtungen verrichtet werden. Zu dem Kreis dieser Tätigkeiten gehören neben der unmittelbaren Teilnahme an Hochschulveranstaltungen auch das Aufsuchen anderer Hochschuleinrichtungen, wie Bibliotheken, Seminare und Institute für Studienzwecke oder die Beteiligung an Exkursionen, nicht jedoch die Studien oder Arbeiten in der privaten bzw. häuslichen Sphäre, auch wenn sie als Vorbereitung für Prüfungen erforderlich sind. Entscheidend kommt es immer darauf an, dass die Tätigkeit -wenn sie unter Versicherungsschutz stehen soll- dem organisatorischen Verantwortungsbereich der Hochschule zuzurechnen ist.

Studierende leisten ein in der Studien- und Prüfungsordnung vorgeschriebenes Praktikum entweder vor, während oder nach Abschluss ihres Studiums ab. Ebenso sind nicht vorgeschriebene Praktika, die im Zusammenhang mit dem Studium aus Zweckmäßigkeitsgründen abgeleistet werden, denkbar. Bei diesen Praktika besteht kein unmittelbarer Einfluss der Hochschule auf die Art und Weise der Durchführung sowie auf den Ablauf. Die Studierenden gliedern sich während des Praktikums in den Betriebsablauf ein und erfüllen somit die Voraussetzungen für abhängig Beschäftigte nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 SGB VII. Unerheblich ist für die unfallversicherungsrechtliche Bewertung der Praktika, ob diese in Studien- und Prüfungsordnungen zwingend vorgeschrieben sind oder freiwillig geleistet werden. Zuständig ist der für das Praktikumunternehmen zuständige Unfallversicherungs-träger (§ 133 Abs. 1 SGB VII).

Fragen zu diesen Informationen kann Ihnen nur die Bayerische Landesunfallkasse beantworten. Wir empfehlen hierzu eine E-Mail.

Jeder derartige Unfall ist unverzüglich, d. h. ohne schuldhaftes Zögern dem Referat Zulassung und Organisationdurch eine Unfallanzeige, bzw. zusätzlich durch einen Wegeunfallfragebogen per E-Mail zu melden.

Haftpflichtversicherung

Für Personen- und Sachschäden, die Studierende im Zusammenhang mit dem Studium verursachen (vor allem während der praktischen Studiensemester und bei der Anfertigung der Diplomarbeit), haften die Studierenden nach den allgemeinen Haftungsgrundsätzen. In der Regel sind Sie während Ihres Studiums weiterhin über die Eltern mitversichert, sofern eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen wurde. Da aber Studierende während des gesamten Studiums, insbesondere in technischen Übungen und Praktika, mit hochwertigen, teils sehr empfindlichen Geräten arbeiten und diese nicht von der Haftpflichtversicherung der Eltern gedeckt sind, empfehlen wir Ihnen, sich über eine erweiterte Haftpflichtversicherung zu informieren. Weitere Informationen sowie den Antrag finden Sie in diesem Informationsblatt.

Renten- und Arbeitslosenversicherung

Wer als Student nebenbei nicht jobbt, muss nicht in die Rentenversicherung einzahlen. Dies gilt auch für die Zeit des Pflichtpraktikums egal wie hoch der Verdienst ist. Doch wenn Sie nebenbei arbeiten, kann es sein, dass Sie und Ihr Arbeitgeber Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung einzahlen müssen. In der Arbeitslosenversicherung sind Sie grundsätzlich versicherungsfrei.

Rentenbescheinigungen

Sie haben bei uns studiert (Alumni) und die Rentenversicherung benötigt von Ihnen eine Bescheinigung über Ihre Studienzeit? Bitte füllen Sie das Formular V510 aus und senden uns dieses per E-Mail zu. Wir prüfen und ergänzen Ihre Angaben und senden es Ihnen unterschrieben per Post zurück.